nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
Soft Skills - Methodische Kompetenz

Der kreative Prozess

Auszug aus
Hendrik Backerra, Christian Malorny, Wolfgang Schwarz

Kreativitätstechniken

10/2007, 128 Seiten, € 7,99
ISBN: 978-3-446-41585-0
S. 27-30

Von den zahlreichen Phasenschemata, die zum kreativen Prozess entwickelt wurden, ist das 4-Phasen-Schema das verbreitetste. Es unterteilt den kreativen Prozess in vier grundsätzliche Phasen (Bild 1).

Bild 1. Der kreative Prozess. Quelle: Schlicksupp, H.: Innovation, Kreativität und Ideenfindung, 6. Auflage, München 2004.

Bild 1. Der kreative Prozess. Quelle: Schlicksupp, H.: Innovation, Kreativität und Ideenfindung, 6. Auflage, München 2004.

Phase 1: Vorbereitung

Diese Phase beginnt mit dem Bewusstwerden, dass ein Problem existiert. Nach dem Erkennen des Problems folgt eine intensive Analyse. Zusammenhänge müssen transparent gemacht werden, die Person dringt tiefer in die Problemstruktur. Die Aufarbeitung des relevanten Wissens und auch die Entwicklung erster Teillösungen führt in der Regel noch nicht zu einem befriedigenden Ergebnis. Es entsteht der Eindruck, dass dieses Problem nicht oder nur durch weiter- gehende Studien zu lösen sei. Problemdruck und Frustrationsgefühle steigen. In dieser Phase wird hauptsächlich das linkshirnige Denken eingesetzt.

Phase 2: Inkubation

Trotz intensiver Problembearbeitung ist keine Lösung in Sicht – im Gegenteil. In dieser Phase bietet es sich an, entspannende Aktivitäten auszuüben, das zu lösende Problem zur Seite zu legen, sich mit etwas anderem zu beschäftigen. Das gelingt nach aller Erfahrung nur teilweise: Das Problem wird an das Unterbewusstsein abgegeben. Die nun im Unterbewusstsein ablaufenden Gedankenprozesse bringen sämtliche Informationen und bisherigen Erkenntnisse über das Problem mit anderweitig gemachten Erfahrungen in Verbindung.

Die rechte Gehirnhemisphäre hat bei diesem Teil des Problemlösungsprozesses einen starken Anteil. Verschiedene Denkinhalte und problemfremde Wissensbereiche werden nach ähnlichen und übertragbaren Mustern durchsucht (siehe hierzu den Abschnitt „Was ist kreatives Denken?“). Diese Prozesse werden in Gang gesetzt, wenn man sich nicht mehr bewusst (und eventuell mit viel Stress und Ängsten) mit dem eigentlichen Problem beschäftigt. Während bei bewussten Denkvorgängen nur etwa sieben Informationseinheiten zur Lösung mit einbezogen werden können, kommt es in dieser Phase durch die simultane und ganzheitliche Nutzung der linken und rechten Hemisphäre des Gehirns zur gleichzeitigen Verarbeitung von zahlreichen Informationen und Daten aller Art. Freilich ist das Ergebnis noch ungewiss.

Phase 3: Erleuchtung

Plötzlich steht die Idee für das Problem, eine intuitive Einsicht, im Raum. Vage, ungefähre Vorstellungen, wie die Lösung des Problems aussehen könnte, ergeben sich in dieser Phase. Die Idee erscheint häufig noch schemenhaft, wenig detailliert, möglicherweise visionär anmutend. Leicht werden solche „Gedankenblitze“ ignoriert sowie rasch wieder vergessen und verworfen. Dabei entstehen die meisten Ideen außerhalb des Arbeitsplatzes, beispielsweise in der Natur, während Freizeitaktivitäten oder beim Autofahren. Man muss also wachsam sein, damit die Lösung nicht wieder verschwindet. Es ist auch möglich, dass die Lösung des Problems geträumt wird, unter Umständen auch verschlüsselt.

Phase 4: Verifikation

Als Erstes sollte eine neue Idee niedergeschrieben werden. Dann beginnt die Überprüfung, ob die Idee den Anforderungen genügt, sie entwicklungsfähig ist. In dieser Phase können die allgemein bekannten Möglichkeiten der Ideenbewertung angewandt werden. Hierfür wird wieder die eher sequenziell, analytisch arbeitende linke Gehirnhälfte genutzt.

Wichtig:
Häufig sind die Entscheidungsprozesse in Unternehmen so strukturiert, dass die erste Phase, die Vorbereitung, und die vierte Phase, die Verifikation, intensiv und strukturiert durchlaufen werden. Die zweite Phase, die Inkubation, sowie die dritte Phase, die Erleuchtung, werden durch die Strukturen im Unternehmen häufig nicht oder zu wenig gefördert.

Auszug aus
Hendrik Backerra, Christian Malorny, Wolfgang Schwarz

Kreativitätstechniken

10/2007, 128 Seiten, € 7,99
ISBN: 978-3-446-41585-0
S. 27-30
DIN EN ISO 9001:2015

Zum ISO 9001:2015 Special

Prozesswelt

Serie zum Thema Prozesse, veröffentlicht von QM-Experten deutscher Unternehmen gemeinsam mit der N5 GmbH und der Fachzeitschrift QZ

Zur Prozesswelt