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Methoden - Qualitätswerkzeuge

PDCA – Plan-Do-Check-Act

PDCA, auch bekannt als Demingkreis oder Shewhart-Zyklus,ist ein wesentliches Basiskonzept des Qualitätswesens im kontinuierlichen Verbesserungsprozess, bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen oder für die Fehler-Ursachen-Analyse.

PDCA bedeutet Plan-Do-Check-Act (Planen-Ausführen-Überprüfen-Anpassen). Der PDCA-Zyklus ist einfach anzuwenden, lässt sich in allen Unternehmensbereichen sinnvoll nutzen und muss lediglich in der Anwendung auf die spezifische Aufgabenstellung hin angepasst werden. Einfachheit, schnelle Erlernbarkeit, gute Anpassbarkeit an die unterschiedlichsten Aufgaben und Problemstellungen sind die entscheidenden Vorteile der PDCA-Methode.

Ursprung und Grundlagen

Die Wurzeln des PDCA-Ansatzes liegen mehr als 400 Jahre zurück. Moen und Norman verfolgten den Ursprung der PDCA-Methode bis auf die Verbindung zwischen Experimenten nach Galileo (1610) und das induktive Lernen nach Francis Bacon (1620) zurück. Galileo und Bacon beeinflussten Charles Sanders Peirce und William James, zwei wichtige Vertreter des philosophischen Pragmatismus. Diese wiederum prägten den Philosophen C.I. Lewis, der mit seinem Buch „Mind and the World Order“ [1] den Weg ebnete für Shewhart und dessen Schüler William Edwards Deming. Basierend auf den Erkenntnissen von Shewhart (siehe auch “Statistical Method from the Viewpoint of Quality Control“ [2]), erarbeitete Deming seine Form der PDCA, die er 1950 in Japan vorstellte. Diese Version bestand, anders als noch bei Shewhart, aus vier Schritten:

  1. Entwicklung und Test des Produkts
  2. Herstellung und Test des Produkts in der Fertigung und im Labor
  3. Verkauf des Produkts
  4. Test des Produkts durch Marktforschung und Rückmeldungen von Anwendern und solchen, die es nicht kaufen wollten

Laut Masaaki Imai ließen die japanischen Geschäftsleitungen dieses Modell zum heutigen Plan-Do-Check-Act-Zyklus [3] entwickeln.

Bild 1. Die vier Schritte des PDCA-Zyklus

Deming selbst stellte 1989 in seinem Buch „Out of the Crisis“ eine neue Variante vor, die er PDSA - Plan-Do-Study-Act (Planen-Ausführen-Studieren-Anpassen) nannte. Der dritte Schritt „Studieren“ beinhaltet die Interpretation der Untersuchungsergebnisse aus dem vorangegangenen Schritt und die Gewinnung neuer Erkenntnisse [4]. Nicht nur Deming hat versucht, PDCA zu ändern. Wolf verfeinerte den vierten Schritt zu „learn“ (lernen). Obgleich das Lernen einen Teil dieses Schrittes ausmacht, sind die anschließend getroffenen Maßnahmen [5] das Entscheidende.


Inhaltsverzeichnis

Matthew Barsalou

[1] Lewis, Clarence Irving Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge, Dover Books on Western Philosophy 1991. ISBN: 9780486265643

[2] Shewhart, Walter A. Statistical Method from theViewpoint of Quality Control. New York: Dover Publications Inc. 1986. ISBN 13: 9780486652320

[3] Moen, Ronald, D. und Norman, Clifford L. Circling Back. Quality Progress. 11/2010. S. 22-28.

[4] Deming, W. Edwards. Out of the Crisis. Cambridge, MA: Massachusetts Institute of Technology, 1989. ISBN: 9780262541152

[5] Wolf, Guido. Irrtümer um den Deming‘schen PDCA-Zyklus: Erst lernen, dann handeln! QZ/2009. S. 18-19

[6] Dahl, Christof. Gebrauchsanleitung zur ISO 9001:2008 . QZ-Online.

[7] Kamiske, Gerd F., und Brauer, Jörg-Peter. Kaizen . QZ-Online.

[8] Jochem, Roland, Geers, Dennis und Landgraf, Katja. Reifegradmodelle . QZ-Online.

[9] Hummel, T., und Malorny, C. Total Quality Management (TQM) . QZ-Online.

[10] Dooley, Kevin. Use PDSA for Crying Out Loud. Quality Progress. 07/2012. s.60-63

[11] Box, George E.P., Hunter, Stuart and Hunter, William G. Statistics for Experimenters: An Introduction to Design, Data Analysis and Model Building. New York: John Wiley&Sons. 1978.

Matthew Barsalou, Engineering Quality Expert bei BorgWarner Turbo Systems Engineering GmbH

matthew.barsalou <AT> gmail.com

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