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21.11.2011

Präzision

Ein terminus technicus kann als Fachbegriff eine andere Bedeutung haben als dasselbe Wort in der Gemeinsprache. Das kommt z.B. vor, wenn der betreffende Fachbegriff in einem Begriffsteilsystem steht wie die Präzision bei den drei nichtquantitativen Genauigkeitsbegriffen, die seit QZ 49 (2004) 8 im Rahmen dieser Rubrik behandelt werden.

„Vorne abgeschnitten“ ist die wörtliche Bedeutung des ursprünglich lateinischen Adjektivs „präzise“. Das Lexikon bietet „kurz und bündig“ als Übersetzung an. Das ist die gemeinsprachliche Bedeutung der Präzision: „Eindeutigkeit, Klarheit, Genauigkeit“ (Duden). Fachlich indessen ist Präzision neben der Richtigkeit nur eine der beiden Komponenten der Genauigkeit, nämlich die nichtquantitative Bezeichnung für das Ausmaß der gegenseitigen Annäherung voneinander unabhängiger Ermittlungsergebnisse bei mehrfacher Anwendung eines festgelegten Ermittlungsverfahrens unter vorgegebenen Bedingungen. Je kleiner deren Streuung ist, je größer also die gegenseitige Annäherung, umso präziser arbeitet das Ermittlungsverfahren.

Wer übrigens fachlich unter Präzision Ermittlungsunsicherheit versteht, was auch in der Literatur immer wieder fälschlich gesagt wird, schießt übers Ziel hinaus, weil er systematische Abweichungen vom richtigen Wert und damit die Richtigkeit einbezieht.

Insgesamt gilt: Richtig liegt, wer im Mittel die Wirklichkeit trifft. Je enger beieinander dabei die Ermittlungsergebnisse liegen, umso präziser arbeitet das Ermittlungsverfahren, auch wenn der Mittelwert wegen systematischer Abweichungen unrichtig ist.

Sind es böse Zungen, die behaupten, wir hätten hierzulande eine bemerkenswerte Fähigkeit entwickelt, Ziele zweifelhafter Richtigkeit mit ungeheurer Präzision zu verfolgen? Die Antwort kann offen bleiben. Die Frage selbst aber zeigt deutlich die Bedeutung der beiden nichtquantitativen Unterbegriffe zur Genauigkeit.

Informationen zum Beitrag

Walter Geiger
QZ 10/2004, S. 7

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