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15.12.2011

Fähigkeitsverbesserung oder Qualitätsverbesserung (Diskussion)

Auch wenn sie aus vielerlei Gründen den Weg in Fachsprache, Normen und sogar Gesetze gefunden haben – nicht alle Fachbegriffe des Qualitätsmanagements sind wirklich zweckmäßig. In Ergänzung zu unserem "Terminus technicus" behandeln wir von Zeit zu Zeit solche Benennungen oder Begriffe, die einer Harmonisierung aller QM-Begriffe entgegenstehen. Unser Experte der QM-Terminologie wählt sie aus, erläutert sie und stellt sie zur Diskussion.

Diese fünfte Diskussionskolumne schließt sich eng an die vom Januar 2009 an. Dort ging es um die Frage ""Fähigkeitssicherung" oder "Qualitätssicherung"?". Im Hinblick auf die sich fast aufdrängende Analogie sei deshalb die zugehörige Grundregel für diese Benennungsharmonisierung zitiert. Sie ist uralt und findet sich unter A.2 des Anhangs A zu DIN EN ISO 9000:2005-12 als zweiter Satz im ersten Absatz. Sie lautet: "Für jede Sprache ist die für ein weitgehendes Verständnis des Begriffs in dieser Sprache am besten geeignete Benennung zu wählen, also keine lexikongetreue Übersetzung". Diese Benennungsregel für eine in das Deutsche Normenwerk zu übernehmende internationale Norm ist das normativ vorgegebene Anliegen der in diesen Diskussionskolumnen erläuterten terminologischen Harmonisierung. Nichts anderes. Diese Harmonisierung ist nötig wegen des 1972 durch die EOQ bewerkstelligten Übergangs von einem absoluten Begriff Qualität (Erfüllung der Forderungen) auf einen relativen Begriff Qualität (Realisierte Beschaffenheit bezüglich geforderter Beschaffenheit). ISO/TC 176 hatte nach der Gründung 1979 die Glossary-Terminologie bekanntlich weitgehend übernommen.

Qualitätsverbesserung ist definiert als "Teil des Qualitätsmanagements, der auf die Erhöhung der Eignung zur Erfüllung der Qualitätsforderungen gerichtet ist". Der zweite Teil dieser Definition ab "Eignung" ist die Definition des Begriffs Fähigkeit. Sie lautet vollständig: "Eignung einer Einheit zum Realisieren eines Produkts, das die Forderungen an dieses Produkt erfüllen wird". Warum ISO/TC 176 nicht regelgerecht die Benennung "Fähigkeit" dieses in die Definition des Begriffs Qualitätsverbesserung einbezogenen Begriffs benutzt hat, sondern ihre – ziemlich verstümmelte – ganze Definition, ist unbekannt. Die Definition des Begriffs Qualitätsverbesserung wurde dadurch unnötig aufgebläht. Die anstatt der Benennung "Einheit" des aus ISO 9000 verschwundenen Grundbegriffs verwendete Beispielaufzählung ist eine weitere, die Definition erheblich aufblähende Komponente. Zudem ist wohl übersehen worden, die (in ISO 9000 nicht mehr existierende) Qualitätsforderung in Forderung zu ändern. Regelgerecht ist die gemeinte Definition des Begriffs Qualitätsverbesserung wesentlich kürzer. Sie lautet: "Teil des Qualitätsmanagements, der auf die Erhöhung der Fähigkeit gerichtet ist".

An diesem Beispiel erkennt man die Folgen, wenn ein Normungsgremium die vorgegebenen Regeln nicht einhält: Eine für die Weiterbildung bedeutsame Folge ist: Der mit der Terminologie (noch) nicht voll vertraute Anwender erkennt möglicherweise nicht einmal, dass die Definition des Begriffs Fähigkeit in diese Definition des Begriffs Qualitätsverbesserung einbezogen ist. Erfreulicherweise ist wiederum zu konstatieren: Eine Definitionsänderung des Begriffs Qualitätsverbesserung ist unnötig. Die Benennungsänderung indessen ist zusammen mit den anderen

Informationen zum Beitrag

Walter Geiger
QZ 04/2009, S. 9

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