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QZ 09/2019

Sorge um Deutschland als Wirtschaftsstandort

Weshalb Deutschland die Weichen neu stellen muss

Wer wollte es bestreiten, dass die Wirtschaft in Deutschland sich seit der letzten globalen Rezession in 2008/09 besser entwickelt hat als in vielen anderen Ländern? Und die Gründe hierfür sind bekannt. Unter allen G7-Staaten hat Deutschland immer noch den höchsten Industrieanteil an der Bruttowertschöpfung, nämlich 23 Prozent. Maßgeblich beteiligt an diesem Erfolg sind die Sektoren Automobil, Elektroindustrie, Maschinen- und Anlagenbau und Chemie. Nicht nur diese, aber diese im Besonderen tragen dazu bei, dass man sich mit einer Quote von fast 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts Exportweltmeister nennen darf.

Deutschland wird weltweit für sein offenes Wirtschaftsmodell gerühmt, das vermutlich liberalste überhaupt. Die Außenwirtschaftsquote, also die Summe aus Import und Export in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), beträgt mehr als 80 Prozent. Im direkten Vergleich kommen die USA gerade mal auf knapp 27 Prozent. Die mittelständisch geprägte Industrie bildet mit den vielen sogenannten Hidden Champions eine weltweit einzigartige Struktur, welche sich im weltweiten Vergleich als besonders krisensicher und leistungsstark behauptet.

So viele Stärken ...

Unser Ausbildungssystem ist wirtschaftsfreundlich gestaltet und bietet sehr viele (Wieder-)Einstiegsmöglichkeiten. So kann sich jeder und jede immer besser qualifizieren, selbst wenn es mit dem Abitur nicht gleich geklappt hat. Erfolgreiche Arbeitsmarktreformen und eine den Möglichkeiten angepasste Lohnpolitik haben in vielen Teilen des Landes zu Vollbeschäftigung geführt. Infolgedessen verzeichnen wir seit geraumer Zeit stetig steigende Steuereinnahmen und Haushaltsüberschüsse. Wir
haben so viele Stärken in diesem Land, ach, es könnte immer so weitergehen! Tut es aber nicht!

Im zweiten Halbjahr 2018 ist Deutschlang knapp an einer Rezession vorbeigeschrammt. Nach nur 1,4 Prozent Wachstum werden für 2019 weniger als 1 Prozent erwartet. Damit liegen wir hinter allen großen westlichen Volkswirtschaften, aber immerhin noch vor Italien. Muss man sich nun wieder um die deutsche Wirtschaft Sorgen machen, ungeachtet all ihrer Stärken?

... und so viele Problemlagen

So weit ist es wohl noch nicht, aber die Verschlechterung der politischen und weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnte Deutschland und anderen europäischen Länder mit einer offenen und exportorientierten Wirtschaft schwerer zu schaffen machen als beispielsweise den USA. Weltweite Handelskriege würden globale Wertschöpfungsketten unterbrechen und ein Geschäftsmodell infrage stellen, welches gerade in Deutschland maßgeblich für den Erfolg der vergangenen 15 Jahre verantwortlich gewesen ist. Sollten sich die strukturellen Gegebenheiten ändern – und danach sieht es momentan aus –, hätte dies unmittelbare Auswirkungen auf unser Wirtschaftsmodell.

© DGQ

© DGQ

Dr. Norbert Gorny
ist Mitglied des Executive Committee von Essilor International SA. Zuvor war er über ein Jahrzehnt in verantwortlicher Position bei der Carl Zeiss Group tätig. Daneben ist er seit 2004 Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ)..

Subskriptionsmodelle weisen durch nutzungsabhängige Bezahlung und höchste Flexibilität der Services den Weg in eine Zukunft, in der nur noch die optimale Bedürfnisbefriedigung im Mittelpunkt der Geschäftsmodelle stehen wird, nicht mehr die „materiellen Krücken“ dafür. Letztendlich handelt es sich dabei um digitalisierte Abo-Modelle („Abo 4.0“), die auf einer engen Verflechtung zwischen Unternehmen und Kunde basieren und durch digitale Kommunikation, moderne Omnichannel-Konzepte, flexible digitale Bezahlsysteme und ein umfassendes Wissen über die Bedürfniswelt des Kunden ermöglicht werden. Dieses Wissen und die konsequente Fokussierung auf die Kundenbedürfnisse transformieren das Verhältnis von Kunde und Anbieter: Beide ziehen an einem Strang, sind gleichermaßen an der Verbesserung von Produkten, Services und Konditionen interessiert. Hier wird auch dem Letzten klar: Digitalisierung ist kein Selbstzweck, keine Spielerei Technikverliebter. Sie geht uns alle an!

Ungeachtet der aktuellen Entwicklungen sind wir jedoch weit von einer kritischen Situation entfernt, wie dies beispielsweise nach der Jahrtausendwende der Fall war. Dennoch erscheint es angebracht, sich jetzt noch stärker auf das zu konzentrieren, was auch in Zukunft erfolgsentscheidend sein wird: Innovation und Qualität!

Diesem wichtigen Thema widmet sich der zweite Teil dieses Beitrags in QZ 10/2019.

Dr. Norbert Gorny

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