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Wirtschaftlichkeit - Qualitätsbezogene Kennzahlen

Kennzahlensysteme

Auszug aus
Roland Jochem

Was kostet Qualität? - Wirtschaftlichkeit von Qualität ermitteln

05/2010, 234 Seiten, € 31,99
ISBN: 978-3-446-42440-1

Qualitätsbezogene Kennzahlen haben die Aufgabe, betriebliche Prozesse in einer vereinfachten Form darzustellen. Dabei verwendet man Messgrößen (Kennzahlen und Indikatoren), um komplexe Abläufe sowie deren Ursachen- und Wirkungszusammenhänge transparent abbilden zu können [3]. Eine genaue und einheitliche Definition des Kennzahlenbegriffs ist in der Literatur nicht zu finden

Uneinheitliche Definition des Begriffs

Kennzahlen sind „quantitative Daten, die als bewusste Verdichtung der komplexen Realität über zahlenmäßig erfassbare betriebswirtschaftliche Sachverhalte informieren“ [2].
Eine Kennzahl ist ein „Merkmalswert, der zur Überwachung und Bewertung der Leistung eines Prozesses sowie zu seiner Steuerung herangezogen werden kann“ [1].

Aufgrund der komplexen betrieblichen Abläufe und der großen Menge zu bildender Kennzahlen ist eine Strukturierung von Kennzahlen erforderlich. Dabei werden im allgemeinen zwei Arten von Kennzahlen unterschieden (Absolutkennzahlen und Relativkennzahlen) (Bild 1).

Bild 1: Kennzahlenformen in Anlehnung an [5]

Die Vorgehensweise zur Umsetzung des wertschöpfungsorientierten Kennzahlenkonzeptes setzt sich aus vier Phasen zusammen (Bild 1).

Unter Absolutzahlen sind absolute Mengen- und Wertgrößen zu verstehen. Sie benennen den Wert einer Kenngröße, ohne diese im Vergleich zu anderen Kenngrößen zu bewerten. Absolutzahlen können als Einzelzahlen (z. B. der Kassenbestand), als Summen (z. B. die Bilanzsumme) oder als Differenzen (z. B. der Gewinn) dargestellt werden.

Relativ- oder auch Verhältniszahlen sind die relativen Größen, bei denen Sachverhalte zueinander in Beziehung gesetzt werden. Sie differenzieren sich in Gliederungszahlen (Anteil einer Größe an einer Gesamtmenge), Beziehungszahlen (das Verhältnis aus zwei verschiedenartigen, jedoch sachlich zusammenhängenden Größen) oder Indexzahlen (die Beziehung aus gleichartigen, aber zeitlichen oder örtlich verschiedenen Größen) [5].

Einfache Darstellung komplexer Strukturen

Durch Einteilung der Kennzahlen in eine Kennzahlenstruktur lassen sich komplexe Strukturen transparent und einfach darstellen. Die Wahl der entsprechenden Kennzahlenstruktur ist nach den vorhandenen Rahmenbedingungen an das Kennzahlensystem auszuwählen.

Kennzahlen und Indikatoren lassen sich verknüpfen und zu einem Kennzahlensystem zusammenführen. Auf diese Weise können die in den Messgrößen enthaltenen Informationen gezielt verdichtet und für die Betrachter sinnvoll aufbereitet werden.

Ein allgemein gültiges Kennzahlensystem zur Messung des Return on Quality (RoQ) ist von Wolter entwickelt worden [4]. Es basiert auf dem EFQM Modell und zeigt über die Zielperspektiven Kunden, Gesellschaft, Mitarbeiter und Prozesse die Qualitätsrentabilität eines Unternehmens auf. Das allgemein gültige Modell wird durch unternehmensindividuelle Messgrößen ergänzt, und auf diese Weise an unternehmensspezifische Bedürfnisse eines Unternehmens angepasst.

Bild 2: RoI / RoQ Kennzahlensystem [4]

Auszug aus
Roland Jochem

Was kostet Qualität? - Wirtschaftlichkeit von Qualität ermitteln

05/2010, 234 Seiten, € 31,99
ISBN: 978-3-446-42440-1

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Roland Jochem, geb. 1962, ist Inhaber des Lehrstuhls Qualitätswissenschaft am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) der Technischen Universität Berlin.
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dennis Geers, geb. 1981, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Qualitätsmanagement am Institut für Arbeitswissenschaft und Prozessmanagement der Universität Kassel.
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Katja Landgraf, geb. 1981, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Qualitätsmanagement am Institut für Arbeitswissenschaft und Prozessmanagement der Universität Kassel.
Dr.-Ing. Martin Menrath, geb. 1955, ist Leiter Division Manufacturing & Logistics bei der Bühler AG, Schweiz.

Literaturhinweis

1] DGQ-Band 11-04: Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (Hrsg.): Managementsysteme – Begriffe. Ihr Weg zu klarer Kommunikation, Beuth, Berlin 2009

[2] Weber, J.: Einführung in das Controlling. Schäffer-Poeschel, Stuttgart, 1999

[3] Wicht, J.: Entwicklung eines strategischen Kennzahlensystems für die Logistik eines internationalen Handelsunternehmens. Eul Verlag, Lohmar, 2001

[4] Wolter, O.: Entwicklung und praktische Erprobung eines Kennzahlensystems für das Total Quality Management. TU Berlin, 1997

[5] Wöhe G. (2002): Einführung in die allgemeine Betriebswirtschaftslehre. 21. Auflage, Vahlen Verlag, München

Jochem, R.; Geers, D. (2010): Was versteht man unter Wirtschaftlichkeit von Qualität? In: Jochem, R. (Hrsg.): Was kostet Qualität? Wirtschaftlichkeit von Qualität ermitteln. Hanser Verlag, München, S. 27-54.

Jochem, R.; Menrath, M., Landgraf, K. (2010): Entwicklung und praktische Umsetzung eines wertschöpfungsorientierten Kennzahlensystems am Beispiel eines Systemherstellers. In: Jochem, R. (Hrsg.): Was kostet Qualität? Wirtschaftlichkeit von Qualität ermitteln. Hanser Verlag, München, S. 143-167.

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