nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
Mitarbeiter - Wissensmanagement

Wissenstransfer als Teil des Qualitätsmanagements

Nicht QM-gerecht: Feuerwehraktionen gegen Wissensverlust

Wenn aber auf einen Schlag gleich mehrere Experten ohne einen eingeführten Wissenstransferprozess ein Unternehmen verlassen, kann das existenzgefährdend sein. Die Folge sind dann häufig Feuerwehraktionen: Der Experte wird gebeten, seine Akten und elektronischen Dokumente zu strukturieren, Fehlendes aufzuschreiben und die Daten für seinen Nachfolger bereitzustellen.

Hier offenbart sich schon die größte Falle: Expertenwissen ist Handlungs- und Erfahrungswissen und das lässt sich gerade nicht (oder zumindest nicht so einfach) in Worte fassen. Das Besondere dieses Wissens liegt nicht nur darin, was man tut, sondern auch wie man es tut. Und dieses Wie lässt sich oft kaum beschreiben. Es handelt sich um implizites Wissen, das an die Person des Wissensträgers gebunden ist und zumeist in vielen Jahren Erfahrung erworben wurde, im Gegensatz zu explizitem Wissen, das beschreib- und relativ einfach übertragbar ist.

Besonders gut lässt sich die Unterschiedlichkeit des Wissens am Beispiel des Fahrradfahren Lernens beschreiben. Natürlich kann man Fahrradfahren in einer Prozessbeschreibung erklären, aber theoretisch lässt sich die Tätigkeit nicht erlernen: Ohne Übung und eigene Erfahrung wird sich niemand unfallfrei mit dem Zweirad fortbewegen können. Für komplexe Tätigkeiten in der Arbeitswelt gilt das Gleiche. Allein mit einer guten Aktenlage oder einer Wissensdatenbank lässt sich Expertenwissen nicht übertragen.

Die Lösung: Learning by doing oder strategischer Wissenstransfer

Am besten funktioniert der Wissenstransfer, wenn der ausscheidende Experte und sein Nachfolger über einen längeren Zeitraum zusammenarbeiten und so das Wissen quasi nebenbei übertragen wird: Learning by doing mit Feedbackschleife und Hotline. Da dies aber zumeist nicht möglich ist, muss ein Wissenstransferprozess mit einem weiten Portfolio von Methoden etabliert werden, denn aus Sicht des Qualitätsmanagements sind Feuerwehraktionen immer die schlechtere Lösung. Beser ist es, einen Prozess zu etablieren, der Wissenstransfer zu einer permanenten Aufgabe im Unternehmen macht, und der sich in das Qualitätsmanagement einfügt.

Das Idealvorgehen beim Wissenstransfer teilen Experten in zwei Phasen ein:

Phase 1: Strategiephase, hier geht es noch nicht um den ausscheidenden Experten als Person, sondern um Fragen der Organisationsentwicklung. Welches Wissen wird benötigt, um die Ziele zu erreichen? Ist dieses Wissen in ausreichender Menge vorhanden und bleibt es (mindestens) über den Zeitraum einer mittelfristigen Planung erhalten?

Phase 2: Hier geht es um die Personen und die Möglichkeiten, ihr Wissen langfristig für das Unternehmen zu sichern. Folgende Fragen sind also zu beantworten: Wer verfügt über das erfolgskritische Wissen? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass er oder sie das Unternehmen in absehbarer Zeit verlässt? Was muss wie getan werden, um sein oder ihr Wissen im Unternehmen zu halten?

Strategie- und prozessorientierter Wissenstransfer

Strategie- und prozessorientiert wird der Wissenstransfer zu einem Schlüsselprozess im Unternehmen und damit zu einem wichtigen Bestandteil des Audits beim Qualitätsmanagement. Die Überschneidungen beider Managementsysteme sind offensichtlich: Vision, Mission, Ziele, Ressourcen, Chancen und Risiken sind Stichpunkte, die sich im Qualitätsmanagement und im Wissenstransfer finden.

Ein Strategie- und prozessorientierter Wissenstransfer könnte folgendermaßen aussehen:

Prozessorientierter Wissenstransfer als Teil der Unternehmensstrategie und des Qualitätsmanagements

Aufgabe des Qualitätsmanagements ist es also, zusammen mit den Verantwortlichen aus Wissensmanagement und Personalentwicklung einen Prozess im Unternehmen aufzusetzen, mit dem sich erfolgreich Wissen transferieren lässt und der in das Qualitätsmanagementmodell passt.

Lesen Sie auf der folgenden Seite, wie der Wissenstransfer am Beispiel eines Qualitätsmanagers funktioniert.


Inhaltsverzeichnis

Autor
Wolfgang Orians

zusätzliche Links

QM-Basics - Recht/Normen: ISO 9001:2008

Hanser-Fachbuch - Wissenstransfer bei Fach- und Führungskräftewechsel ; Christine Erlach, Wolfgang Orians, Ulrike Reisach

Wolfgang Orians
AMWIND – Kommunikation und Wissensmanagement
Klosterhofstr. 24
69469 Weinheim
0151-50447239

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
DIN EN ISO 9001:2015

Zum ISO 9001:2015 Special

Prozesswelt

Serie zum Thema Prozesse, veröffentlicht von QM-Experten deutscher Unternehmen gemeinsam mit der N5 GmbH und der Fachzeitschrift QZ

Zur Prozesswelt