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25.11.2011

Vertrauensniveau

"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!". Dieser oft angewendete Spruch ist eine (angeblich durch Lenin verfälschte) uralte russische Volksweisheit. Bei ihr stand anstatt "Kontrolle" weit besser "Vorsicht". Vertrauen entsteht ja durch Prüfung. Kontrolle ist nicht die Alternative.

Diese Begriffsanwendung in der Gemeinsprache hat auch "Schwestern" in fachlichen Teilbereichen. Im Qualitätsmanagement gibt es sogar drei Ebenen der Anwendung. Am bekanntesten ist das Vertrauen, das sich ein Abnehmer (Kunde) von einer Zertifizierung des QM-Systems seines Lieferanten durch eine unabhängige Institution erhofft, also durch eine "dritte Partei". Carl Friedrich Gauss entwickelte mit der Normalverteilung zugleich einen Maßstab für das Vertrauen, das er in seine Vermessungswerte haben zu können hoffte. Dieses sein Werk wurde zum allgemeinen Standard für die quantitative Ermittlung der Messunsicherheit. Eine noch etwas mehr eingeschränkte Anwendung des Begriffs meint Ergebnisse statistischer Tests. Nur für die beiden letztgenannten Anwendungen gibt es genormte Begriffe. Demnach ist das Vertrauensniveau (confidence level) der "Mindestwert 1–α der Wahrscheinlichkeit, der für die Berechnung eines Vertrauensbereichs oder eines statistischen Anteilsbereichs vorgegeben ist". Der Wert α wurde als "Irrtumswahrscheinlichkeit" bereits in QZ 52 (2007) 2, Seite 10, behandelt.

Sogar die Begriffsentwicklung der letzten Jahrzehnte zeigt, dass das Begreifen von Signifikanzniveau und Vertrauensniveau als vorzugebende Mindest- bzw. Höchstwerte schwierig ist. In dieser Festlegung liegt ein hoher Grad von Ermessen. Die betreffenden Festlegungen wurden in unterschiedlichen Bereichen ohne erkennbaren Grund sehr unterschiedlich getroffen. So wählte die Biologie ein Vertrauensniveau 99,73% (3σ), die Physik begnügte sich mit 68,26% (1σ). Bei Normen der ASTM (American Society for Testing and Materials) gilt für die Irrtumswahrscheinlichkeit generell eine runde Zahl, nämlich α=5%, was einem Vertrauensniveau von 95% (1,96σ) entspricht. Empfehlenswert ist es, sich bei Bedarf in die Entscheidungsgesichtspunkte einzuarbeiten.

Informationen zum Beitrag

Walter Geiger
QZ 04/2007, S. 9

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