nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
24.11.2011

Richtiger Wert

Der wahre Wert (siehe QZ 51 (2006) 8, Seite 9) ist das Ziel einer Messung. In aller Regel findet man ihn wegen vorhandener Messabweichungen nicht. Man nimmt den Messwert des benutzten Messgeräts. Selten nur holt man ein Messgerät mit höherer Genauigkeitsklasse dazu. Der mit ihm gemessene Wert ist zwar immer noch nicht der wahre Wert, aber man nennt diesen „besseren“ Wert "richtiger Wert". Hier passt die Definition aus DIN 55350-13: 2Wert für Vergleichszwecke, dessen Abweichung vom wahren Wert für den Vergleichszweck als vernachlässigbar betrachtet wird".

Den Größenwert eines Normals ermittelt man allerdings gleich mit einem sehr genauen Messgerät und "schreibt" ihn als 2richtigen Wert" aufs Normal. Je wichtiger dessen Richtigkeit, umso teuerer die Messung. Am aufwändigsten ist die PTB-Messung (PTB = Physikalisch-Technische Bundesanstalt). Hier passt die Definition der demnächst erscheinenden 3. Auflage des VIM (vocabulaire international de métrologie): "Für einen vorgegebenen Zweck einer Größe durch Vereinbarung zugeordneter Größenwert". Kalibriert die PTB ein Gebrauchsnormal, so kann der ermittelte richtige Wert von dem "aufgedruckten" Wert abweichen. Aber weder der aufgedruckte Wert noch der von der PTB ist der wahre Wert. Deshalb verließ das VIM auch eine frühere Formulierung – die in DIN 1319-3 noch existiert –, wonach der richtige Wert den wahren Wert ersetzt. Das kann man beschließen oder vereinbaren, aber er ist kein "Ersatz". Dies ist am besten formuliert in der Anmerkung 2 zum richtigen Wert im VIM: "Der richtige Wert ist ein Schätzwert für den wahren Wert". Das stimmt immer.

Deshalb war auch die bisherige englische äquivalente Benennung "conventional true value" unklug und wurde aufgegeben. Nach Anmerkung 1 des neuen VIM wird von ihr abgeraten ("discouraged"). Von der neuen Benennung "conventional quantity value" zum "correct quantity value" ist es allerdings noch ein langer, dorniger Weg.

Beispiel eines richtigen Wertes ist die Normalbeschleunigung des freien Falls mit dem durch Vereinbarung festgelegten Wert gn = 9,80665 ms-2 .

Informationen zum Beitrag
zusätzliche Links

Walter Geiger
QZ 09/2006, S. 06

DNV GL Business Assurance [Anzeige]

Kostenloser Download

  • 5 Schritte zu einem nachhaltigen Prozessmanagement

  • Prozessreifegrad Assessments

  • Self-Assessment BPM

Jetzt kostenlos downloaden!