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22.11.2011

Prozesseigenstreuung

„eigen“ lässt vermuten, dass nur unvermeidbare Zufallsursachen zur Prozesseigenstreuung beitragen. Diese Vermutung trifft bei der Prozesseigenstreuung zu. Bei den meisten in der Praxis vorkommenden Prozessen liefern jedoch erfahrungsgemäß zu-ordenbare andere Ursachen oft ganz erhebliche Beiträge zur Prozessstreuung. Diese ist dann größer, oft erheblich größer als die Prozesseigenstreuung wäre, wenn man sie realisieren könnte. Man nennt sie dann die „Prozessgesamtstreuung“. Es hat lange gedauert, bis diese Zusammenhänge richtig erkannt und auch normativ zweifelsfrei festgelegt waren. Bei deren Studium ist DIN 55319:2002-03 eine wertvolle Hilfe.

Nur wenn ein Prozess tatsächlich nur die Prozesseigenstreuung aufweist, darf man von einem „beherrschten Prozess“ sprechen. Allerdings ist dies nicht gerade einfach festzustellen. Wenn die Umstände oder die Abnehmer von Produkten dazu klare Aussagen verlangen, empfiehlt es sich daher, Regeln aufzustellen, wie man zu einer solchen Aussage kommt. Man sollte sie mit denjenigen abstimmen, die diese Aussage verlangen. Dabei darf ein sehr wichtiger Zusammenhang nicht übersehen werden:

C. F. Gauß fand auch das Abweichungsfortpflanzungsgesetz. Es gilt für Merkmalsketten. Durch Zusammenwirken der Einzelmerkmale entsteht das Schließmerkmal, etwa der Luftspalt eines Elektromotors, der Klemmverschluss einer Lippenstifthülse. Die zufälligen Abweichungen der Werte der Einzelmerkmale von ihren Sollwerten gleichen sich in der Merkmalskette gegenseitig umso besser aus, je größer ihre Anzahl ist. Das ist ein großer Vorteil, der wirtschaftlich kaum überschätzt werden kann.Im Qualitätsmanagement kommt es für einen Lieferanten essentiell darauf an, die Forderungen an jene Einheiten zu erfüllen, an denen die Kunden interessiert sind. Dazu gehören in der Regel viele Produktarten, auch Dienstleistungen. Verlangt ist also eine zufriedenstellende Qualitätsfähigkeit aller jener Prozesse einer Organisation, welche die für Kunden interessanten Einheiten erzeugen. Deshalb merke man sich über alle terminologischen Überlegungen hinaus: Verteilungskenngrößen eines betrachteten Merkmals liefern nur zusammen mit Einzelforderungen an dieses Merkmal eine Aussage über die Qualitätsfähigkeit jener Prozesse, um deren Qualitätsfähigkeit es geht. Streuungskenngrößen alleine können das niemals leisten.

Informationen zum Beitrag

Walter Geiger
QZ 06/2005, S. 8

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