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21.11.2011

Musterprüfung

Nur wenige Begriffe werden fachlich so vielfältig (und zugleich homonym) benutzt wie die Musterprüfung. Das merkt man erst bei systematischer Sammlung der in vielen Branchen angewendeten Benennungen. Ihren verdichtet-normativen Niederschlag fand diese Sammlung in DIN 55350-15. Das ist eine jener nationalen Grundnormen, zu denen eine internationale Entsprechung fehlt. Eine bedeutsame Vorentscheidung über die Begriffsbedeutung ist in DIN 55350-17 zu lesen. Nur auf den ersten Blick ist sie trivial: Eine Musterprüfung ist demnach eine "Qualitätsprüfung an einem Muster". Es geht also um das Feststellen, inwieweit ein Muster die an dieses Muster gestellte Forderung erfüllt. Die jeweiligen Ziele und Randbedingungen der Musterprüfung ergeben sich dabei aus der Definition des betreffenden Musters. Dass aus dem "inwieweit" oft ein "ob" und damit aus der Qualitätsprüfung eine Qualifikationsprüfung werden kann, ist eine häufige Praxisanwendung bei vielen Arten von Musterprüfungen.

Ein Muster ist eine – meist materielle – Einheit, die einer Qualitätsprüfung aus besonderem Anlass unterzogen oder im Rahmen einer Qualitätsprüfung benötigt wird, letzteres z. B. für einen Vergleich von Merkmalswerten. Aufgeblähte Synonyme zu "Muster" wie "Prüfmuster", "Qualitätsmuster" oder "Spezialmuster" sind zu vermeiden. Im Hinblick auf den Entwicklungsstand der Realisierungseinrichtungen ist die Systematik von Mustern beachtenswert. An dessen Ende steht das Erstmuster. Es ist "ausschließlich mit den für die Serienfertigung vorgesehenen Einrichtungen und Verfahren unter den zugehörigen Randbedingungen" realisiert. Davor gibt es das Versuchsmuster, das Vormuster und das Zwischenmuster, danach das Wiederholmuster oder auch das Änderungsmuster. Diese genormten Doppelnamen haben also, im Gegensatz zu den erwähnten Synonymen, eine zuordenbare Bedeutung. Es erstaunt daher nicht, dass im Stichwortverzeichnis der Norm mehr als doppelt so viele Benennungen vorkommen, als durch die Norm mit spezifischer Bedeutung definiert sind.

Informationen zum Beitrag

Walter Geiger
QZ 11/2008, S. 11

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