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25.11.2011

Störung

Nelle Harper Lees Weltbestseller "Wer die Nachtigall stört" und die Forderung von Archimedes "Stört meine Kreise nicht!" zeigen die vielfältige Nutzung des Begriffs Störung in Kunst und Wissenschaft. Auch das Fehlen der Begriffskolumne im vorausgegangenen Heft war eine Art Störung. Was kennzeichnet nun den Fachbegriff Störung? Ursprünglich war er ein Begriff bei elektronischen Schaltungen. Inzwischen gilt dieser Begriff aus der Gruppe der Zuverlässigkeitsmerkmale generell gemäß der Grundnorm DIN 40041:1990-12 für alle Einheiten. Eine Störung ist "fehlende, fehlerhafte oder unvollständige Erfüllung einer geforderten Funktion durch die Einheit". Das Wesentliche der fehlenden Erfüllung wird mit der englischen Benennung "deficiency" ausgedrückt, zuweilen auch mit "trouble". Die Störung ist ein Zustand, dieser ein Unterbegriff der Beschaffenheit. Die Zeitspanne dieses Zustands heißt "Störungsdauer". Eine Störung darf nicht "Ausfall" genannt werden. Dieser ist ein Ereignis, nämlich die "Beendigung der Funktionsfähigkeit einer (materiellen) Einheit im Rahmen der zugelassenen Beanspruchung". Auch eine vorübergehende Beeinträchtigung der geforderten Funktionserfüllung kann eine Störung sein. Der Begriff Störung enthält keine Wertung der Störung im Rahmen einer Zuverlässigkeitsbetrachtung. Er sagt auch nichts darüber aus, ob die Störungsursache zugelassen ist oder nicht. Die Störungsdauer ist das Intervall der geforderten Anwendungsdauer, in dem eine Störung besteht. So lange während der Anwendungsdauer der Einheit die Erfüllung der geforderten Funktion nicht verlangt wird, ist es denkbar, dass eine Störung nicht bemerkt wird. Von Störungen bei der geforderten Funktionsfähigkeit sind solche Störungen streng zu unterscheiden, die durch unerwünschte Beeinflussungen entstehen, beispielsweise Störungen einer Nachrichtenübertragung durch Einflüsse einer Starkstromleitung oder Störungen eines Satellitenempfangs durch starken Schneefall. Gut bekannt schließlich ist auch die Bezeichnung eines wandernden Tiefdruckgebiets als "Störung".

Walter Geiger
QZ 02/2008, S. 11

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