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Merken Gemerkt
25.11.2011

Sollwert

Seit 1988 lautet seine Definition „Wert eines quantitativen Merkmals, von dem die Istwerte dieses Merkmals so wenig wie möglich abweichen sollen“. Damit besteht der seltene Fall, dass Inhalt des Fachbegriffs und Inhalt des Begriffs der Gemeinsprache im Wesentlichen übereinstimmen. Letzterer hat nämlich die Definition „Wert, den eine [physikalische] Größe haben soll“. Der Fachbegriff sagt es noch etwas genauer.

Wer fragt, warum ein so selbstverständlich erscheinender Begriff, der noch dazu in der Gemeinsprache und der Fachsprache des Qualitätsmanagements so gut übereinstimmt, überhaupt definiert werden muss, der sollte wissen: Fachleute belegen oft in der Gemeinsprache eindeutige Begriffe mit einem anderen Begriffsinhalt. So war es auch beim Sollwert (englisch: „desired value“). Sein Plural „Sollwerte“ galt lange als Sammelbegriff für alle vorgegebenen Merkmalswerte (siehe QZ 51 (2006) 2, Seite 6), also z.B. auch für Grenzwerte und Grenzquantile. Daraus sind früher infolge von Missverständnissen immer wieder große Verluste entstanden. Das war kein Wunder, z.B. wenn ein Maschinenführer seine ihm als „Sollwerte“ vorgegebenen Grenzwerte dann als Sollwerte gemäß Gemeinsprache verstand: Die Hälfte der Werteverteilung lag beim betreffenden Merkmal dann jenseits des Grenzwertes und war vertragswidrig. Und Hand auf’s Herz: Sie selber haben vielleicht gerade erst vom Soll-Ist-Vergleich gesprochen. Das wäre dieselbe Missverständnisquelle. Das unmissverständliche Wort dafür ist „Plan-Ist-Vergleich“. Nutzen Sie es ab heute!

Auch heute gibt es noch Branchen, in denen der wie oben normativ festgelegte Begriff Sollwert einen anderen Namen hat. Ein Beispiel ist der Name „Zielwert“ in der Medizin. Ist darunter dasselbe gemeint wie Sollwert, sollte man auch „Sollwert“ sagen. Ist aber etwas anderes gemeint, ist eine Definition unumgänglich.

Informationen zum Beitrag

Walter Geiger
QZ 03/2006, S. 12

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