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Mitarbeiter - Wissensmanagement

Wissenstransfer als Teil des Qualitätsmanagements

Die Auswirkungen des Verlustes von Erfahrungs- und Expertenwissen werden massiv unterschätzt – nicht zuletzt für die Qualität. Qualitäts- und Wissensmanagement hängen eng zusammen: Zum einen bedarf das Wissensmanagement einer regelmäßigen Qualitätskontrolle so wie auch das Wissen über Qualität gemanagt werden muss. Zum anderen enthält praktisch jedes QM-Modell auch einen Absatz über Wissensmanagement. Betrachtet man jedoch den Wissenstransfer als Teil des Wissensmanagements, zeigt sich ein anderes Bild, daher ist es sinnvoll den Prozess eines Wissenstransfers zum Bestandteil eines QM-Systems und damit zum Audit zu machen.

© picsfive, 123rf

© picsfive, 123rf

Gasverdichter sind robuste Maschinen, deren Lebensdauer nicht in Jahren, sondern in Jahrzehnten gemessen wird. Eine Raffinerie in Westdeutschland hatte fünf dieser elektrischen Verdichter im Einsatz, um das im Prozess anfallende Gas zu transportieren und speichern. Als der erste ausfiel, herrschte Gelassenheit, es war ja genug Redundanz vorhanden. Als der zweite seinen Betrieb einstellte, kam Nervosität auf, als der dritte seinen Geist aufgab, war klar, dass man ein Problem hatte. Ohne Verdichter musste die Raffinerie heruntergefahren werden.

Das Problem: Reparieren konnte die Maschinen niemand mehr, denn in den vergangenen Jahren waren die altgedienten Instandhaltungsmeister in Rente gegangen. Ihr Wissen schien niemandem so interessant, dass es im Unternehmen gehalten werden müsste. Ein neuer Verdichter kann bis zu 20 Millionen Euro kosten und die Hersteller haben so eine Maschine nicht auf Lager. Eine Ersatzbeschaffung kann Monate dauern. Wenn die letzten beiden Verdichter ausfallen würden, wären die Folgen unabsehbar. Wo lag die Ursache für das Desaster?

Aus Wissensproblem wird Qualitätsproblem

Seit der letzte Instandhaltungsmeister mit dem nötigen Wissen in Rente gegangen war, hatte man sich darauf beschränkt, die Lager zu ölen. Das kann bei einem Elektromotor einige Jahre lang gut gehen. Auf den ersten Blick gab es also ein Maintenance-Problem, auf den zweiten ein Wissenstransferproblem und auf den dritten ein Qualitätsproblem.

Jetzt mag dies ein besonders drastisches Beispiel sein, ein Einzelfall ist es nicht. Der Wissenstransfer bei Fach- und Führungskräftewechsel wird in vielen Unternehmen stiefmütterlich behandelt, obwohl er zu den großen Herausforderungen der kommenden Jahre gehört. Hierfür gibt es vor allem drei Gründe:

  1. Der wachsenden Bedeutung von Wissen für den Unternehmenserfolg steht die enorm steigende Menge und Komplexität von Wissen gegenüber.
  2. Die fortschreitende Veränderung der Arbeitswelt, führt zu einem Anstieg der Fluktuationsraten. Dadurch verlassen wichtige Wissensträger häufiger und mit weniger Vorlauf das Unternehmen.
  3. Die demografische Entwicklung hat zur Folge, dass die den aus dem Erwerbsleben ausscheidenden Babyboomern nachfolgenden Alterskohorten teilweise nur noch halb so groß sind. Somit wird es immer schwerer Nachfolger zu finden und diese dann über einen längeren Zeitraum von Vorgänger einarbeiten zu lassen.

Lesen Sie auf der folgenden Seite, warum Sie „Feuerwehraktionen“ vermeiden sollten und wie ein strategischer Prozess des Wissenstransfers aussieht.


Inhaltsverzeichnis

Autor
Wolfgang Orians

zusätzliche Links

QM-Basics - Recht/Normen: ISO 9001:2008

Hanser-Fachbuch - Wissenstransfer bei Fach- und Führungskräftewechsel ; Christine Erlach, Wolfgang Orians, Ulrike Reisach

Wolfgang Orians
AMWIND – Kommunikation und Wissensmanagement
Klosterhofstr. 24
69469 Weinheim
0151-50447239

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