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QZ 09/2018

Made in Europe – der nächste logische Schritt?

Für eine europäische Dachmarke und wider nationale Alleingänge

Deutschland beruft sich seit Jahrzehnten zu Recht auf die weltweit geachtete Spitzenqualität seiner Erzeugnisse und Dienstleistungen. Viele deutsche Firmen genießen ein außerordentlich hohes Ansehen, überall auf dem Globus verteilt. Auch im unmittelbaren Umfeld Deutschlands wird genauso viel Wert auf Qualität gelegt wie hierzulande. Denken wir an Österreich, die Schweiz oder auch an unsere skandinavischen Freunde. Wir alle sind weltweit führend in Qualitätsfragen. Doch wie wahrscheinlich ist es, dass wir im internationalen Wettbewerb auch in Zukunft mit dem Qualitätssiegel "Made in Germany" national durchkommen? Sollten wir nicht größer denken?

© DGQ

© DGQ

Armin Schuster ist seit 2009 Obmann für die Innenpolitik der Unionsfraktion. Seine politischen Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der inneren Sicherheit. Seit 2014 gehört er dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) an.

Sollten sich die Europäer gemeinsam ...

Wir befinden uns besonders handelspolitisch in einer außergewöhnlich unruhigen Phase. Es tauchen Konfliktlinien auf, die wir bisher eigentlich nur im Reich der Theorie vermuteten, die sich aber Tag um Tag weiter manifestieren. Die Rede ist von neuen amerikanischen versus unveränderten deutschen und europäischen Interessen. Ein Handelskrieg steht bevor – oder ist bereits in vollem Gange. Strafzölle, wie sie die US-amerikanische Regierung im Mai dieses Jahres auf Stahl- (25 Prozent) und Aluminiumimporte (10 Prozent) verhängt hat, und die Reaktion der Europäischen Union darauf (Strafzölle auf Whiskey, Jeans und Motorräder aus den USA) zeigen, dass sich die Spirale eher nach oben dreht. In jedem Fall ist es ein Wettbewerb – ein beinharter Wettbewerb, der unsere ökonomischen Grundfesten erschüttern könnte.

Die Briten haben mit dem Brexit das Potenzial, zum Musterbeispiel eines nationalen Alleingangs in diesem erbarmungslosen Wettbewerb zu werden. Für den Fall, dass Großbritannien aus der Europäischen Union austritt, segelt es künftig in Einzelfahrt auf den umkämpften Weltmeeren, gegen den gesamten Fernen Osten, die USA, die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) und vielleicht auch gegen Teile der Europäischen Union. Ob die Briten unter diesem enormen Druck allein mit englischer Qualität reüssieren können, darf zumindest angezweifelt werden.

... im Bereich der Qualität positionieren?

Wie könnte eine europäische Antwort auf diese Wettbewerbsentwicklung lauten? Ich meine: In absehbarer Zeit muss sich auf dem Fundament der vorhandenen nationalen Qualitätsstandards zusätzlich eine gemeinsame europäische Dachmarke hinzugesellen. Wir müssen etwas weiter in die Zukunft schauen, um diese Notwendigkeit erst einmal zu begreifen. Denken wir an unser Europa in 30 Jahren. Wenn der Konkurrenzkampf mit den anderen Regionen der Welt in der Form weitergeht wie im Moment, kann langfristiger wirtschaftlicher Erfolg nur über gemeinsame Qualitätsmaßstäbe funktionieren.

Gerade jetzt steht Europa am Scheideweg. Gerade jetzt ist der Zeitpunkt, für gemeinsame Qualitätsstandards "Made in Europe" zu werben. Deswegen sollte die Bundesrepublik Deutschland zusammen mit Österreich und der Schweiz einen europäischen Qualitätsverband forcieren und die internationale Kooperation verstärken, um Europa zukunftsfest zu machen. Dieser Gedanke ist sicher provozierend, und gerade deshalb freue ich mich auf Ihre Meinung!

2 Kommentare
  • 08.10.2018 von Zwingend logisch, aber machbar?

    Sehr geehrter Herr Armin Schuster!
    Ihr Gedanke ist rational gefasst, kühl und trocken formuliert. Allein daran kann ich nichts Provozierendes erkennen. Ich teile Ihre Stellungnahme für eine europäische Dachmarke.
    Angesichts der „neuen politischen Wirklichkeit“ halte ich diesen Denkansatz für eine glatte Notwendigkeit!
    Nur: in der Umsetzung scheint mir die Herausforderung übergroß zu sein. Es gibt ein signifikantes Leistungsgefälle innerhalb Europas, sehr unterschiedliche Mentalitaeten und ein derzeit zerstrittenes Europa.
    Mit den deutschsprachigen Ländern einen Qualitätsverband zu starten, der sich zum Ziel setzt, diese herkulische Aufgabe anzugehen, ist ein guter erster Schritt. Und aus heutiger Sicht zählt nur dieser erste Schritt. Somit ist mit Ihrem Artikel ein Anfang gemacht, ein sehr unterstützungswürdiges, europäisches Projekt ist – zumindest gedanklich - auf den Weg gebracht. Sehr viel harte Arbeit und Mühe wird folgen müssen.
    Mit den besten Wünschen und Grüßen GD

  • 17.09.2018 gemeinsamer Q-Standard "Made in Europe"

    Sehr geehrter Herr Schuster! Meinem Verständnis nach erschwert der Brexit den Briten die Marktchancen. Nur dort, wo auf besondere Waren Wert gelegt wird/werden muss, wird ein Käufer außerhalb GB ev. Mehraufwand in Kauf nehmen.
    Umgekehrt glaube ich ist die Zeit nicht reif für ein gemeinsames "Made in Europe". Dazu sind die Qualitätsunterschiede noch zu groß. Mein Schuhhersteller z. B. wirbt mit der Herstellung in Europa. Auch wenn hier sehr hohe Tradition und hohes Können östlich von Österreich erzielt wird, gibt es in Europa noch genügend Länder mit wenig Qualitätsverständnis. Selbst große, renommierte Firmen aus verschiedensten Branchen sind dort in solchen Ländern vor-Ort gescheitert - trotz intensivster Bemühungen.
    SG Made in AUSTRIA ;-)

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