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22.11.2011

QM-Element

Seit Jahrtausenden ist ein Element Bestandteil irgendeiner Gesamtheit. Zu Recht folgert man: Ein QM-Element ist Element des Qualitätsmanagements oder eines QM-Systems. Das ist auch die Definition in E DIN 55350-11:2004-03. Zwanzig QM-Elemente waren bis zum Jahr 2000 das Ordnungsmittel der ISO 9000-Familie für die ggf. darzulegenden Bestandteile des QM-Systems gegenüber einer neutralen Stelle. Von dieser wird durch eine Organisation per Vertrag ein Zertifikat über die Qualitätsfähigkeit des eigenen QM-Systems erbeten. Nur nach erfolgreichem Audit stellt die Zertifizierungsstelle ein Zertifikat aus, das wirtschaftlich große Bedeutung hat.

Eines indessen ist nicht überall verifiziert worden: Die Anzahl 20 der bis 2000 geltenden QM-Elemente ist willkürlich wie fast jede zahlenmäßige Festlegung. Zum Beispiel gibt es viele Menschen unter 21, die man sich als umsichtige Politikverantwortliche in übersehbarem Bereich gut vorstellen kann. Aber es gilt eben „21“. Bei QM-Elementen ist es noch viel schlimmer: Jedes kann unterteilt und mit anderen zusammengestellt werden. Dadurch entstehen neue QM-Elemente. Die Anzahl 20 war also noch viel mehr Willkür als im Vergleichsbeispiel die Grenze „21“. Auch diejenigen, welche die ISO 9000-Familie für 2000 entwarfen, fanden „20“ wohl viel zu willkürlich.

Sie setzten auf den Prozess. Der ist nun das Zentralobjekt der QM-Darlegung, so wie es bis dahin die QM-Verfahren und die QM-Elemente waren. Ein Prozess ist aber definiert als „Satz von in Wechselwirkung oder in Wechselbeziehung stehenden Tätigkeiten, der Eingaben in Ergebnisse umwandelt“. Ergebnisse von Prozessen sind jedoch – als QM-Elemente – für die Qualitätsfähigkeit nicht weniger wichtig. Deshalb ist es nötig, auch deren Qualitätsfähigkeit und Verbesserungswürdigkeit in die Betrachtung einzubeziehen, nicht nur die der Prozesse. Zudem ist zu beachten, dass QM-Elemente etwas anderes sind als Qualitätselemente.

Informationen zum Beitrag

Walter Geiger
QZ 05/2004, S. 8

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