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QZ 05/2018

Normungsarbeit lebt vom Mitmachen

Trends für den Wirtschaftsstandort Deutschland erkennen und beeinflussen

Normen und Standards fördern den reibungslosen Handel und nützen der deutschen Exportwirtschaft. Über die aktive Unterstützung des Deutschen Instituts für Normung (DIN) wirkt die DGQ daran mit, dass die qualitätsrelevante Kompetenz Deutschlands bei internationalen Normungsvorhaben vertreten ist. Sie leistet ihren Beitrag, um positive Rahmenbedingungen für den deutschen Wirtschaftsstandort zu erhalten und "Qualität made in Germany" zu fördern. Das DGQ-Netzwerk profitiert von der Normungsarbeit, weil es umgehend über die relevanten Entwicklungen und Ergebnisse informiert wird. Auch den Qualitätsfachleuten in den Unternehmen nutzt dieses Engagement: Sie erhalten in DGQ-Weiterbildungsveranstaltungen aktuelle Informationen aus erster Hand.

Thomas Votsmeier (© DGQ)

Thomas Votsmeier (© DGQ)

Thomas Votsmeier ist Leiter Normung / Internationale Kooperationen bei der Deutschen Gesellschaft für Qualität e.V. Er vertritt die DGQ bzw. das DIN sowie die EOQ in verschiedenen nationalen und internationalen Normungsgremien.

Deutsche Normungsgremien ...

Besonders im Bereich der industriellen Produktion spielen QM-Normen und -Standards schon immer eine wichtige Rolle. Seit Einführung der ISO 9000-Normenfamilie Ende der 80er-Jahre ist ein Trend zu beobachten: Die deutsche Industrie zieht sich sukzessive aus der aktiven Beteiligung an den Managementsystem- und QM-relevanten Normungsgremien zurück. Währenddessen verstärken einige Länder, darunter China und einige amerikanische Staaten, ihre Aktivitäten und engagieren sich bei der Gestaltung internationaler Standards. Damit bringen sie ihre nationale Sicht sowie ihre Interessen ein (etwa China mit der Strategie "Made in China 2025") und können Regelwerke in diesem Sinn beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, dass sich in der deutschen Industrie wieder mehr Experten finden, die sich aktiv in Normungsgremien einbringen.

Ein weiterer Trend betrifft die stärkere Ausdifferenzierung von Managementsystemnormen. Immer mehr branchen- und disziplinspezifische Normen entstehen: innerhalb des ISO-Systems, aber auch außerhalb durch Branchenstandards. Dies erhöht – auch in Verbindung mit der wachsenden gesetzlichen Regelungsdichte – die Komplexität für betroffene Anwenderorganisationen. Dies kann zu deren Überforderung und zum Akzeptanzverlust von Managementsystem-Normen führen. Gemeinsam mit DIN streben wir an, generische Regelungen zu entwickeln, die bei der Umsetzung für die Organisationen Freiheiten und Interpretationsspielräume schaffen – zur Unterstützung des nachhaltigen Organisationserfolgs. Diese Sichtweise hat sich zunächst in ISO 9001:2015 und jetzt auch in ISO 9004:2018 niedergeschlagen. Es ist spannend zu beobachten, inwieweit die Umsetzung der Anforderungen der Managementsystem-Normen in den nächsten Jahren so erfolgt, wie es vom Normgeber beabsichtigt ist.

... brauchen Experten mit Augenmaß

Normung mit Augenmaß ist ein weiteres Anliegen der DGQ. Das bedeutet die Abkehr von Formalismen, Bürokratie und zu viel Dokumentation. Normung sollte sich auf das zur Zielerreichung Notwendige konzentrieren und dabei letztlich immer auf die Qualitätsfähigkeit und Unterstützung nachhaltigen Unternehmenserfolgs abzielen. Überflüssige Normen zu verhindern ist dabei auch eine Facette, die an Bedeutung zunimmt.

Normen und Standards müssen sich ändernden Rahmenbedingungen und Anforderungen anpassen, um relevant zu bleiben. Und so gilt: Nach der Revision ist vor der Revision. Im Hinblick auf die Kernnormen der ISO 9000-Reihe ist es nun an der Zeit, Trends und Themenfelder zu identifizieren, die im nächsten Normungszyklus relevant werden könnten. Gute Normungsarbeit, die am Puls der Zeit bleibt und zeitgemäße Vorgaben entwickelt, ist auf das Engagement zahlreicher Beteiligter angewiesen. Sie lebt vom Mitmachen . Jede interessierte Partei kann sich einbringen. Die DGQ arbeitet daran, ihr Netzwerk an Normungsexperten auszubauen, und ist immer offen für Interessenten, die sich in diesem Bereich ehrenamtlich engagieren. Doch nur wer mitmacht, kann die Normen von morgen mitgestalten!

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