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21.11.2011

Kalibrierung

"Das ist ein Gauner größten Kalibers!" Wer das sagt, hat den Gauner natürlich nicht kalibriert. Dennoch ist das Kaliber Grundwort zum fachlichen Tätigkeitswort. Auch der Begriff Kalibrierung ist von beachtlichem Kaliber. Allgemein geht es um das Feststellen, "wie richtig" eine Messeinrichtung anzeigt. Die normativ festgelegte Definition sagt es genauer: Es geht um das "Ermitteln der systematischen Messabweichungen einer Messeinrichtung unter vorgegebenen Anwendungsbedingungen ohne verändernden Eingriff in die Messeinrichtung". Oft wird das Ergebnis der Kalibrierung als "Kalibrierfaktor" angegeben oder für den ganzen Messbereich als "Kalibrierfunktion" oder "Kalibrierkurve". Ihr entnimmt man die dem jeweiligen Messwert hinzuzufügenden Korrektionen. Dieses Kalibrierergebnis wird auch "Korrektionstabelle" genannt. Die Kalibrierkurve sollte man keinesfalls "Eichkurve" nennen.

Ein hochaktueller und zugleich nicht unkomplizierter Fall ist eine spezielle Kalibrierfunktion im Grenzbereich von Messungen kleinster Größen. Dort geht es um die "Capability of detection", also um die Erkennungsfähigkeit mit den Begriffen Erkennungsgrenze, Erfassungsgrenze und Erfassungsvermögen. Ihre englischen Benennungen haben sechs, sieben und acht Wörter. Die Bedeutungen dieser drei Begriffe kann man in DIN ISO 11843-1:2004-09 studieren. Diese internationale Norm ist mit nur redaktionellen Änderungen aus DIN 55350-34 entstanden. Die Kalibrierfunktion im Grenzbereich der Erkennungsfähigkeit ist Schlüssel zur quantitativen Ermittlung der mit diesen drei Begriffen definierten Größen. Kennen Sie die?

Die bald auch im Deutschen Normenwerk verfügbare Norm ISO 3534-2, Statistics – vocabulary and symbols – Part 2: Applied statistics, geht sogar so weit, die Kalibrierung begrifflich nur für den Sonderfall des Systems der Erkennungsfähigkeit zu betrachten. Das liegt vielleicht an der besonderen Bedeutung für viele Grenzgebiete wie etwa die Umweltschutztechnik. Bei ihr geht es vielfach um die Ermittelbarkeit kleinster Größen von Fremdstoffen.

Informationen zum Beitrag

Walter Geiger
QZ 10/2006, S. 11

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