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Methoden - Qualitätswerkzeuge

PDCA – Plan-Do-Check-Act

PDCA, auch bekannt als Demingkreis oder Shewhart-Zyklus,ist ein wesentliches Basiskonzept des Qualitätswesens im kontinuierlichen Verbesserungsprozess, bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen oder für die Fehler-Ursachen-Analyse.

Die PDCA-Methode ist durch ihren generellen Ansatz vielfältig einsetzbar – bei der stetigen Prozessverbesserung in einem ISO-9001:2008-zertifizierten Unternehmen [6] bis hin zur Qualitätsverbesserung nach der Kaizen-Methode [7]. Sie eignet sich nicht nur für Verbesserungen, sondern kann in einer Variante auch bei der Anwendung eines Reifegradmodells genutzt werden [8].

Ein großer Vorteil der Methode ist die Möglichkeit, die Schritte an das spezielle Thema anzupassen. Anwendungen des PDCA-Zyklus umfassen:

  • kontinuierliche Verbesserungsprozesse anstelle von Six Sigma
  • Entwicklung eines neuen Produkts oder einer Dienstleistung
  • Fehler-Ursachen-Analyse
  • Versuche/Experimente

Das grundsätzliche Vorgehen bleibt dabei immer gleich - planen, ausführen, überprüfen und anpassen.

Bild 2. Erster PDCA-Zyklus für die Entwicklung von Produkten / Dienstleistungen nach Deming

Der erste Schritt im PDCA-Zyklus nach Hummel und Malorny ist die Planung. Dabei wird die Vorgehensweise für eine Änderung oder eine Verbesserung festgelegt. Der zweite Schritt ist die Ausführung, bei der der zuvor aufgestellte Plan umgesetzt wird. Anschließend folgt die Überprüfung. Hier werden die Maßnahmen kontrolliert. Der vierte Schritt ist die Anpassung auf Grundlage der Erkenntnisse aus den drei ersten Schritten [9]. Diese Variante des PDCA-Zyklus kann zur Durchführung einer Verbesserungsmaßnahme genutzt werden.

Bild 3. PDCA-Zyklus nach Hummel und Malorny

Die Verwendung des PDCA-Zyklus bei der Entwicklung eines neuen Produkts bringt die Methode zurück zu ihren Wurzeln bei Shewhart und Deming. Sie behält ihre Gültigkeit auch bei der Entwicklung oder Verbesserung von Dienstleistungen.

Mehrfachdurchläufe von PDCA-Zyklen

Das Basiskonzept bezieht sich auf einen einzelnen Zyklus. Zur weiteren Verbesserung und Entwicklung können zusätzliche Zyklen durchlaufen werden:

Bild 4. Zweiter PDCA-Zyklus für die Entwicklung von Produkten oder Dienstleistungen

Die Nutzung mehrerer PDCA-Zyklen kann bei der Fehler-Ursachen-Analyse helfen. Die Q7-Werkzeuge (Fehlersammelkarte, Histogramm, Regelkarte, Pareto-Diagramm, Flussdiagramm, Korrelationsdiagramm/Streudiagramm, Ursache-Wirkungs-Diagramm/Ishikawa-Diagramm) können unterstützend genutzt werden.

Zuerst werden die Daten erfasst und anschließend mit Hilfe der passenden Werkzeuge analysiert. Bei jedem PDCA-Zyklus werden neue Daten gewonnen, teilweise auch negative Informationen wie beispielsweise. der Ausschluss von Fehlerursachen. Sobald eine Ursache identifiziert worden ist, sollte sie in einem weiteren PDCA-Zyklus verifiziert werden.


Inhaltsverzeichnis

Matthew Barsalou

[1] Lewis, Clarence Irving Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge, Dover Books on Western Philosophy 1991. ISBN: 9780486265643

[2] Shewhart, Walter A. Statistical Method from theViewpoint of Quality Control. New York: Dover Publications Inc. 1986. ISBN 13: 9780486652320

[3] Moen, Ronald, D. und Norman, Clifford L. Circling Back. Quality Progress. 11/2010. S. 22-28.

[4] Deming, W. Edwards. Out of the Crisis. Cambridge, MA: Massachusetts Institute of Technology, 1989. ISBN: 9780262541152

[5] Wolf, Guido. Irrtümer um den Deming‘schen PDCA-Zyklus: Erst lernen, dann handeln! QZ/2009. S. 18-19

[6] Dahl, Christof. Gebrauchsanleitung zur ISO 9001:2008 . QZ-Online.

[7] Kamiske, Gerd F., und Brauer, Jörg-Peter. Kaizen . QZ-Online.

[8] Jochem, Roland, Geers, Dennis und Landgraf, Katja. Reifegradmodelle . QZ-Online.

[9] Hummel, T., und Malorny, C. Total Quality Management (TQM) . QZ-Online.

[10] Dooley, Kevin. Use PDSA for Crying Out Loud. Quality Progress. 07/2012. s.60-63

[11] Box, George E.P., Hunter, Stuart and Hunter, William G. Statistics for Experimenters: An Introduction to Design, Data Analysis and Model Building. New York: John Wiley&Sons. 1978.

Matthew Barsalou, Engineering Quality Expert bei BorgWarner Turbo Systems Engineering GmbH

matthew.barsalou <AT> gmail.com

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Serie zum Thema Prozesse, veröffentlicht von QM-Experten deutscher Unternehmen gemeinsam mit der N5 GmbH und der Fachzeitschrift QZ

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