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22.11.2011

Qualifizierungsprozess

Ursache für dieses lange Wort ist die englische Gemeinsprache: "qualification" gilt dort für Tätigkeit wie Ergebnis (ein "inspection process" ist zum Glück nicht nötig). In ISO 9000 ist der Qualifizierungsprozess ein "Prozess zur Darlegung der Eignung, festgelegte Forderungen zu erfüllen". Um welche Gegenstände es geht, bleibt offen. Der Begriff Einheit fehlt in dieser Norm. Kürzer wäre die Definition: "Prozess zur Darlegung der Fähigkeit". Fähigkeit ist nämlich "Eignung einer Einheit zum Realisieren eines Produkts, das die Forderungen an dieses Produkt erfüllen wird". National ist das die "Fähigkeitsprüfung". Deren Ergebnis sollte gemäß der Zukunftsaussage "wird" Vertrauen schaffen, dass diese Eignung auch künftig existiert. Die Normenfamilie ISO 9000 hat nur diesen Zweck, verbunden mit ständiger Verbesserung.

Was ist nun aber das Ergebnis eines erfolgreichen Qualifizierungsprozesses? Es ist der Zustand "qualifiziert" der geprüften Einheit, z. B. des QM-Systems. Für die personenbezogene "Eignung, Wissen und Fertigkeiten anzuwenden", hat ISO 9000 den Unterbegriff Kompetenz. Keinesfalls darf dieser Zustand mit dem Begriff Qualifikation verwechselt werden. Dieser für das Qualitätsmanagement wichtige Begriff wurde von ISO/TC 176 und ISO/TC 69 nie definiert. Deshalb durfte er in der geltenden DIN 55350-11:1995-08 definiert werden als die "an einer Einheit nachgewiesene Erfüllung der Qualitätsforderung". Solche Qualitätsnachweise beziehen sich sehr konkret auf die Gegenwart. Im Geschäftsverkehr ist ihre Bedeutung naturgemäß groß. Kunden wollen wissen, inwieweit ihre Forderungen an das Produkt erfüllt sind. Die zugehörige Prüfung ist die Qualifikationsprüfung. Bei dieser interessiert man sich für gegenwärtige Zustände, bei Fähigkeitsprüfungen für das, was die geprüfte Einheit können wird.

International war "qualification" bis 2000 ein Synonymausdruck zum Qualifizierungsprozess. Ein Glück, dass dieser Hinweis 2000 verschwand. Schade, dass ISO qualification nicht definiert hat. Daher bleibt oft unklar, was gemeint ist: Gegenwart oder Zukunft?

Walter Geiger
QZ 05/2007, S. 11

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