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Recht / Normen - Compliance

Korruptionsprävention in KMU

Integrity und Compliance Management

Korruption kann schwerwiegende Konsequenzen haben. Wir zeigen Beispiele, wie kleine und mittlere Unternehmen präventiv gegen Korruption vorgehen können.

Präventive Maßnahmen gegen Korruption

Die Auswahl der Maßnahmen sollte auf Basis
- der Risikoanalyse und
- der Strukturen und Besonderheiten des Unternehmens
erfolgen.

Nicht jede Maßnahme ist für jedes Unternehmen geeignet. Es ist entscheidend, zum Unternehmen passende Maßnahmen auszuwählen. Nur so wird sichergestellt, dass kein teures, aber unwirksames Korruptionspräventionsprogram entwickelt wird. Wir stellen einige Beispiele für präventive Anti-Korruptionsmaßnahmen vor.

Ethische Unternehmenskultur

Grundlage für den Erfolg aller weiteren Korruptionspräventionsmaßnahmen ist die Gestaltung und Förderung einer ethischen Unternehmenskultur. Hier gilt es, gezielt ethische Grundsätze zu verankern, Integrität zu betonen und einen Wertekanon zu schaffen, in dem Korruption als Mittel, um geschäftliche Ziele zu erreichen, nicht toleriert wird.

Ethische Führung

Ebenso entscheidend wie eine ethische Unternehmenskultur ist das Verhalten der Unternehmensleitung sowie der Führungskräfte gegenüber den Beschäftigten. Alle Unternehmensmitglieder mit Führungsfunktion müssen sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und diese auch ausüben.
Unternehmensleitung und Führungskräfte sollten sich klar zu den ethischen Werten des Unternehmens bekennen – und zwar nicht nur über Rundschreiben oder Ansprachen. Dieses Bekenntnis sollte aktiv gelebt werden und für die Beschäftigten alltäglich sichtbar sein.

Verhaltenskodex

Um den Beschäftigten Handlungssicherheit zu geben, spielt ein Verhaltenskodex eine wichtige Rolle, der die Standards, Prinzipien und Erwartungen des Unternehmens an seine Beschäftigten schriftlich fixiert und transparent macht. Damit ein solcher Verhaltenskodex wirksam ist, sollte er verständlich und möglichst konkret formuliert sein sowie Lösungen bieten, wie in unternehmensspezifischen Arbeitssituationen mit Möglichkeiten und Versuchungen zu Korruption umzugehen ist. Es sollten sowohl die Gründe aufgezeigt werden, warum Korruption zu unterlassen ist, wie auch die disziplinarischen Konsequenzen, die eine Nicht-Berücksichtigung der aufgestellten Regeln nach sich ziehen. Der Verhaltenskodex sollte ein lebendes und gelebtes Dokument darstellen und auf die spezifische Situation des Unternehmens sowie die spezifische Unternehmenskultur zugeschnitten sein. Eine aktive Einbindung der Beschäftigten in die Erstellung des Kodex ist eine effektive Möglichkeit, nicht nur ihr Wissen zu nutzen, sondern auch ihre Bindung an den Kodex zu erhöhen.

Anti-Korruptionsbeauftragte(r)

Hilfreich ist auch die Benennung einer internen Ansprechperson, an die sich Beschäftigte bei Unsicherheiten bezüglich aufgestellter Regeln, Interessenkonflikten oder zur Meldung eines Korruptionsverdachts vertraulich wenden können. Aufgabe einer solchen Ansprechperson ist es, Beschäftigte zu unterstützen und zu beraten, um problematische Situationen adäquat und im Sinne des Unternehmens zu lösen. Die Person ist Mitglied des Unternehmens und untersteht direkt der Unternehmensleitung. Sie sollte mit den Gegebenheiten des Unternehmens und Korruptionsrisiken gut vertraut sein.

Kommunikation

Eine weitere zentrale Bedeutung kommt gerade bei der Implementierung von Korruptionspräventionsmaßnahmen der Kommunikation von Seiten des Managements zu. So sollten Beschäftigte über alle ergriffenen Maßnahmen informiert sein. Ihnen sollte verdeutlicht werden, dass diese Präventionsmaßnahmen nicht aus Misstrauen eingeführt werden oder um Arbeitsschritte durch zusätzliche Kontrolle zu verkomplizieren, sondern um ihnen bei ihrer täglichen Arbeit Handlungssicherheit und Unterstützung zu geben.


Inhaltsverzeichnis

Prof. Dr. Tanja Rabl
Anna Werner
Maren Albrecht

Die Ausführungen basieren auf folgender Broschüre, die im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekts „Risikomanagement der Korruption“ (FKZ 13N13072) erstellt wurde:

Rabl, T., Werner, A. & Albrecht, M. (2016). Herausforderung KorruptionsPRÄVENTION in KMU meistern: Herausforderung KorruptionsPRÄVENTION

Technische Universität Kaiserslautern
Lehrstuhl für Personalmanagement, Führung und Organisation
T 0631 / 205 3650
tanja.rabl@wiwi.uni-kl.de

DIN EN ISO 9001:2015

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