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Recht / Normen - Risikomanagement

Assessment innovativ

Prozessqualität auf der Grundlage unternehmerischen Denkens beurteilen

Die regelmäßige externe Auditierung mehrerer Management-Referenzsysteme kann im Unternehmen Auditverdrossenheit erzeugen und den kontinuierlichen Verbesserungsprozess schwächen. Im Rahmen einer Reorganisation des Qualitätssystems integrierte ein Hersteller von Elektroprodukten seine Managementsysteme und entwickelte und realisierte eine neue Assessment-Methodik.

Unternehmerisches Denken erfordert Innovation auch in Unternehmensbereichen, in denen der Bedarf nicht unmittelbar offenkundig ist. Auch und gerade im betrieblichen Qualitätsdenken ist Innovation unumgänglich, will ein Unternehmen nicht im bürokratischen Auditieren nach Referenzmodellen erstarren. Philips Audio Vienna, ein Unternehmen der Österreichischen Philips Industrie GmbH, ist innerhalb des Konzerns mit 145 Mitarbeitern das führende Entwicklungszentrum für Philips Audio Produkte mit Produktionsstätten in Ungarn, Singapur und China.
Das Unternehmen ist zertifiziert nach ISO 9001 und ISO 14001, hinzu kommen Zertifikate von weiteren Referenzsystemen, wie einem Finanzmodell, mehreren Entwicklungsmodellen sowie konzern-internen Qualitätsmodellen, von denen das jüngste mit dem EFQM-Modell für Business Excellence identisch ist (Bild 1). Alle Referenzmodelle bauen aufeinander auf, mit dem Ziel, dass sich ein kontinuierlicher Fluss an Verbesserungen in Abhängigkeit von den Markterfordernissen ergibt.

Bild 1. Die Referenzsysteme im Unternehmen und ihre Integration (von unten nach oben)

Bild 1. Die Referenzsysteme im Unternehmen und ihre Integration (von unten nach oben)

Der Qualitätsstandard gegen fast alle diese Referenzsysteme wird jährlich von externen Auditoren geprüft und zertifiziert. Der dafür entstehende Aufwand ist erheblich. Alle Systeme verlangen ein entsprechendes Handbuch und vor der Zertifizierung durchzuführende interne Audits oder Assessments, gefolgt von mindestens einem Management Review. Für die Entwicklungsabteilung bedeutete dies jährlich mindestens 20 interne Audits: element-, abteilungs-, und prozessbezogen. Annähernd 1700 Fragen mussten den insgesamt 16 internen und externen Auditoren beantwortet werden.

In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Nachteile dieses Vorgehens deutlich:

  • Die höherwertigen Referenzsysteme setzen das Vorhandensein von Basisreferenzsystemen (z.B. ISO) voraus, ersetzen diese aber nicht.
  • Alle Referenzsysteme stellen einander ähnliche Fragen (allerdings mit jeweils anderen Gesichtspunkten).
  • Bei den Mitarbeitern entstand nach wenigen Jahren eine Auditverdrossenheit, Audits wurden immer mehr als Störung des Betriebs angesehen.
  • Die Planung von Terminen für die internen Audits wurde immer schwieriger.
  • Je grundsätzlicher ein Referenzsystem ist, umso geringer wird der Beitrag von Systemverbesserungen zum Geschäftserfolg.
  • Das Management-Review hatte die Bedeutung einer lästigen Pflichtübung.
  • Die gefundenen Verbesserungsmöglichkeiten wurden isoliert voneinander implementiert, nur um für den externen Auditor die Übereinstimmung mit dem jeweils betrachteten Referenzsystem sicherzustellen.

Inhaltsverzeichnis

Dipl.-Ing. Bernd Zechmeister, geb. 1944, studierte Nachrichtentechnik an der TU Wien. Anschließend war er drei Jahre bei der Österreichischen PTT für digitale Telefonie tätig. Seit 1980 ist er Mitarbeiter bei der Österreichischen Philips Industrie GmbH, wobei er Leitungsfunktionen in der Softwareentwicklung für digitale Telefonie in den Niederlanden und in der Entwicklung von Diktiergeräten in Österreich innehatte. Im Bereich Audio Wien war er ab 1990 Manager für Softwarequalität und Softwaretest sowie ab 1994 Auditor/ Assessor für Prozessqualität. Heute ist er in einer Stabsfunktion Manager für Prozessqualität in der Entwicklung.

Bernd Zechmeister. Assessment innovativ. In: QZ 4/2000 , S. 404-409.

DIN EN ISO 9001:2015

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