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Mitarbeiter - Mitarbeiterzufriedenheit

Motivationsmaßnahmen für Mitarbeiter an Schnittstellen

Veränderungskultur entwickeln

Einen nennenswerten Wandel im Unternehmen zu erwirken, ist ohne aktive Beteiligung der Mitarbeiter nicht möglich. Das Elektronikwerk eines Elektrokonzerns entwickelte eine Veränderungskultur, in die alle Mitarbeiter und Führungskräfte eingebunden wurden. Besonders die Softfacts waren wichtigste Erfolgsfaktoren.

Steigender Wettbewerbsdruck, kurze Innovationszyklen und permanente Veränderungen im Umfeld erfordern von jedem Unternehmen eine hohe Veränderungsbereitschaft. Obwohl der Mensch den Fortschritt schätzt, steht er eigenen Veränderungen eher distanziert gegenüber. Das bremst Entwicklungen und Innovationen. Im schlimmsten Fall drohen Unternehmen vom Markt zu verschwinden, weil sie Veränderungen im Umfeld zu spät erkennen, den Veränderungsumfang unterschätzen, Führungskräfte den Veränderungsprozess nicht mit dem nötigen Engagement vorantreiben oder - und das ist entscheidend - die Mitarbeiter nicht ausreichend in diesen Veränderungsprozess eingebunden waren. Es ist daher zwingend notwendig, alle Führungskräfte und Mitarbeiter des Unternehmens rechtzeitig auf solche Veränderungen vorzubereiten.

Von punktuellen Veränderungen zu einer Veränderungskultur

Diesen Anforderungen hat sich das Siemens Elektronikwerk Karlsruhe (EWK) gestellt und eine Veränderungskultur entwickelt. Das Werk gehört zum Geschäftsbereich Automatisierungs- und Antriebstechnik der Siemens AG und produziert mit rund 1000 Mitarbeitern speicherprogrammierbare Steuerungen sowie Programmiergeräte und Industrie-PCs. Das Werk ist in drei produktorientierte Produktionseinheiten segmentiert, die als Unternehmen im Unternehmen über alle erforderlichen Ressourcen verfügen und von zentralen Dienstleistern unterstützt werden (Bild 1).

Bild 1. Unternehmertum durch eine produktorientierte Organisationsstruktur

Den Schub bringen die Mitarbeiter

Während die Situation des Werks Mitte der 1990er-Jahre schwierig war, die wirtschaftlichen Kennzahlen keine gute Zukunft prognostizierten und auch die Mitarbeiterzufriedenheit, die Beteiligung am betrieblichen Vorschlagwesen, das eigene Image im Unternehmen und der Gesundenstand sich tendenziell verschlechterten, konnte das Werk einige Jahre später jährlich zweistellige Produktivitätszuwachsraten vorweisen und belegte Spitzenplätze im Ideenmanagement. Neben einer eindeutigen Kundenorientierung nach innen und nach außen, den richtigen Produkten und exzellenten Prozessen, sind die Mitarbeiter die Motoren, die diese Veränderung bewirkt haben. Sie identifizieren sich mit den Unternehmenszielen und -werten, erkennen dadurch notwendige Veränderungen rechtzeitig, beschreiben den Veränderungsumfang eindeutig und präzise und wirken aktiv bei der Maßnahmenumsetzung mit. Alle dazu erforderlichen Aktivitäten sind in einen systematischen und durchgängigen Veränderungsprozess eingebunden, der alle Führungskräfte und Mitarbeiter integriert und durch den Einsatz geeigneter Führungsinstrumente nachhaltig unterstützt wird (Bild 2).

Bild 2. Integration aller Mitarbeiter und Führungskräfte in einen systematischen und durchgängigen Veränderungsprozess

Lesen Sie auf der folgenden Seite, warum die erste Veränderung mit einer Vision beginnt.


Inhaltsverzeichnis

Prof. Dipl. Wirtsch.-Ing. Werner Vogt, geb. 1948, studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Karlsruhe. Er begann 1975 mit einem Trainee-Programm seine Laufbahn bei Siemens. 1978 übernahm er unterschiedliche Funktionen in der Fertigungsvorbereitung des Gerätewerks Karlsruhe, und 1982 wurde er Assistent der Werkleitung. 1985 wurde er mit dem Aufbau und später mit der Leitung des Elektronikwerks in Berlin beauftragt, von 1991 bis 1995 leitete er den Siemens Fertigungsstandort in Johnson City, Tennessee (USA). Anschließend übernahm er die Leitung des Elektronikwerks in Karlsruhe. Heute ist er mit der Leitung des Geschäftsgebiets Standardantriebe (A&D SD) der Siemens AG in Erlangen beauftragt.
Dipl.-Ing. Gerhard Junker, geb. 1957, studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Karlsruhe und trat der Siemens AG 1984 bei. Als Assistent der Fertigungsleitung nahm er zunächst unterschiedliche Aufgaben in den Montagewerkstätten des Gerätewerks Karlsruhe wahr. Von 1988 bis 1990 war er für die Leitung der Fertigungssteuerung im Gerätewerk verantwortlich, anschließend im Zentralbereich des Konzerns als Projektleiter für verschiedene Produktions- und Logistikprojekte. 1995 übernahm er die Leitung des Referats Fertigung im Gerätewerk Karlsruhe. Seit 1997 ist er verantwortlich für Mitarbeiterinitiativen im Elektronikwerk Karlsruhe und koordiniert dort u.a. als ausgebildeter EFQM-Assessor das TQM-Projekt des Werks.

Werner Vogt, Gerhard Junker. Den Wandel im Griff. Mit geeigneten Führungsinstrumenten eine Veränderungskultur schaffen. In: QZ 01/2001 , S. 41-45.

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