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24.11.2011

Richtwert

Jede Art serienmäßiger Realisierung irgendwelcher Einheiten gestattet als Vorgabe allein für die Lage der entstehenden Verteilung der Istwerte in unterschiedlicher Weise die Festlegung eines Wertes des betreffenden quantitativen Merkmals. Der Richtwert (standard value) ist der „liberalste“. Er legt normativ lediglich fest, dass „dessen Einhaltung durch die Istwerte empfohlen wird, ohne dass Grenzwerte vorgegeben sind.“ Der definitorische Gegensatz zwischen der Empfehlung und dem Ausschluss von Grenzwerten ist ein Kunststück. Es verbietet beliebig vom Richtwert entfernte Istwert-Lagen. Indirekt macht dies klar, dass quantitative Entscheidungen zu Grenzabweichungen zweckmäßig fallweise zu treffen und ggf. zusätzliche Vorgaben nötig sind. An die Streuung der Verteilung stellt ein Richtwert aber keinerlei Forderung.

Richtwerte werden unter unterschiedlichsten Voraussetzungen angewendet, häufiger, als man denkt. Zum Beispiel reichen für den Durchmesser kreisförmiger Hula-Hoop-Reifen Richtwerte aus, etwa für Kinder und für Erwachsene mit verschiedenen Hüftweiten. Ähnliches gilt für die Inhalationsdauer 10 Minuten. Brisant können auch Richtwerte werden, etwa in der Umwelt- und Gesundheitspolitik. So hat die zentrale Erfassungs- und Bewertungsstelle für Umweltchemikalien des Bundesgesundheitsamtes 1976 Richtwerte für Schwermetalle in Lebensmitteln erlassen und 1986 modifiziert. Es besteht dazu (nichtquantitatives) Einvernehmen, dass Richtwerte im Allgemeinen weniger Verbindlichkeit haben als Grenzwerte. Juristisch werden sie – so sagt auch der Brockhaus – nur als „Gutachten“ betrachtet. Solche Richtwerte enthalten demnach keine gesundheitlichen Risikoabschätzungen. Ihre Überschreitung hat auch keine rechtlichen Folgen. Massiver Streit kann aber entstehen, wenn Richtwerte tendenziös oder irrtümlich als Grenzwerte verstanden oder ausgegeben werden!

Walter Geiger
QZ 04/2006, S. 14

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