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QZ 02/2019

Menschliche Fähigkeiten richtig nutzen

Warum auch in Zeiten von Industrie 4.0 Menschen wichtig bleiben

© privat

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Herbert Schnauber, vormals Professor und Lehrstuhlinhaber am Institut für Arbeitswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, ist im Auftrag des DGQ-Vorstands Herausgeber der QZ. Als langjähriges Vorstandsmitglied der DGQ bezieht er Stellung zu aktuellen Qualitätsthemen. Seine Kontakte zu zahlreichen Organisationen der Industrie, des Handels, der Dienstleistung und des öffentlichen Dienstes erlauben ihm einen unverstellten Blick hinter die Kulissen.

Die derzeitige Marktsituation ist gekennzeichnet durch einen raschen Wandel der Nachfragestruktur. Die Folge sind kurze Produktinnovationszyklen, die sich zudem noch in einem erhöhten Bedarf an kundenspezifischen Varianten und kurzen Lieferzeiten äußern. Neben der dringend gebotenen Produktionsflexibilität gilt es heute mehr denn je, die Qualität von Produkten und Dienstleistungen als strategische Waffe im Kampf um Märkte und Marktanteile einzusetzen.

Den Menschen und seine Fähigkeiten ...

Das Beherrschen moderner Produktionsprozesse durch die Einführung neuer Technologien im Produktionsbereich, aber auch die Anpassung der Produktionssysteme an sich ändernde Marktsituationen (z.B. im Sinne einer deutlich gesteigerten Flexibilität und verbesserten Qualität) erfordern einen Rückkopplungsprozess von Technikentwicklung und Qualifikation. Das setzt neben dem Einsatz von Technik (insbesondere von Informations- und Kommunikationstechnik) eine gezielte Arbeitsorganisation voraus.

Neben technischen und wirtschaftlichen Betrachtungen spielen in allen Unternehmen auch die sozialen Komponenten eine produktivitätsbestimmende Rolle. "Mehr und mehr ist der Mensch zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden, von dem der wirtschaftliche Erfolg technischer und arbeitsorganisatorischer Innovationen abhängt", so der ehemalige BDA-Präsident Klaus Murmann.

Geeignete Organisationsstrukturen, aber auch entsprechende Methoden der Mitarbeiterführung und -qualifizierung sind zu praktizieren, um eine motivierende und ressourcenschöpfende Beteiligung der Mitarbeiter zu erreichen. Solch ein Führungsstil stellt deutlich höhrere Anforderungen an die Mitarbeiter, an deren Motivation und an deren Lernbereitschaft. Aber auch an das Management, das einen kooperativen Führungsstil praktizieren muss. Und nicht zuletzt an die Organisation, in der Teambildung bewusst gefördert werden sollte. Es ist davon auszugehen, dass nur in dezentralen Organisationseinheiten die notwendige Anpassungsfähigkeit, Vielseitigkeit und Flexibilität entwickelt werden kann, um im Zuge des technischen, organisatorischen und sozialen Wandels auch in unterschiedlichen Märkten bestehen zu können. Die jeweils adäquaten Voraussetzungen auch hinsichtlich der Qualifikation der Mitarbeiter sind zu nutzen.

... optimal in Produktionssysteme einbinden

Die menschlichen Fähigkeiten in einer angemessenen Weise einzusetzen, ist Gegenstand einer fortschrittlichen Produktions- und Arbeitssystemgestaltung. Diese führt zu mehr Flexibilität und erzeugt letztlich Qualität. Den Themen Industrie 4.0, Digitalisierung und Roboternutzung wird immer mehr Aufmerksamkeit im Hinblick auf die Zukunft menschlicher Arbeit gewidmet. Eine intelligente Kombination menschlicher und technischer Stärken kann der zunehmenden Komplexität von Produkten, dem hohen Qualitätsanspruch und der erforderlichen Flexibilität gerecht werden.

Zweifelsfrei sind manche Qualifikationen in Zukunft nicht mehr nötig. Dann entfallen zugleich die einfachen, den Menschen übermäßig belastenden und wenig erfüllenden Tätigkeiten. Stattdessen werten höherwertige Arbeitsinhalte in Kombination mit maschineller Unterstützung die Arbeit des Menschen auf. Der Mensch jedoch wird Herr des Verfahrens bleiben.

Ängste zu schüren, macht wenig Sinn. Vielmehr gilt es, auch im Zeitalter von Industrie 4.0 auf die positiven Effekte zu verweisen, die sich durch moderne Arbeitssysteme verwirklichen lassen. "Es ist wichtig zu verstehen, dass es bei dieser Technologie nicht um das Ersetzen von Menschen geht. Es geht darum, die Stärken von Menschen und Robotern optimal zu nutzen, um höhere Stufen der Effizienz und Produktion zu erklimmen, als dies der Mensch oder der Roboter auf sich allein gestellt können", so Professor Julie Shah, Interactive Robotics Group, MIT.

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