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18.11.2011

Fehler

Fehler sollte man vermeiden. Das lernt man schon in der Schule, auf dem Tennisplatz, beim „Abseits“ kurz vor dem Torschuss. Das BGB hat deshalb vorausgesetzt, dass jeder weiß, was ein Fehler ist. Die Technik hat es sich nicht so leicht gemacht. Sie hat darüber sinniert, ob nur die Nichterfüllung einer festgelegten Forderung ein Fehler sei oder die Nichterfüllung jeder Forderung, woher sie auch kommen mag.

Das Ergebnis der Überlegungen dazu wird erst Ende dieses Jahres international gelten. Es lautet: Wo eine Forderung oder Erwartung bestand, ist deren Nichterfüllung ein Fehler. Das ist zwar eine überfällige Berücksichtigung von Kundenzufriedenheit deshalb, weil es heute angesichts der immer komplexer werdenden Technik kaum noch einen Kunden gibt, der fachkundig genug wäre, um alle Einzelforderungen zu formulieren, deren Erfüllung nötig ist, um ein für seine Anwendung zufriedenstellendes Produkt zu realisieren. Diese neue Auffassung ist aber zugleich extrem revolutionär. Noch vor 20 Jahren war ausgemacht: Was der Kunde fordert, erfüllen wir, was er nicht gefordert hat, das kann er auch nicht reklamieren. Der Übergang von der einen zur anderen Auffassung ist schwierig. Dabei muss hier die ebenfalls schwierige Frage offen bleiben, was geschehen muss, wenn ein Fehler entstanden ist.

Kehren wir zum BGB zurück, das den Mangel in seinem §459 dadurch als Unterbegriff des Fehlers definiert, dass dieser „den Wert oder die Tauchlichkeit zu dem gewöhnlichen oder dem nach dem Vertrage vorausgesetzten Gebrauch aufhebt oder (nicht unerheblich) mindert“. Diese gesetzliche Fetlegung ist unabhängig vom betroffenen Merkmal. Im Produkthaftungsgesetz hätte der als „defect“ bezeichnete, die Sicherheit beeinträchtigende Mangel auch „Mangel“ genannt werden müssen. Dass er „Fehler“ genannt wurde, bringt alles durcheinander.

Walter Geiger
QZ 09/2000, S. 1082

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