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22.11.2011

Prozessgesamtstreuung

„gesamt“ deutet bei der Prozessgesamtstreuung auf alle denkbaren wirksamen Ursachen hin, nicht nur auf Zufallsursachen wie bei der Prozesseigenstreuung (siehe QZ 50 (2005) 6, Seite 8, s.a. Link Nr. 1 unten). Das trifft auch zu. Bei Prozessen der Praxis liefern nämlich erfahrungsgemäß andere Ursachen oft ganz erhebliche Beiträge zur Prozessstreuung. Sie heißen „spezifische Ursachen“, wenn man sie noch nicht kennt. Von einer „zuordenbaren Streuungsursache“ wird gesprochen, wenn die Ursache erkannt ist (siehe QZ 50 (2005) 8, Seite 6, s.a. Link Nr. 2 unten).

Die Prozessgesamtstreuung wird nach ISO 3534-2 dem „nichtbeherrschten Prozess“ zugeordnet. Ende 2005 (oder 2006) wird diese Norm als DIN ISO 3534-2 erscheinen. Dort ist die Prozessgesamtstreuung (total process variation) definiert als „Prozessstreuung sowohl aufgrund spezieller als auch aufgrund zufälliger Streuungsursachen“. In der geltenden DIN 55350-33 ist sie inhaltlich besser erkennbar definiert: „Streuung der Werte eines Prozessmerkmals, zusammengesetzt aus der Prozesseigenstreuung und Streuungen aufgrund zugelassener anderer Einflüsse“. Eine Anmerkung konkretisiert die letzteren: „Zugelassene andere Einflüsse können solche aufgrund von Bearbeitern, von Einstellmaßnahmen an den Einrichtungen, aufgrund von chargenweisen Veränderungen oder aufgrund von Abnutzungen sowie systematischen oder zufälligen Messabweichungen sein“. Nun weiß man, worum es geht.

Streuungsursachen sind häufig nicht im Einzelnen bekannt. Im Qualitätsmanagement entscheidet aber die Prozessgesamtstreuung. Ihr Maß wird gemäß Fallrisiko gewählt (z.B. dreifache Standardabweichung). Erst aus dem Verhältnis dieses Maßes zum Minimum der zwei Abstände Grenzwert/Mittelwert ergibt sich der Wert der Qualitätsfähigkeitskenngröße. ISO 3534-2 bringt Prozessbeherrschung und Qualitätsfähigkeit mit Begriffen und Benennungen leider irreführend durcheinander.

Walter Geiger
QZ 09/2005, S. 6

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