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QZ 08/2018

Compliance erfordert Courage

Im Spannungsfeld zwischen Tun und Lassen

"Compliance" ist Ein großes Wort, von zahlreichen, meist größeren Unternehmen offensiv proklamiert. Wirtschaftsskandale wie die Dieselaffäre, der Datenskandal bei Facebook oder illegale Absprachen im Bankensektor legen jedoch nahe, dass Compliance-Vorgaben in der Praxis nicht immer ernst genommen werden. Offensichtlich haben Compliance-Management-Systeme (CMS) – sofern vorhanden – Organisationen vielfach nicht vor Schaden bewahren können. Dabei werden Compliance-Brüche stets bitter geahndet: Es dauert oft Jahre, bis die Reputation und damit das Vertrauen der Öffentlichkeit und von Kunden wiederhergestellt ist.

Dipl.-Kffr. Angelika Müller (© Sollence)

Dipl.-Kffr. Angelika Müller (© Sollence)

Dipl.-Kffr. Angelika Müller ist Geschäftsführerin der Sollence GmbH. Als zertifizierte Risikomanagerin, geprüfte Fachberaterin für Dienstleistungs-Excellence, Excellence-Auditorin der DQS und Mitglied des Vorstands der DGQ unterstützt sie seit vielen Jahren erfolgreich Organisationen in ihrer Entwicklung.

Definierte Compliance-Prozesse haben nicht nur den Nutzen, nationale bzw. internationale Rechtssicherheit in einem Unternehmen zu gewährleisten. Oder sicherzustellen, dass sich Mitarbeitende an organisationseigene Vorgaben und Branchenstandards halten. Über ein gelebtes Wertesystem steht Compliance für einen bedeutenden Teil der Unternehmenskultur und damit die organisatorische Ethik . Diese zeigt sich in der persönlichen Akzeptanz eines CMS und der damit verbundenen Denkweise sowie dem konkreten Verhalten der Belegschaft. Compliance stärkt die Reputation in der Innen- und Außenwirkung einer Organisation und trägt zum Unternehmenserfolg bei. Nicht zu vergessen: Ein nachweislich funktionierendes und wirksames CMS kann sogar ein Wettbewerbsvorteil im Zuge der Auftragsvergabe sein.

Proaktive Prävention …

Das heißt nicht, dass Unternehmen keine Risiken mehr eingehen sollten. Im Gegenteil ist dies für jedes unternehmerische Denken und Handeln und damit letztendlich für den nachhaltigen Unternehmenserfolg unabdingbar. Ein CMS unterstützt sogar dabei, Risiken zu identifizieren. Deshalb macht die Verbindung mit einem etablierten Risikomanagementsystem sowie einem internen Kontrollsystem (IKS) Sinn. Dazu gehören leistungsfähige interne und externe Informations- und Kommunikationsstrukturen.

Compliant zu handeln, bedeutet auch einen verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit unternehmensinternen Informationen, mit Daten von Mitarbeitenden und Kunden oder auch mit unternehmenseigenen Vorgaben. Verantwortungsvoll in dem Sinne, dass dem Unternehmen durch das Verhalten der agierenden Personen kein Schaden zugefügt wird – sei er wirtschaftlicher oder gar existenzbedrohender und nachhaltig rufschädigender Art. So bleiben unternehmerische Risiken kalkulierbar.

… statt blindem (Re-)Aktionismus!

Eine Grundvoraussetzung für ein leistungsfähiges und vor allem nachweislich wirksames CMS ist, dass sich die Führungsebene und alle Mitarbeitenden einer Organisation damit identifizieren. Sie müssen bewusst, verantwortungsvoll und sichtbar nach den Regeln handeln. Die Existenz von Compliance-Richtlinien und Schulungsprogrammen oder der Einsatz von Compliance-Officern führen nicht per se zu einer Verhaltensänderung im Unternehmen. Auch nicht bei Unternehmen, die hierfür ISO 19600 zugrunde legen. Vielmehr muss die Führung für alle Beteiligten nachvollziehbare und einhaltbare Regeln definieren – und diese auch selbst einhalten.

Unabdingbar ist auch die Festlegung von Compliance-KPIs, die die Steuerung und Bewertung von Compliance-Prozessen unterstützen. Das funktioniert aber nur, wenn transparente Compliance-Prozesse festgelegt sind, die systematisch dargestellt werden. Dadurch ist eine Organisation dafür gerüstet, Handlungsbedarf zu erkennen und in der Folge konkrete und wirksame Maßnahmen zu konstituieren. Gerade mangelnde Überwachung von CMS ist ein bequemes Schlupfloch für Personen, die non-compliant handeln.

Compliance erfordert Mut – allen Widrigkeiten zum Trotz! Und Courage, sich an die eigenen Compliance-Vorgaben zu halten bzw. sich Verstöße ehrlich einzugestehen – und Compliance beherzt wiederherzustellen.

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Unternehmensinformation

Sollence GmbH

Steinstraße 137
DE 47798 Krefeld
Tel.: 02151 537639-0

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