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Recht / Normen - ISO 9001:2015

Wissensmanagement für ISO 9001:2015

Die ISO 9001:2015 stellt neue Anforderungen an das Wissensmanagement von Unternehmen. Mit der Methode der „Wissensbilanz – Made in Germany“ und der kostenlosen Wissensbilanz-Toolbox können Unternehmen sehr effizient eine Wissensbilanz erstellen und so ihre Ausgangssituation für die ISO 9001-Zertifizierung merklich verbessern.

Der Geschäftserfolg hängt heute maßgeblich vom verfügbaren Wissen eines Unternehmens ab. Dabei ist das Unternehmens-Know-how vielmehr als das Wissen der Mitarbeiter und deren Fähigkeiten, dieses für die Unternehmensziele einzusetzen. Es umfasst neben Organisationsstrukturen und -prozessen auch die Beziehungen zu Investoren, Lieferanten und Kunden. Mit diesem „intellektuellen Kapital“ eines Unternehmens befasst sich nun auch die DIN EN ISO 9001:2015.

ISO 9001:2015 verlangt Wissensmanagement

In der Neufassung, die im September 2015 als DIN EN ISO 9001:2015 in Kraft getreten ist, wird erstmals die Anforderung an einen bewussten Umgang mit Wissen gestellt. Konkret heißt es: „Die Organisation muss das Wissen bestimmen, das benötigt wird, um ihre Prozesse durchzuführen und um die Konformität von Produkten und Dienstleistungen zu erreichen. Dieses Wissen muss aufrechterhalten und in ausreichendem Umfang vermittelt werden. Um sich ändernde Erfordernisse und Trends zu berücksichtigen, muss die Organisation ihr momentanes Wissen betrachten und muss bestimmen, auf welche Weise das nötige Zusatzwissen erlangt wird oder wie darauf zugegriffen wird.“

Das bedeutet, dass Unternehmen die sich nach ISO 9001:2015 zertifizieren lassen, ein systematisches Wissensmanagement benötigen. Das beinhaltet, dass Unternehmen zunächst bestimmen müssen, welches vorhandene Wissen es für die Umsetzung der Geschäftsziele benötigt. Es muss organisiert sein, wie das vorhandene Wissen aufrechterhalten und für Mitarbeiter verfügbar gemacht werden kann. Darüber hinaus müssen zertifizierte Unternehmen sicherstellen, wie Zusatzwissen für den zukünftigen Bedarf erlangt werden kann.


Inhaltsverzeichnis

Autoren:

Detlef Kahrs ist Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit im Bundesverband Wissensbilanzierung e.V. Der Inhaber der Wissensbilanz-Deutschland ist zertifizierter Wissensbilanz-Moderator und hat bisher über 50 Wissensbilanzen erfolgreich begleitet.

Ronald Orth ist Leiter der Abteilung Business Excellence Methoden am Fraunhofer IPK in Berlin. Neben der Wissensbilanzierung und dem Wissensmanagement stehen die Felder Benchmarking und Innovationssysteme im Mittelpunkt der Forschungs- und Beratungsprojekte.

zusätzliche Links

Über den Bundesverband Wissensbilanzierung e.V.

Der Bundesverband Wissensbilanzierung e.V. (BVWB) wurde von Moderatoren und Nutzern der Methode „Wissensbilanz – Made in Germany“ gegründet, die wiederum im Rahmen eines Förderprogramms des Bundeswirtschaftsministeriums vom Arbeitskreis Wissensbilanz (AK-WB) entwickelt wurde. Das zentrale Ziel des BVWB besteht darin, Qualität, Weiterentwicklung und Verbreitung der Wissensbilanzierung zu fördern.

Wissensbilanz Toolbox

Weiterführende Information
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    QZ 07/2010, Seite 56 - 57

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