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Software-Qualität - Dokumentation

Die Rolle der Dokumentation in Software-Projekten

Die gegenwärtige Praxis bei Software-Projekten ist dadurch gekennzeichnet, dass der größte Teil der Dokumentation (Projekt-, Entwicklungs-, System-, Benutzerdokumentation) nicht aktuell, unvollständig und oft schwer zu lesen und zu verstehen ist. Übergeordnete Konzepte und Strukturübersichten fehlen und sind deshalb nach einiger Zeit nicht mehr vollständig rekonstruierbar. Zusammen mit der hohen Personalfluktuation trägt dieser Zustand wesentlich zur allgemeinen Software-Krise, insbesondere zur Wartungskrise bei.

Software ist ein immaterielles, zunächst unsichtbares, geistiges Produkt. Fehlt nun die materielle Ausprägung, also die Dokumentation, so bleibt Software nur geistiges Gedankengut in den Köpfen der Entwickler oder Produktverantwortlichen.

Ohne ausreichende, qualitativ gute Dokumentation ist ein Software-Produkt nur erschwert nutzbar. Alle nachfolgenden Überlegungen stehen unter dem Leitsatz, dass jeder Software-Entwicklungs- und -Wartungsprozess zugleich ein Dokumentationsprozess ist. Dokumentieren als eine eigene, getrennt auszuführende Phase anzusehen ist nicht qualitätsfördernd und daher abzulehnen. Viele Ansätze, den Dokumentationsprozess zu verbessern, sind gescheitert. Vielfach lag es daran, dass mit untauglichen Werkzeugen und unter qualitätsfeindlichen Bedingungen gearbeitet wurde. Wir gehen nachfolgend auf Probleme mit der Dokumentation ein, diskutieren die Anforderungen des Qualitätsmanagements und zeigen Lösungsansätze auf.

Probleme des Dokumentationsprozesses

Viele Entwickler sind der Meinung, dass die ausreichende Dokumentation der Arbeitsergebnisse den Arbeitsfortschritt nur verzögert, denn es ist nur derjenige ein sehr guter Entwickler, der möglichst viele Lines of Code pro Tag erzeugt. In dieser Betrachtungsweise senkt die Erstellung und Pflege einer ausreichenden und verständlichen Dokumentation die Produktivität. Oft liegt es auch an den verfügbaren Werkzeugen, die das Editieren von Texten und Grafiken ungenügend unterstützen.

Es werden immer wieder Fälle geschildert, in denen für große Software-Systeme außer dem Codelisting keine weitere Dokumentation vorhanden ist. Dies weist darauf hin, dass das Dokumentationsproblem gegenwärtig ein sehr großes und schwieriges Problem der Informationsverarbeitung ist.

Es gibt mehrere Gründe für die Dokumentationskrise:

  • Das Ziel des Managements ist es, möglichst rasch zu laufenden Applikationen zu gelangen. Durch starres Festhalten an den Terminen wird mangelhaftes Dokumentieren begünstigt.
  • Software-Spezialisten vertreten häufig die Meinung, dass jemand, der sein Produkt ausreichend dokumentiert, damit seine Arbeit offenlege und somit austauschbar werde.
  • Das eigentliche Schreiben von Dokumentation ist ein monotoner Prozess, bei dem nichts Technisches abläuft. Die Erfolgserlebnisse bei der Programmierung, wie beispielsweise der erste fehlerfreie Lauf eines Programms, sind in keiner Weise vergleichbar mit der Fertigstellung und Freigabe eines Dokuments.
  • Software im Einsatz muss laufend angepasst und geändert werden. Der Wartungsprogrammierer hat meist nicht die Zeit, Dokumentationsänderungen durchzuführen. Oft fehlen ihm auch dazu geeignete Werkzeuge. Dadurch verschlechtert sich die Qualität der Dokumentation laufend.

Wie wir festgestellt haben, bereitet der Prozess der Dokumentationserstellung und -pflege den Informatikern erhebliche Probleme und Schwierigkeiten. Die Lösung dieser Probleme zählt zu den Hauptaufgaben der Prozess- und Qualitätsverantwortlichen.


Inhaltsverzeichnis
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