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21.11.2011

Kenngröße

Braucht man einen Tiefenpsychologen? Er kann vielleicht die faszinierende Wirkung des Wortes „Kenngröße“ verstehen. Verheißt dieses Wort ungeahntes, umfassendes Wissen? Mehr Wissen als die Analyse von Merkmalen und ihren Werten?

Dagegen wirkt es schon sehr nüchtern, was zur Kenngröße durch normative Festlegungen gesagt ist: National ist sie eine „Funktion der Beobachtungswerte, die eine Eigenschaft der Häufigkeitsverteilung charakterisiert“. Ihr Zweck ist direkt erkennbar. International heißt sie „statistic“. Dort wird sie wissenschaftlicher erklärt: „Funktion der Stichproben-Zufallsvariablen“. Ihr Zweck wird erst in Anmerkungen erkennbar.

Kenngrößen wie x quer oder s gestatten die Schätzung von Parametern von Wahrscheinlichkeitsverteilungen, z.B. von μ oder σ². Deren Kenntnis führt zum richtigen Verteilungsmodell und zur Möglichkeit, verteilungsgerechte Analysen durchzuführen. In statistischen Tests dient eine Kenngröße als Prüfgröße. Mit ihr wird z. B. festgestellt, ob die in Wirklichkeit vorhandene Wahrscheinlichkeitsverteilung zur Nullhypothese gehört oder nicht. Es gibt also viele Probleme, die mit Kenngrößen (und nur mit diesen) zu lösen sind.
Vielleicht denkt man bei „Kenngröße“ auch an Qualitätskennzahlen (QKZ) und die von der DGQ seit zwei Jahrzehnten entwickelten QKZ-Systeme. Eine QKZ ist aber etwas anderes: Ein entsprechend dem ausgewählten QKZ-System ermittelter „relativer oder normierter Kennwert“, beispielsweise zur Beurteilung einer Serienfertigung.

Nennt man Merkmale „Kenngrößen“ und Merkmalswerte „Kennzahlen“, verlässt man nicht nur die international festgelegte Bedeutung dieser Wörter. Viel schlimmer ist, dass man damit indirekt auch alles Wissen über Merkmale, Merkmalswerte und ihre Zusammenhänge aufgibt. Da bringen auch neue Wörter dazu keine Besserung, z. B. „Metriken"“. Darauf kann man sich ohnehin kaum einen Vers machen.

Informationen zum Beitrag

Walter Geiger
QZ 10/2003, S. 970

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