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QZ 10/2020

Was ist nachhaltiger Erfolg?

Zukunftsfähigkeit geht über ökonomische Ziele hinaus

Wenn es um nachhaltigen Erfolg geht, denken oberste Leitung, Qualitätsverantwortliche sowie Auditoren schnell an langfristig gesicherten ökonomischen Erfolg. Der Zusammenhang zwischen Qualität und Wirtschaftlichkeit wird schon von W. E. Deming als „Reaktionskette“ beschrieben. Die jungen Menschen allerdings, die freitags demonstrieren und ihre Forderungen stellen, haben womöglich eine andere, sehr viel realitätsnähere Vorstellung von Nachhaltigkeit. Unterstützt werden sie von einer immer größeren Anzahl Menschen.

Mehr als 26.000 „Scientists for Future“ warnen auf Grundlage von jahrzehntelanger Forschung vor der realen Gefahr einer Erderhitzung um mehr als 3°C. Sie würde weite Teile der Erde unbewohnbar machen und innerhalb der nächsten 100 Jahre zu Völkerwanderungen und kriegerischen Auseinandersetzungen führen.

Die Risiken sind bekannt …

2019 zählte der globale Risikoreport des Weltwirtschaftsforums in Davos (WEF) unter den sechs Risiken mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit vier Risiken auf, die mit den Klimaveränderungen in Zusammenhang stehen.

Akzeptieren wir dies und treffen unternehmerische Entscheidungen, die eine Überhitzung der Erde um Jahrhunderte verzögern, vielleicht sogar gänzlich aufhalten könnten! Schon bei etwa 2°C globalem Temperaturanstieg kommen immense Folgekosten für Brand- und Hochwasserschutz auf uns zu, denn Waldbrände und Starkregenereignisse werden auch Deutschland nicht verschonen.

© privat

© privat

Prof. Dr. Ralph Stengler ist seit 2010 Präsident der Hochschule Darmstadt. Als Professor für Qualitätsmanagement und langjähriges Mitglied der DGQ möchte er das Thema nun weiter an seiner Hochschule verankern. Die Hochschule Darmstadt wurde bereits zum zweiten Mal mit dem UNESCO-Preis für nachhaltiges Lernen ausgezeichnet. Am dortigen Promotionszentrum für Nachhaltigkeitswissenschaften wird bundesweit einmalig der akademische Titel Doktor der Nachhaltigkeitswissenschaften (Dr. rer. sust.) verliehen.

Aus Sicht der für den nachhaltigen Erfolg maßgeblich verantwortlichen Führungsebene sind zwei relevante Aspekte zu berücksichtigen: Veränderte Anforderungen interessierter Parteien und schwer kalkulierbare ressourcenbezogene Risiken. Die QM-Norm ISO 9001:2015 liefert ein enorm starkes Instrument, mit dem wir unsere Organisationen umstellen können: von nachhaltigem Erfolg (im Sinne von langfristig ökonomisch) auf nachhaltigen Erfolg (im Sinne von langfristig existenzsichernd, sozial- und umweltverträglich)

… nun brauchen wir kluge Entscheidungen!

Die oberste Leitung kann Nachhaltigkeit als Unternehmensziel definieren und über ein Auditprogramm in die gesamte Organisation tragen. Wer heute risikobasiert auditiert, kann dieser wichtigen Bewertung eine besondere Bedeutung beimessen. Zu prüfen ist, wie wir die innovativen Kräfte in der Organisation mobilisieren und neue Ideen zum nachhaltigen Wirtschaften entwickeln können. Drei Leitfragen könnten dabei hilfreich sein:

Wie können wir unsere Nachhaltigkeitsbilanz ernsthaft verbessern und uns im Marketing zunutze machen?

Wie können wir umweltbasierte Risiken minimieren?

Wie können wir unsere Lieferanten dabei unterstützen, nachhaltig zu produzieren?

Es ist unsere Aufgabe, zur Entwicklung einer stärker am Gemeinwohl orientierten Form der Unternehmensführung beizutragen.

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