nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
Methoden - Qualitätswerkzeuge

Ursache-Wirkungs-Diagramm

Fischgräten- oder Ishikawa-Diagramm

Auszug aus
Philipp Theden, Hubertus Colsman

Qualitätstechniken

11/2013, 128 Seiten, € 7,99
ISBN: 978-3-446-43742-5
S. 36-40

Zu Beginn wird eine kurze verständliche Problembeschreibung erarbeitet, die möglichst genaue Informationen über Inhalt, Zeit, Ort und Ausmaß des Problems enthält. Jeder, der bei der Erarbeitung des Ursache-Wirkungs-Diagramms beteiligt ist, sollte das Problem, das untersucht wird, klar verstanden haben. Die Problembeschreibung wird auf die rechte Seite einer Tafel oder etwas Ähnlichem für alle sichtbar notiert.

Im zweiten Schritt werden Kategorien für mögliche Ursachen festgelegt. Häufig findet eine Einteilung gemäß der so genannten 4-M-Methode in „Maschinen“ (Werkzeuge, Geräte usw.), „Methode“ (Arbeitsweise), „Material“ (Werkstoffe, Rohmaterialien usw.) und „Menschen“ (beteiligte Personen) Anwendung. Diese können durch „Milieu“ (Arbeitsumfeld) oder „Messung“ (eingesetzte Messmittel, Messmethoden) ergänzt werden. Es gibt keine allgemein gültige Anzahl oder Einteilung der Ursachenkategorien, so dass in jedem Einzelfall eine individuelle Lösung festgelegt werden muss. Die ermittelten Kategorien werden dann auf der Tafel an Pfeilen notiert, die über einen Hauptpfeil auf das Problem zeigen. Es entsteht so das fischgrätenähnliche Aussehen des Diagramms (Bild 1).

Bild 1. Schematische Darstellung des Ursache-Wirkungs-Diagramms

Bild 1. Schematische Darstellung des Ursache-Wirkungs-Diagramms

Es werden dann z.B. mit Hilfe eines Brainstormings möglichst viele denkbare Ursachen für das Problem gesammelt. Jede gefundene Ursache wird einer Kategorie zugeordnet. Bei mehreren Zuordnungsmöglichkeiten muss eine Kategorie ausgewählt werden. Jede Ursache wird an einem neuen Pfeil als Verzweigung in der entsprechenden Kategorie eingetragen. Um den Kreativitätsprozess zu unterstützen, kann der Moderator durch Fragen die Aufmerksamkeit des Teams auf bisher vernachlässigte Kategorien lenken. Durch Hinterfragen von Einzelursachen werden Nebenursachen gefunden, die zu einer weiteren Verzweigung des Diagramms führen (Bild 2). Welcher Detaillierungsgrad dabei noch sinnvoll ist, ist im Einzelfall zu entscheiden. Eine Faustregel sagt, dass bei einer Einzelursache bis zu drei Mal „Warum?“ gefragt wird.

Werden keine weiteren Ursachen mehr gefunden, sollte eine Beurteilung der Einzelursachen erfolgen. Hilfreich für die Gewichtung der Ursachen können Klebepunkte oder Symbole sein, die an die wichtigsten Ursachen geklebt werden. Aus der Anzahl der Klebepunkte kann auf die Bedeutung der einzelnen Ursachen geschlossen werden. Die Ursachen mit den meisten Punkten sollten anschließend weiter untersucht werden.

Bild 2. Ursache-Wirkungs-Diagramm für schlechte Kopierergebnisse

Bild 2. Ursache-Wirkungs-Diagramm für schlechte Kopierergebnisse

Es besteht kein Zwang, die 4-M-Methode anzuwenden. Bei der Analyse eines problematischen Prozesses können die Kategorien z.B. aus den Teilschritten des Prozesses gebildet werden. Der Gesamtprozess wird dann als Wirkung in das Diagramm eingetragen.

Besondere Beachtung verdient der Verzweigungsgrad des Diagramms. Ein unverzweigtes Diagramm, in dem nur einige Einzelursachen notiert sind, ist nicht geeignet und erfordert eine weitere Bearbeitung. Aber auch ein zu kompliziertes Diagramm mit zu vielen Verzweigungen und abschweifenden Nebenursachen ist für eine Deutung ungeeignet. Eventuell kann das Problem aufgeteilt und damit das Diagramm vereinfacht werden. Der Moderator und das Team mü ssen während der gesamten Erstellung auf einen sinnvollen Verzweigungsgrad des Diagramms achten.

Variationen

Eine gute Hilfe bei der Erstellung eines Ursache-Wirkungs-Diagramms ist der Einsatz von Karten, auf denen die Einzel- und Nebenursachen notiert werden. Die Karten werden auf die Tafel in ein aufgezeichnetes Fischgrätengerüst geheftet. Durch diese Methode können sich in der Diskussion ergebende Änderungen leichter im Diagramm vorgenommen werden.


Inhaltsverzeichnis
Auszug aus
Philipp Theden, Hubertus Colsman

Qualitätstechniken

11/2013, 128 Seiten, € 7,99
ISBN: 978-3-446-43742-5
S. 36-40
Weiterführende Information
  • Maßnahmen - Kaizen / KVP

    Der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP)

    Der KVP ist integraler Bestandteil eines Qualitätsmanagementsystems. Erfahren Sie in diesem QM-Basic, was er bedeutet, wie er funktioniert und welcher Bereich eines Unternehmens der Dreh- und Angelpunkt für das Gelingen ist.   mehr

  • Methoden - Qualitätswerkzeuge

    Brainstorming

    Ohne Zeitdruck Ideen sammeln

    Mit Brainstorming können Ideen gesammelt werden - ohne jede Denk-Einschränkung. Ein paar Regeln sollten Teilnehmer dennoch einhalten.   mehr

  • Maßnahmen - Poka Yoke

    Was ist Qualifizienz?

    Steuern mit Zielen und Verbesserung mit Kennzahlen

    In der Vergangenheit wurde mit Hilfe von Prüfkosten, Fehlerkosten sowie Verhütungskosten versucht, den Aufwand für Qualität zu ermitteln....   mehr

DIN EN ISO 9001:2015

Zum ISO 9001:2015 Special

Prozesswelt

Serie zum Thema Prozesse, veröffentlicht von QM-Experten deutscher Unternehmen gemeinsam mit der N5 GmbH und der Fachzeitschrift QZ

Zur Prozesswelt