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Soft Skills - Führung

Der Qualitätsmanager der Zukunft

Neue Anforderungen und Perspektiven

Auszug aus
Manfred Noé

Vom Qualitätsmanager zum internen Managementberater

05/2010, 466 Seiten, € 39,99
ISBN: 978-3-446-42445-6
S. 203-205

Warum werden Qualitätsmanager nicht auch als interne Managementberater eingesetzt? Im Grunde genommen sind sie dafür geeignet, neben den bisherigen „klassischen“ Aufgaben eine neue Positionierung im Unternehmen einzunehmen:

  • Die neupositionierten Qualitätsmanager verfügen über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten, um die Unternehmensleitung in der systematischen Unternehmensentwicklung effizient und effektiv zu unterstützen.
  • Sie verbinden das Wissen aus dem Qualitätsmanagement mit der Fähigkeit, Analysen durchzuführen, Kennzahlen zu liefern, das Top-Management zu beraten, Veränderungsprozesse und Organisationsentwicklung zu initiieren und zu steuern.
  • Sie sind fähig, ein prozessorientiertes Managementsystem aufzubauen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.
  • Sie können Unternehmensprozesse gestalten und unterstützen die Führung bei der strategiekonformen Prozessgestaltung und -steuerung.
  • Die Anforderungen externer Anspruchsgruppen können sie für das eigene Unternehmen interpretieren und gemäß den Vorgaben der Führung ins Managementsystem integrieren.
  • Sie kennen geeignete und aktuelle Modelle und Instrumente der systematischen Unternehmensentwicklung und können diese bedarfsorientiert einsetzen. Die daraus notwendigen Veränderungsprojekte leiten sie auf kompetente Art und Weise.
  • Sie verfügen über das Bewusstsein für Interaktionen und Teams im Unternehmen und nehmen die Rolle als Coach und Moderator wahr.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich die Rolle des Qualitätsmanagers kontinuierlich weiter entwickelt, die Anpassung an neue Anforderungen ist darum eine Notwendigkeit. Unternehmensentwicklung und -steuerung, Prozessoptimierung und Veränderungsmanagement treten zunehmend in den Vordergrund. Eine gesamtheitliche Sichtweise der verschiedenen Ansprüche an ein Unternehmen wird gefordert. Zu dem vorhandenen Wissen aus dem Qualitätsmanagement werden Fähigkeiten gefordert, wie Unternehmensentwicklungen zu initiieren und Veränderungsprozesse zu steuern. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die jetzige Qualifikation und durchgeführten Funktionen des Qualitätsmanagers sowie die Aspekte einer zielgerichteten Entwicklung für eine Neupositionierung im Unternehmen:

Tabelle 1. Qualifikation des Qualitätsmanagers

Tabelle 1. Qualifikation des Qualitätsmanagers

Die Tabelle führt eine große Anzahl von Themenfelder für die Aufgaben und Funktionen des strategischen Qualitätsmanagers auf. Diese Vielzahl von Themen sollte jedoch nicht erschrecken, denn die Einsatzmöglichkeiten hängen sehr stark vom Umfeld, der Zielsetzung des Unternehmens und der Delegationsfreudigkeit des Top-Managements ab. Es ist leicht zu erkennen, dass die Analysefähigkeit und Beraterkompetenz den überwiegenden Teil der Aktivitäten einnimmt. Es ist vorstellbar, dass das Top-Management von den Qualitätsmanagern fordert, die Analysen und die entsprechenden Maßnahmen in eigener Regie durchzuführen, deshalb wird auch die Aneignung oder Verbesserung der Projektleitungs- und Sozialkompetenz der Qualitätsmanager für die Neupositionierung von erheblicher Bedeutung sein.

Grundziel sollte sein - wie dies für alle Organisationseinheiten gilt - dass auch der Qualitätsmanager seine Verhaltensweise auf die Unternehmensentwicklung und -sicherung, und der sich daraus ergebenen Unternehmensziele, ausrichten muss. Das heißt, er muss sich auf das für das jeweilige Geschäft wirklich Effektive konzentrieren. Dazu gehören nicht nur die entsprechenden Methoden, Fach- und Sozialkompetenzen, sondern auch die Bereitschaft zu einer permanenten Veränderung.

Die von einem Qualitätsmanager anzustrebende und wahrzunehmende Rolle ist es, ein fachkundiger Partner des Top-Managements zu sein: In allen Themen die er beherrscht, und in allen Fragen die er beantworten kann.

Die wesentlichsten Partnerschaftaktivitäten sind:

  • unaufgeforderte Entscheidungshilfen und Verbesserungsvorschläge erbringen,
  • Koordinations- und Moderationstätigkeiten durchführen,
  • positive, aber kritische Auseinandersetzung mit neuen Ideen und Konzepten veranlassen,
  • Frühwarnsignale abgeben, soweit die sich aus seinem Fachgebiet ergeben und
  • Empfehlungen für Risikovorsorge vorlegen.
Auszug aus
Manfred Noé

Vom Qualitätsmanager zum internen Managementberater

05/2010, 466 Seiten, € 39,99
ISBN: 978-3-446-42445-6
S. 203-205

Der Autor dieses Beitrages:
Manfred Noé ist Unternehmens- und Prozessberater. Davor war er über 30 Jahre bei der Firma Siemens AG im Bereich der IT-Technik tätig und hat dort u.a. als Qualitätsmanager die Einführung der Zertifizierung nach DIN ISO 9001 bei der Siemens IT-Tochter SBS geleitet. Als Assessor der EFQM führte er interne und externe Assessments nach dieser Methode durch.

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