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25.10.2011

Abweichungsgenehmigung

Eine Abweichung ist allgemein der "Unterschied zwischen einem Merkmalswert und einem Bezugswert". Bei quantitativen Merkmalen, um die es bei Abweichungsgenehmigungen meist geht, ist die Abweichung noch einfacher definiert als "Merkmalswert minus Bezugswert". Abweichungen sind wegen der Streuung von Merkmalswerten in einer Serie unvermeidbar. Bei Passungsmaßen sind Abweichungen in speziellen Fällen (bei Übermaßpassungen) sogar unabdingbar, um die Forderung zu erfüllen. Die Genehmigung einer Abweichung steht also erst dann in Frage, wenn diese über Grenzabweichungen hinausgeht. Dabei ist eine Grenzabweichung - und das gilt ausnahmslos - "Mindestwert minus Bezugswert" und/oder "Höchstwert minus Bezugswert". Bezugswert bei einer Einzelforderung an die Werte eines Qualitätsmerkmals kann der Sollwert oder der Nennwert sein. Davon zu unterscheiden ist übrigens der Bezugswert im Zusammenhang mit der Genauigkeit. Dieser kann je nach Vereinbarung der wahre Wert, der richtige Wert oder der Erwartungswert sein.

Bis zur Herausgabe von ISO 9000:2000 hieß die Abweichungsgenehmigung (in DIN EN ISO 8402, Nr 4.16 und bei der DGQ) "Sonderfreigabe (vor Realisierung)". Diese bezieht sich stets auf ein Produkt. Angemerkt war, dass sie eine "Änderung der Qualitätsforderung (im Voraus) und damit eine Maßnahme der Qualitätsplanung" sei. Man vermied gezielt eine wörtliche Übersetzung der seit 1976 unverändert bestehenden englischen Benennung "deviation permit". Man wollte erreichen, dass sie im Deutschen keine unrichtigen gedanklichen Vorstellungen über die im Allgemeinen unvermeidbare und gesetzmäßige Entstehung von Abweichungen und deren damit auch unvermeidbares Vorkommen zur Folge hat. Es ist anzuraten, das auch künftig zu beherzigen. Es geht eben nicht gemeinsprachlich um die Abweichung von einer Forderung, sondern fachlich um die Genehmigung ihrer Nichterfüllung.

Informationen zum Beitrag

Walter Geiger
QZ 04/2003, S. 272

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