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15.11.2011

100%-Prüfung

Prüfungen sind oft Schreckensereignisse. Man sollte schon vor einer Prüfung möglichst viel über sie wissen. Das hängt auch mit ihrem Namen zusammen, der Benennung. Diese selbst sagt oft nicht, was wissenswert ist. Zum Beispiel ist "100%" vermutlich "alles". Aber von was wird "alles" geprüft? Erst die Definition zeigt, was geprüft wird. Logisch ist es aus der Benennung nicht abzuleiten. Man muss lernen, was der Begriff meint. Auch bei vielen anderen Begriffen.

Die 100%-Prüfung ist ein normativ festgelegter Begriff. Er meint eine "Qualitätsprüfung an allen Einheiten eines Prüfloses". Bis vor 34 Jahren hieß die "100%-Prüfung" noch "Vollprüfung". Sie hatte dieselbe Definition wie jetzt die 100%-Prüfung. Ursache für die Namensänderung 1974 war die häufige Verwechslung mit jener Prüfung, die heute "vollständige Qualitätsprüfung" heißt. Bei dieser bezieht sich das "Voll-" auf die Gesamtheit aller Qualitätsmerkmale. Das sind inhärente Merkmale der Beschaffenheit einer Einheit, zu der eine Forderung besteht. Daraus folgt, hier nun streng logisch: Eine vollständige Qualitätsprüfung kann an einer einzelnen Einheit durchgeführt werden, aber auch als 100%-Prüfung. Ein weiterer Unterbegriff ist die Klassierprüfung. Sie ist eine 100%-Prüfung, bei der die geprüften Einheiten entsprechend den Ermittlungsergebnissen zur weiteren Verwendung in Klassen eingeordnet werden. Ihr geht die Klassenbildung voraus, durch welche der Wertebereich eines Merkmals in Teilbereiche aufgeteilt wird, die einander ausschließen und den Wertebereich vollständig ausfüllen. Beim Alternativmerkmal sind nur zwei Klassen erforderlich, weil die Unterscheidung zwischen zugelassenen und nicht zugelassenen Werten des Merkmals ausreicht.

Damit hängt ein weiterer wichtiger Unterbegriff der 100%-Prüfung zusammen: die Sortierprüfung. Man könnte diese auch als "nichtquantitative Klassierprüfung" bezeichnen oder als "Alternativprüfung". Beides ist aber unüblich. Zu dieser oft angewendeten Prüfungsart ist viel zu sagen. Es lohnt sich also eine weitere eigenständige Begriffskolumne dafür.

Walter Geiger
QZ 03/2008, S. 12

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