nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
QZ 03/2016

Qualität nur über Qualifikation!

Weshalb Aus- und Weiterbildung das Q-Image Deutschlands prägen

Bild: © Peter Winandy

Prof. Dr.-Ing. Robert Schmitt, geb. 1961, ist Inhaber des Lehrstuhls für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement sowie Direktor des Werkzeugmaschinenlabors (WZL) an der RWTH Aachen. Zudem ist er Direktor am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (IPT) in Aachen.

Qualität wird hierzulande häufig als Kernbegriff des ‚Made in Germany‘ verstanden. Legt man Garvins acht Dimensionen der Qualität als Maßstab an, so überzeugen Produkte deutscher Herstellung insbesondere in den Bereichen der Leistung, Ausstattung, Zuverlässigkeit und des Qualitätsimages. Sie punkten in Innovation, Modernität und technologischer Führerschaft oder der Beherrschung komplexer technischer Sachverhalte. Also alles in Ordnung?

Diese Qualitätsdimensionen entbehren zumindest eines Aspekts, nämlich der Nachhaltigkeit. Im Dreisäulenmodell der Nachhaltigkeit werden nach OECD-Standards die Ökonomie, die Ökologie und die soziale Nachhaltigkeit gleichermaßen ausbalanciert. Europäische OECD-Studien weisen nach, dass deutschen Produkten günstige Lebenszykluskosten zugesprochen werden, Deutschland als eine der grünsten Industrienationen der Welt wahrgenommen wird, und auch in den sozialen Aspekten liegt Deutschland im Better-Life-Index weit vorne.

Ein umfassender Qualitätsanspruch ...

Umso mehr ist ein umfassender Qualitätsanspruch in den Unsicherheiten der aktuellen Situation Verpflichtung. Denn die positiven Bewertungen hinsichtlich nichtpreislicher Wettbewerbsfähigkeit resultieren aus dem Qualitätsvorsprung unseres Standorts. Hierzu zählen das Qualifikationsniveau der Arbeitskräfte, die Infrastruktur, das Umfeld für Forschung, Entwicklung und Innovation, das regulative Umfeld, ein flexibles Arbeitsrecht sowie Stabilität und Transparenz des politischen und rechtlichen Ordnungsrahmens. Doch schon ein Blick in die unmittelbar an Europa angrenzenden Regionen zeigt eine große Heterogenität hinsichtlich der Verteilung der Rohstoffe, der Verteilung des Wohlstands, des Zugangs zu einem qualifizierten Arbeitsmarkt oder der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten – alles Aspekte von Zukunftsfähigkeit.

Schon lange bezieht sich der Erhalt der Qualitätsfähigkeit auf die Integration von Wertschöpfungsketten über Landesgrenzen hinweg. In einer Zeit abnehmender inländischer Wertschöpfungstiefe unserer Produkte und sich gleichzeitig rückentwickelnder Globalisierung liegt die Chance von Unternehmen darin, die Teilhabe vieler an Wertschöpfung zu organisieren. Einige Staaten verlangen bereits, Wertschöpfung in den eigenen Grenzen zu betreiben, um endlich berufliche und soziale Chancen für formal hoch qualifizierte Menschen zu schaffen. Das geschieht nicht ohne Anpassung, daher gehört zunehmend zu Großprojekten die Einrichtung von Aus- und Weiterbildungseinheiten zwingend dazu. Hier könnten qualitätsorientierte Unternehmen punkten.

... schließt auch Qualifikation mit ein

Denn auch darin liegt Qualität: Menschen für zukünftige Aufgaben zu qualifizieren, sie in die Erfordernisse der Arbeitswelt zu integrieren, ohne den eigenen Anspruch zu senken, ein Verständnis über Wertschöpfungsketten zu erzeugen und Beschäftigungsfähigkeit nicht lokal zu sehen, sondern als verbindende Aufgabe zu verstehen. Das Erfolgsmodell des dualen Ausbildungssystems, der verbandsorganisierten Weiterbildung und der unkomplizierten Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen eröffnet hier echte Chancen eines Exportmodells. Dazu sind mehr Investitionen in Bildung und Weiterbildung notwendig, innerhalb und auch außerhalb unserer Grenzen, um aus erfolgreichen Beispielen lernen zu können.

Aus der betrieblichen Perspektive sind dies Grundlagen und Techniken, die sich aus einem qualitätsorientierten Produktionsverständnis entwickeln. Genauso entscheidend ist die Führungsperspektive, mit Mut eine Balance zwischen den Werten und Überzeugungen eines Unternehmens und den Zielen und Strategien zur Bewältigung konkreter Krisensituationen herzustellen. Qualität ist eben eine Geisteshaltung. Und einer der zentralen Begriffe der Qualität ist Stabilität. Jetzt ist die Zeit, diesen Anspruch nicht nur in unseren Unternehmen, sondern besonders mit ihrer Hilfe Wirklichkeit werden zu lassen.

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
keine Kommentare
Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
Hilfe

Haben Sie Fragen zur Onlinekennung und der freien Verfügbarkeit von Online-Fachbeiträgen, dann wenden Sie sich bitte per E-Mail an:
abo-service@hanser.de

Aktuelle Kommentare
Artikelsponsoring

Möchten Sie einen Fachbeitrag freischalten lassen, haben Sie Fragen oder wünschen Sie ein Angebot, dann wenden Sie sich bitte per E-Mail an:
petra.dregger@hanser.de