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Methoden - Qualitätswerkzeuge

DRBFM – Design Review Based on Failure Mode

Reduktion technischer Risiken bei Produktänderungen

Die Methode Design Review Based on Failure Mode (DRBFM) wurde 1997 bei Toyota entwickelt. Auslöser war die Erkenntnis, dass aufgrund von Produktänderungen häufig Qualitätsprobleme entstehen. DRBFM reduziert dieses Risiko. Anwendungsbereich sind Veränderungen an bestehenden Produkten und Prozessen oder Kundenapplikationen.

Bei der FMEA wird in der Regel ein breiter und allgemeiner Ansatz gewählt. Im Gegensatz dazu analysiert man bei DRBFM die Veränderungen und deren Auswirkung auf die benötigten Funktionen. Anwendung findet die Methode in der Regel bei Produkt- oder Prozess- oder Qualitätsingenieuren.

DRBFM als Alternative zur FMEA bei Produktänderungen

Toyota hatte die Qualität bei Neuprodukten sehr gut im Griff. Bei Produktänderungen gab es jedoch öfters Schwierigkeiten mit der Absicherung der Produktqualität. Prof. Dr. Tatsuhiko Yoshimura, Zuverlässigkeitsingenieur bei Toyota, installierte deshalb die Methode Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) in den bestehenden Entwicklungsprozess bei Produktänderungen.

Bild 1: FMEA dient der Analyse von Risiken in neuen Produkten, die DRBFM der von Risiken in Produktveränderungen

Durch die relativ starren Vorgaben und Abläufe der FMEA wurde zu viel Aufmerksamkeit in die Umsetzung der Methode investiert. Dadurch stand die eigentliche Verbesserung der Produktqualität zu wenig im Fokus.

Mit geringen Aufwand wird die Fehlerkette (Failure Mode) bei Produktänderungen systematisch beschrieben und mit hohem Aufwand werden die potenziellen technischen Risiken ohne Formalismus in einem Design Review bewertet und durch Maßnahmen behoben. Die Methode „Design Review Based on Failure Mode“, war entstanden.

Ebenso kann die DRBFM für die Risikoanalyse in Applikations- und Variantenprojekte genutzt werden.

Die Inhalte der Methode entstehen parallel zur Produktänderung

Im Unterschied zur FMEA wird die DRBFM mit Start einer Änderungs- oder Variantenkonstruktion begonnen und mit dem Abschluss der Produktänderung beendet. Die Umsetzung erfolgt parallel zur Produktänderung. Über Checklisten und Formblätter werden die Ingenieure dazu „gezwungen“ über die gewollten und möglicherweise ungewollten Änderungen nachzudenken. Der Inhalt der DRBFM wächst mit Fortschritt der Produktänderung. Das Vorgehen kann in fünf Schritte aufgeteilt werden:

  1. Bewertung des Konzeptes
  2. Analyse der Änderungen
  3. Identifikation der Fehlerkette (Failure Mode)
  4. Entscheidung von Lösungen (Design Review)
  5. Umsetzung und Überprüfung der Maßnahmen

Inhaltsverzeichnis

Autor:
Johannes Stern ist Geschäftsführer der TQU International GmbH.

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