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Methoden - Quality Function Deployment (QFD)

Prozess-QFD für komplexe Produktionsabläufe

Quality Function Deployment in Prozessen

Am Ende einer Gesamtprozesskette kann nur dann ein gutes Ergebnis stehen, wenn jeder einzelne Prozess mit einer extrem hohen Ausbeute gefahren wird. Ein Leiterplattenhersteller konnte mittels Prozess-QFD ein besseres Prozessverständnis erreichen und den Ausschuss minimieren.

Die wesentlichen Prozess-Parameter kennen

Einen Prozess beherrschen heißt ihn kennen, heißt zu wissen, was seine wesentlichen Parameter sind: jene Parameter, die hauptsächlich den Prozesserfolg beeinflussen. Nur mit dieser Kenntnis lässt sich ein Prozess sicher und wirtschaftlich führen. Wie aber gelangt man zur Kenntnis dieser Parameter? Und wie findet man die Wichtigkeit der einzelnen Parameter heraus?

Oft lassen sich aus rein rationalen Gründen, etwa durch Versuchsreihen, diese Parameter nicht ermitteln, zumindest aber nicht ohne sinnvolle Vorauswahl. So ist es in der Praxis nicht möglich, etwa bei einer großen Galvanikdurchlaufanlage mit Dutzenden von Bädern, versuchshalber die Chemie zu ändern, die Konzentration der Bäder zu ändern und die Wirkungen dieser Änderungen dann noch unter dem Einfluss vielfältiger physikalischer Parameter wie Temperatur, Druck, Durchlaufzeit etc. zu untersuchen. Und selbst wenn dies theoretisch durchführbar wäre, wie wollte man mit den Dutzenden von Einflussfaktoren umgehen? Bei einem vollständigen Versuch wären das ja 2n durchzuführende Versuche. Möglicherweise noch mit Versuchswiederholungen — der statistischen Sicherheit wegen.

Die Lösung liegt in der Zusammenführung von Expertenwissen über die Produktionsprozesse mittels eines methodischen Vorgehens. QFD ist Teamarbeit, und das gilt ebenso für die weiterentwickelte Prozess-QFD. Das Team kann aus folgenden Mitgliedern bestehen:

  • Prozessowner oder Spezialisten des zu betrachtenden Prozesses,
  • Prozessowner oder Spezialisten des nachfolgenden Prozesses (interner Kunde),
  • Qualitätsfachleute,
  • Spezialisten des Prozessherstellers oder -entwicklers und
  • ein Moderator.

Das Team kann je nach Schwerpunkt der jeweiligen QFD-Sitzungen angepasst oder ergänzt werden. Wichtigstes Instrument der Prozess-QFD ist die zentrale Matrix eines House of Quality (HoQ). Das Team definiert in einem ersten Schritt den Output des Prozesses, weshalb der interne Kunde, also der Kollege oder Mitarbeiter, auch sehr wichtig ist. Schon dabei können überraschende Erkenntnisse gewonnen werden. Dieser Output besteht aus einzelnen Forderungen, den so genannten Output-Parametern, die der Prozess erfüllen und liefern muss.

Output-Parameter

Die Output-Parameter werden in die Zeilen der Matrix gestellt und können, wenn notwendig und gewünscht, gewichtet werden — beispielsweise über einen paarweisen Vergleich. Schon diese gewichtete Liste des Prozess-Outputs hat an und für sich einen hohen Stellenwert, beispielsweise im Prozessverständnis der Prozessowner untereinander (s. Bild 1).

Bild 1. Output-Parameter nach Wichtigkeit

Prozessparameter

Im nächsten Schritt versucht nun das Team, alle ParameterProzess QFD Produktion zu erfassen, die den Prozess steuern, beeinflussen und regeln. Diese Prozessparameter werden in die Spalten der Matrix geschrieben. Es ist vorteilhaft, sich am Prozess entlangzuarbeiten, vom Anfang zum Ende, von Modul zu Modul. Dabei kann und soll man sehr detailliert vorgehen, nichts ist unwichtig. Bei diesem Schritt ist unbedingt auf größtmögliche Vollständigkeit zu achten. Ziel ist es, alle Parameter zu erhalten — über deren Wichtigkeit aber wird später entschieden (s. Bild 2).

Bild 2. Prozessparameter des Moduls „Queller“ nach Wichtigkeit

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie man die Parameter destilliert.


Inhaltsverzeichnis

Dr. Klaus Bischoff, geb. 1951, studierte nach einer Lehre als Dreher bei Daimler-Benz Mathematik und Physik an der Universität Karlsruhe. Nach etlichen Jahren wissenschaftlicher Arbeit an der Universität Karlsruhe ging er 1985 als Vendor Engineer zu Digital Equipment Co. 1990 wechselte er als Qualitätsleiter zu Endress + Hauser in Maulburg, einem Hersteller von Geräten für die Messtechnik und Automation. Seit 2000 ist er Qualitätsleiter der Photo Print Electronics in Schopfheim, einem ebenfalls zur Endress+Hauser-Gruppe gehörenden Leiterplattenhersteller.

zusätzliche Links

Klaus Bischoff. Herr der Prozessketten. Prozess-QFD zur Beherrschung komplexer Produktionsabläufe. In: QZ 04/2002 , S. 387-389.

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