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Methoden - Quality Function Deployment (QFD)

Prozess-QFD für komplexe Produktionsabläufe

Quality Function Deployment in Prozessen

Am Ende einer Gesamtprozesskette kann nur dann ein gutes Ergebnis stehen, wenn jeder einzelne Prozess mit einer extrem hohen Ausbeute gefahren wird. Ein Leiterplattenhersteller konnte mittels Prozess-QFD ein besseres Prozessverständnis erreichen und den Ausschuss minimieren.

QFD-Methodik erweitern

Die Matrix wird nun rechts und unten erweitert. Rechts, in Fortsetzung der Zeilen der Matrix, werden nun für jeden Output-Parameter Sollwert und Toleranzen sowie deren Messmethode erfasst. Auch dies ist im Prinzip ein einfacher, aber wesentlicher Schritt, zeigt er doch auf, ob für jeden dieser Output-Parameter Vorgaben und Messmethodik vorhanden sind. Denn ein Parameter, der nicht definiert und erfasst werden kann, ist wertlos. Nach unten, in Verlängerung der Spalten, geschieht das Gleiche mit den Prozessparametern. Eingetragen werden also: Sollwerte und Grenzen der Prozessparameter sowie die Art der Messung, Kontrolle und Steuerung.

In diesem Stadium der Prozess-QFD wird offensichtlich, ob alle Output- und Prozessparameter definiert, mit Werten und Grenzen versehen sowie mess- bzw. steuerbar sind. Tauchen hier größere Lücken auf, so ist Nacharbeit zu leisten.

Natürlich sind noch weitere Spalten möglich, die etwa vorhandene Prüf- und Arbeitsanweisungen zeigen, die Dokumentation der Ergebnisse oder Parameter aufzeigen usw. Hierbei ist also durchaus Firmen- und Branchenspezifisches unterzubringen.

Nun ist man bei einer Matrix angekommen, die eine vollständige Darstellung und Beschreibung des betrachteten Prozesses liefert und aus der sich sofort wesentliche Eigenschaften ablesen lassen:

Output-Parameter:

  • die Steuerfähigkeit durch einzelne Prozessparameter,
  • die Wichtigkeit der Output-Parameter,
  • Sollwerte und Grenzen sowie
  • Mess- und Prüfmethoden.

Prozessparameter:

  • die Stärke der Beeinflussung einzelner Output-Parameter,
  • die Wichtigkeit oder Kritizität der Prozessparameter,
  • Sollwerte und Grenzen sowie
  • Methoden zur Messung oder Steuerung der Prozessparameter.

Daraus und aus den damit verbundenen Fragestellungen lassen sich sofort erste Erkenntnisse ableiten:

  • Sind alle Output- und Prozessparameter spezifiziert, mit Soll- und Grenzwerten versehen?
  • Liegen für alle Output- und Prozessparameter geeignete Mess- und Prüfmethoden vor, sind sie steuer- und kontrollierbar?
  • Gibt es nötigenfalls Prüf- und Arbeitsanweisungen sowie Regelungen für die Ergebnisdokumentation?
  • Gibt es für alle (möglichst wenige) Output-Parameter stark wirksame Prozessparameter? (Wenn nicht, wird der Prozess nur schwer zu steuern sein.)

Die Ergebnisse erlauben weiterhin eine Konzentration auf das Wesentliche. Es ist jetzt möglich, darüber zu diskutieren, welche die kritischen Prozessparameter sind und wie diese betrachtet, gesteuert und visualisiert werden können. In der Regel genügt es, den wichtigsten und kritischsten Prozessparametern besondere Aufmerksamkeit zu widmen und möglichst groß und einfach, direkt an der Anlage zu visualisieren (Bild 3).

Bild 3. Module einer Desmear-Anlage und deren Beurteilung

Es ist weiter möglich, sehr schnell zu bestimmen, welche Prozessparameter verändert werden müssen, wenn ein bestimmter Output-Parameter verändert werden muss (weil er wegläuft) oder soll (weil man ihn verändern will). Damit kann man den Blick der Bedienungsmannschaft auf ihren Prozess fokussieren. Freilich lohnt auch ein Blick auf die Reaktions-, Wartungs- und Schulungspläne unter diesen neuen Gesichtspunkten.

Lesen Sie auf der folgenden Seite, wie man durch einen Variablenvergleich die Prozesse sicher in den Griff bekommt.


Inhaltsverzeichnis

Dr. Klaus Bischoff, geb. 1951, studierte nach einer Lehre als Dreher bei Daimler-Benz Mathematik und Physik an der Universität Karlsruhe. Nach etlichen Jahren wissenschaftlicher Arbeit an der Universität Karlsruhe ging er 1985 als Vendor Engineer zu Digital Equipment Co. 1990 wechselte er als Qualitätsleiter zu Endress + Hauser in Maulburg, einem Hersteller von Geräten für die Messtechnik und Automation. Seit 2000 ist er Qualitätsleiter der Photo Print Electronics in Schopfheim, einem ebenfalls zur Endress+Hauser-Gruppe gehörenden Leiterplattenhersteller.

zusätzliche Links

Klaus Bischoff. Herr der Prozessketten. Prozess-QFD zur Beherrschung komplexer Produktionsabläufe. In: QZ 04/2002 , S. 387-389.

Weiterführende Information
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