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Soft Skills - Persönliche Kompetenz

Das Chaos bändigen: 15 Ordnungsmethoden (Teil 6)

13. Eins rein – eins raus

Worum geht es?

Szene: Stadtbummel am Samstag.

  • „Schau mal, dieser Hut, ist der nicht hübsch? 50% reduziert, ein echtes Schnäppchen. Und diese türkisgrüne Tasche! Die passt ja genau dazu!“ Ein paar Meter weiter: „Diese Schuhe hab ich schon immer gesucht. Und jetzt stehen sie hier, direkt vor meiner Nase. Die Farbe passt genau zu meiner Hose! Ich probier sie mal schnell an.“
  • „Schau mal, diese neue Digitalkamera! Ein schickes Design. Noch kleiner und eine viel höhere Auflösung. Die kann ich auch direkt an meinen Computer anschließen.“
  • „Guck mal, wie flach die Bildschirme jetzt geworden sind. So einen möchte ich haben.“

Kennen Sie das? Ja, die Angebote sind wirklich verlockend, und damit auch die Versuchungen. Kein Wunder, dass unsere Schubladen, Büroschränke und Kleiderschränke aus den Nähten platzen. Die Dinge scheinen wie von selbst hereinzukommen, gehen dafür aber umso schwerer wieder hinaus. Da hilft nur eines: der Härtetest (siehe Kapitel 4 „Härtetest“).

Dinge kommen wie von selbst rein, gehen jedoch nicht von selbst raus!

Wie gehe ich vor?

Fragen Sie vor jeder Kaufentscheidung jedes Ding:

  • Brauche ich dich wirklich?
  • Habe ich dich nicht schon?
  • Was geht dafür hinaus?

Sobald ein Teil reinkommt, fliegt ein anderes raus!

Sobald Sie vor dem Schaufenster stehen oder im neuen Bürokatalog blättern: Machen Sie sich diese Fragen zur Regel! Fragen Sie sich, noch bevor Sie zur Kasse gebeten werden:

  • Ein Paar neue Schuhe? Welches fliegt dafür raus?
  • Eine neue Kamera? Durch welche Hintertür geht die alte raus?
  • Ein neues Zeitschriften-Abo? Welches wird dafür gekündigt?

Der Härtetest vor jeder Kaufentscheidung

  • Brauche ich dich wirklich?
  • Habe ich dich nicht schon?
  • Falls ich mich für dich entscheide: Welches andere Teil kommt dafür raus?

Machen Sie dem Teil, das Sie mental ausrangiert haben, auch wirklich Beine! Von selbst wird es garantiert nicht den Platz räumen.
Dies gilt auch für Zeitungen und Zeitschriften. Hier gilt das Prinzip: Sobald die neue Ausgabe hereinkommt, nimmt die alte ihren Hut! Im Normalfall heißt das: in den Papierkorb. Dies gilt auch dann, wenn Sie die Zeitung eigentlich noch lesen wollten. Ungelesene Zeitungsstapel machen ein schlechtes Gewissen und schlechte Laune. Nur in Ausnahmefällen dürfen sie in ein sinnvoll strukturiertes Archiv.

Was bringt es?

Sie halten ein labiles Gleichgewicht aufrecht. Es ist wie in Ihrem Waschbecken: Das Wasser fließt aus dem Wasserhahn hinein und aus dem Abfluss wie der heraus, und zwar gleichzeitig. Andernfalls hätten Sie in kurzer Zeit eine hübsche kleine Überschwemmung.

Warum sollte es bei Ihren Sachen und Papieren anders sein? Besonders wichtig ist das kleine Wort „gleichzeitig“! Also nicht verschieben („später“, „irgendwann einmal“), sondern hier und jetzt entscheiden, zu welchem Opfer sie bereit sind. Worauf verzichten Sie, wovon trennen Sie sich?

Wenn Sie noch nicht entrümpelt haben, also Methoden eins bis fünf noch nicht angewendet haben, ist Frage drei des Härtetests sogar noch strenger. In dem Fall sollten Sie sich nicht nur von einem, sondern von mindestens zwei Teilen trennen. Denn Sie wollen ja nicht nur das Gewicht halten, sondern entschlacken und abspecken, oder nicht?

Aus ökologischer Sicht sind die ersten beiden Fragen des Härtetests am wichtigsten: Darf das neue Teil überhaupt zu mir hereinkommen? Erlaube ich ihm den Zutritt in meinen Bereich? Denken Sie daran: Wenn nichts hereinkommt, muss auch nichts hinausgeworfen werden. Unsere Müllhalden sind schon groß genug.

Unser Blauer Planet
Vergessen Sie nicht das ökologische Prinzip: Lieber verzichten, als wegwerfen! Unser Blauer Planet soll doch blau bleiben, nicht wahr?

14. Das gute Stück

Worum geht es?

  • „Immer dasselbe: So viele Kugelschreiber und keiner geht.“
  • „Immer das gleiche Lied mit den Bleistiften: Wenn man einen braucht, ist er entweder stumpf oder abgebrochen.“
  • „Wohin mit den vielen Fotos? Und ständig kommen neue dazu...“

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Wie gehe ich vor?

Bild 9. Der goldene Becher

Bild 9. Der goldene Becher

Wählen Sie das gute Stück aus: den einen schönen Kugelschreiber, den einen spitzen Bleistift, das eine besondere Foto (Bild 9).

Mit diesem ausgewählten Stück gehen Sie besonders gut um: Es darf in den Bereich „Werkstatt“, also an den Arbeitsplatz oder in die Jackentasche. Oder das schönste Foto von der Großmutter. Es darf an einen besonderen Platz: auf die Kommode, in die Schatztruhe oder in die kleine Fotobox.

Der Rest kommt in ein Zentrallager (Kiste 3) oder konsequent weg (Kiste 1 oder 2, siehe Kapitel 5 „Im Viervierteltakt“).


Was bringt es?

Das eine Foto von der Großmutter: Plötzlich wird es ein kostbares Stück Erinnerung – im Gegensatz zu dem chaotischen Sammelsurium von den 157 im Schuhkarton. Von Profifotografen weiß man: Ein ganzer Film wird verschossen für ein einziges Bild, das schönste. Der Rest ist für den „P“: Papierkorb.

Den einen Füller werden Sie umsichtig und achtsam behandeln, er wird zu einem treuen Freund und Begleiter. Das gilt auch für den einen immer spitzen Bleistift, die eine kostbare Schere, das eine edle Brotmesser.

  • Der achtsame Umgang mit dem guten Stück erhöht dessen Lebenserwartung.
  • Qualität statt Quantität.
  • Weniger ist mehr.

Anne Brunner, Ordnung ins Chaos , Hanser 2007, S. 67-72

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