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Soft Skills - Methodische Kompetenz

Kommunikationsmuster

Auszug aus
Christian Malorny, Marc Alexander Langner

Moderationstechniken

11/2007, € 7,99
ISBN: 978-3-446-41520-1
S. 18-24

Sitzungs- und Workshopteilnehmer lassen sich grob in acht Kategorien einordnen, die sich jeweils durch verschiedene Kommunikationsmuster auszeichnen. Dem Moderator eines Team hilft es, diese Kommunikationsmuster zu berücksichtigen. Zu den Kategorien gehören:

  1. der positiv eingestellte Teilnehmer
  2. der Redselige
  3. der Dickfellige
  4. der Streitsüchtige
  5. der Alleswisser
  6. der Ablehnende
  7. der Erhabene
  8. der Ausfragende

Während der Moderator den Positiven zur konstruktiven Mitarbeit anregen sollte, muss der Redselige bei Bedarf geschickt in seinem Redefluss unterbrochen werden. Während der Dickfellige zur Teilnahme an der Diskussion durch provokante Fragen animiert werden muss, darf dem Streitsüchtigen nicht der Raum für Kleinkriege gelassen werden. Der Alleswisser sollte daran gehindert werden, anderen das Wort zu nehmen, und der Ablehnende sollte zu positiven und konstruktiven Ideen angeregt werden. Der Erhabene muss sich Gedanken über die aktuellen Probleme machen, und der Ausfrager soll auch selbst Farbe bekennen und eigene Meinungen äußern. Hierzu dienen insbesondere die Fragetechniken des Moderators.

Bild 1. Dürfensbarrieren in der Teamarbeit

Bild 1. Dürfensbarrieren in der Teamarbeit

Bild 2. Könnensbarrieren in der Teamarbeit

Bild 2. Könnensbarrieren in der Teamarbeit

Bild 3. Wollensbarrieren in der Teamarbeit

Bild 3. Wollensbarrieren in der Teamarbeit

Widerstände und Ängste

Menschen haben eine unterschiedliche Kapazität, sich mit Unbekanntem zu beschäftigen. Ab einem bestimmten Punkt neigt jeder Mensch dazu, sich nicht mehr mit einem Problem oder einer Herausforderung beschäftigen zu wollen. Es werden dann häufig neue Bedürfnisse wie Hunger/Durst entwickelt, um von dem eigentlichen Thema abzulenken. Ebenso erzeugen Befürchtungen und Ängste Widerstände. Auf diese Widerstände muss ein Moderator eingehen.

Menschen arbeiten zwar offiziell „kopfgesteuert“, also „rational“, in der Realität, und hier besonders in der Zusammenarbeit mit anderen Menschen in einem Team, spielt aber die emotionale Ebene eine sehr wichtige Rolle. Das muss ein Moderator berücksichtigen. Das Arbeiten mit der Zukunft, dem Neuen, Unbekannten erzeugt bei fast allen Menschen Ängste. Auch die Befürchtung oder Erwartung negativer Konsequenzen aus einem Workshop bzw. einer Besprechung für die eigene Arbeit kann zu Angstreaktionen führen. Ebenso die Angst, Fehler zu machen oder sich eine Blöße zu geben kann Menschen in Gruppensituationen dazu bringen, jede ihrer Äußerung zuerst durch einen dicken Filter sozialer Abwägungen und Vorsichtsmaßnahmen laufen zu lassen.

Aus den Ängsten resultiert besonders zu Beginn der Teamarbeit eine statusorientierte Kommunikation. Die Aufgabe eines Moderators ist es, diese Statusorientierung abzubauen und dafür eine problemorientierte Offenheit zu fördern (Bild 4).

Bild 4. Status- versus problemorientiertes Gespräch

Bild 4. Status- versus problemorientiertes Gespräch

Dafür stehen dem Moderator wiederum einige Techniken bzw. Beeinflussungsmöglichkeiten zur Verfügung. Er kann z. B. bei „heiklen“ oder vertraulichen Themen die Arbeit vom Plenum in Untergruppen verlagern, da dort offenherziger gesprochen und schweigsame Teilnehmer besser integriert werden können. Er kann aber auch durch schriftliches Abfragen bzw. Sammeln von Themen und Ideen dafür sorgen, dass sich die Teilnehmer auch im Plenum „gleichberechtigt-anonym“ einbringen können (siehe hierzu die Technik Kartenabfrage).

Sind die Widerstände der Teilnehmer so ausgeprägt, dass sie eine spürbar angespannte Atmosphäre in der Gruppe verursachen, kann ein direktes Ansprechen und eine Klärung der Situation sowie ihrer Ursachen Wunder wirken und den Grundstein zur Etablierung einer offenen und konstruktiven Diskussion bilden.

Die Kunst ist es, als Moderator möglichst frühzeitig einzuschätzen, ob starke Ängste und Widerstände in einer Gruppe vorherrschen, und im Bedarfsfall darauf einzugehen.

Frühindikatoren für Widerstände und atmosphärische Störungen sind in Bild 5 dargestellt.

Bild 5. Frühindikatoren für Widerstände und atmosphärische Störungen

Als Hauptregel für den Moderator von Teamsitzungen gilt:

  • Störungen haben Vorrang

    Störungen blockieren den Kommunikationsprozess und behindern die Sitzung. Eine vorrangige Beseitigung der Störungen ist sinnvoll, um eine dauerhafte Beeinträchtigung der Teamarbeit zu verhindern.

Auszug aus
Christian Malorny, Marc Alexander Langner

Moderationstechniken

11/2007, € 7,99
ISBN: 978-3-446-41520-1
S. 18-24
DIN EN ISO 9001:2015

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