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QZ 04/2016

Eine neue Qualität der Kollaboration

Führt Design Thinking auf die nächste Ebene der Teamarbeit?

Prof. Ulrich Weinberg © Hasso Plattner Institut

Prof. Ulrich Weinberg © Hasso Plattner Institut

Prof. Ulrich Weinberg, geb. 1959, leitet seit 2007 die School of Design Thinking am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. 2014 wurde er ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. 2015 gründete er zusammen mit dem Zukunftsforscher Peter Spiegel, dem Hirnforscher Gerald Hüther und anderen die WeQ-Foundation.

Design Thinking, ein Ansatz zur Entwicklung von Innovationen in allen Lebensbereichen, hat in den letzten Jahren auch in Deutschland Einzug gehalten in die Arbeitswelt vieler großer und mittelständischer Unternehmen – mit kulturverändernder Wirkung. Die drei Kern-Elemente, die Design Thinking ausmachen, erneuern radikal den Modus unserer Lern- und Arbeitswelten: Das Team steht im Fokus, nicht mehr der Einzelne; Arbeitsprozesse bewegen sich in Schleifen, nicht mehr linear; und der Arbeitsplatz wird zu einem flexiblen Ort der kreativen Zusammenarbeit und ist nicht mehr ein Ort des Einzelkämpfertums.

Design Thinking bewegt sich dabei weg von der Fokussierung auf die Leistungsfähigkeit einzelner Personen. Es setzt auf Kollaboration, Vernetzung und Diversität und auf die kreative Leistung von Teams: weg vom IQ-Modus, der seit 100 Jahren praktizierten Messung der Intelligenzleistung einzelner Menschen, hin zum WeQ-Modus, in dem die Wir-Qualitäten ins Zentrum des Interesses rücken.

Warum ist vernetztes Arbeiten im Team ...

Die zunehmende digitale Vernetzung macht ein vernetztes Denken und Arbeiten in einer Weise möglich, wie es die Menschheit bisher nicht erlebt hat. Aber während digitale Kommunikations- und Informationstechniken sich rasant weiterentwickeln und verbreiten, denken und handeln wir meist noch in einem analogen, trennenden und linear sortierendem Modus. Ich nenne das den Brockhaus-Modus. Aber der Brockhaus verschwindet nach über 200 Jahren aus den Regalen und wird durch die vernetzte, nichtlineare Wissensorganisation à la Wikipedia oder Google ersetzt. Genauso verschwindet die lineare Wirklichkeitsorganisation aus Unternehmen und Institutionen und wird ersetzt durch neue, vernetzte Versionen, die wir neu erfinden müssen.

Mit Design Thinking entwickeln wir gerade neu, wie wir in Zukunft zusammen lernen und arbeiten werden in einer zunehmend vernetzten Welt. Hier spielen Belohnungssysteme eine entscheidende Rolle. Bis heute praktizieren Schulen, Hochschulen und Unternehmen Belohnungsmodelle, die zum allergrößten Teil auf die Bewertung und Belohnung von Einzelleistungen setzen. Diese Art der Belohnung ist allerdings für eine wirkungsvolle Zusammenarbeit eher hinderlich als förderlich. Hier werden wir in den nächsten Jahren ein völliges Umdenken erleben.

An der bereits 2007 in Potsdam am Hasso-Plattner-Institut gegründeten School of Design Thinking (D-School), an der derzeit 120 Studierende aus 70 Disziplinen, 60 Hochschulen und 20 Nationen ein zweisemestriges Zusatzstudium absolvieren, gibt es keine Noten mehr, keine Einzelbewertung. Gearbeitet wird projektorientiert in Teams, die aus vier bis sechs Personen bestehen und multidisziplinär aufgestellt sind.

... heute wichtiger denn je?

Der Wert liegt in der Vielfalt ihrer Mitglieder und in der wechselseitigen Ergänzung jedes Blickwinkels, nicht in einem Wettstreit bezüglichderen Einzelwertigkeit. Und es gibt auch keine Bewertung oder Incentivierung von Teams. Die Teams stehen untereinander in ständigem Austausch, und es entsteht eine Art sportliches Miteinander, eine Konstellation jenseits von Kampf und Feindschaft, ein Arbeiten auf Augenhöhe und im Modus der Kooperation. Das erstaunliche Ergebnis: Die Energie, mit der die Teams an der Lösung komplexer Probleme arbeiten, ist deutlich höher als in klassischen Bewertungssystemen. Und die Qualität der Ergebnisse steigt wahrnehmbar.

Diese neue Qualität des kreativen Miteinanders lässt sich seit 2015 auch bei der DGQ erleben. Das neue Q-Lab in der Frankfurter Vereinszentrale wurde eigens geschaffen, um interne Meetings zu verbessern und einen permanenten Innovationsprozess zu ermöglichen. Auch externe Unternehmen erhalten dort die Möglichkeit, neu über Qualität und Innovation nachzudenken.

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  • 04.01.2019 JAS

    Danke für den wertvollen Beitrag!

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