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Methoden - Managementwerkzeuge

NachhaltigkeitsCheck zeigt Status Quo

Managementsysteme als Grundlage für Nachhaltige Entwicklung

Kaum jemand bestreitet Sinn und Nutzen von Nachhaltigkeit in Unternehmen. Doch wie die gute Absicht in gute Praxis umsetzen? Dazu gibt es keinen festen Maßnahmenkatalog.

Beispiel: Anker-Teppichboden

Beim Hersteller Anker-Teppichboden steht neben der starken sozialen und gesellschaftlichen Orientierung traditionell die hohe Qualität der Produkte im Fokus. Das solide wirtschaftliche Fundament wurde über viele Jahrzehnte kontinuierlich aufgebaut. Qualität, Umweltschutz und Sicherheit werden bei Anker-Teppichboden mit Hilfe eines integrierten, zertifizierten Managementsystems weiterentwickelt.

Anker-Teppichboden hat einen NachhaltigkeitsCheck durchgeführt. Beim Vor-Ort-Assessment erreichte das Unternehmen sofort rund 50 Prozent der im Check möglichen Punkte. Basis für dieses gute Ergebnis war das bestehende integrierte Managementsystem aus QM, UM und OHSAS.

Der Blickwinkel der Nachhaltigen Entwicklung beim Assessment eröffnete Anker-Teppichboden eine neue, übergeordnete Perspektive mit wesentlichen Erkenntnissen:

  • Die Integration der Managementsysteme kann verbessert werden.
  • Die gelebte soziale und gesellschaftliche Verantwortung des Familienunternehmens sollte strategischer betrachtet werden. Geplantes, systematisches Handeln birgt auch in diesem Bereich Effizienzpotentiale.
  • Themenbereiche einiger Indikatoren werden bisher kaum abgebildet. Ihre Bedeutung für Anker-Teppichboden sollte analysiert werden.
  • Ausgehend von der durchgeführten Bestandsaufnahme und der bestehenden Planung für die nächsten Jahre kann die Unternehmensstrategie weiter entwickelt, konkrete Ziele festgelegt und diese mit entsprechenden Maßnahmen untermauert werden.

Nachhaltige Entwicklung zertifizieren?

Ein Zertifikat „Nachhaltiges Unternehmen“, um Engagement gegenüber der Öffentlichkeit nachzuweisen, ist nicht denkbar: Nachhaltigkeit als „statische“ Eigenschaft gibt es nicht. Ist aber wenigstens die definierte „Nachhaltige Entwicklung“ zertifizierbar?

Eine Zertifizierung ist der Nachweis, dass festgelegte Anforderungen erfüllt werden. Sie setzt einen Satz anerkannter, messbarer Zustände voraus. Für Nachhaltige Entwicklung gibt es bislang jedoch keinen international verbindlichen Maßstab, keine „messbaren Standards“. Da es demnach kein „SOLL“ gibt, kann auch dessen Erfüllung nicht bestätigt (zertifiziert) werden. Nur ein internationaler Konsens, welches operationalisierbare Mindestverhalten für eine Nachhaltige Entwicklung zu fordern ist, könnte Basis für eine Zertifizierung sein.

Ein Nachhaltigkeitsaudit kann also lediglich die Funktionsfähigkeit eines Managementsystems prüfen, das wesentliche Indikatoren Nachhaltiger Entwicklung aufgreift. Es setzt keinen Maßstab für die Nachhaltige Entwicklung selbst.

Einige europäische Normen zur Nachhaltigen Entwicklung lassen trotzdem eine Zertifizierung (letztlich des Managements) bestimmter Forderungen zu (Österreichische Norm ONR 19250 oder Spanische Norm SR 10). Die Nachfrage ist jedoch gering.

Fazit

Organisationen, die sich nachhaltig entwickeln wollen, kommen an einer Systematik zur kontinuierlichen Verbesserung nicht vorbei. Integrierte Managementsysteme, speziell UM und OHSAS, sind eine gute Basis, um ein Nachhaltigkeitsmanagement einzuführen und auszubauen.

Es ist es sinnvoll und unkompliziert, ein bestehendes integriertes Managementsystem um die wesentlichen Aspekte der Nachhaltigen Entwicklung zu erweitern. Die kontinuierliche Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung erfolgt dann auf Basis des PDCA-Zyklus, der das Lernverhalten einer Organisation abbildet. Schritt für Schritt kann so ein Nachhaltigkeitsmanagement etabliert werden, das vom gesamten Unternehmen getragen wird.


Inhaltsverzeichnis

Autoren

Prof. Dr.-Ing. Jan Uwe Lieback ist Auditor für Umwelt-, Sicherheits-, Energie- und Qualitätsmanagement, Umweltgutachter sowie Geschäftsführer der GUTcert GmbH. Er ist Experte in der Zertifizierung von Managementsystemen.

Susanne Moosmann, M.A. Nachhaltigkeit und QM, ist Projektleiterin und Assessorin im Bereich Nachhaltige Entwicklung. Ihr Fokus liegt auf dem GUTcert-NachhaltigkeitsCheck.

Yulia Felker, M.A. Umweltmanagement, ist Assessorin im Bereich Umwelt- und Energiemanagement. Als Auditorin führt sie die EarthCheck-Hotelzertifizierung durch.

zusätzliche Links

Nachhaltigkeitsmanagement – ein Interview mit Iris Pufé

Nachhaltigkeitsmanagement, Iris Pufé

Effizient mit Ressourcen umgehen - Kosteneinsparung und Nachhaltigkeit in produzierenden Unternehmen, Mario Schmidt, René Keil

Praxisbuch zur DIN ISO 26000 : Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, Dagmar Gesmann-Nuissl, Florian Sommer

QZ 12/2013: Alter Hut mit neuem Band

QZ 12/2013: Frischer Schwung für Altbewährtes - Integrierte Managementsysteme vor neuen Herausforderungen

QZ 12/2013: Hehre Ziele, unklare Erfolge - Stellenwert Integrierter Managementsysteme in Deutschland

QZ 09/2013: Energiesparen mit System - Ein Jahr DIN EN ISO 50001

QZ 05/2013: Die neue Sparsamkeit - Aufbau eines zertifizierbaren Energiemanagementsystems

QZ 06/2012: Nachhaltiges Wirtschaften zertifizierbar - Deutschsprachiger Standard für Corporate Social Responsibility

QZ 05/2012: Auch Naturprodukte benötigen Zertifikate - Integriertes Managementsystem sorgt für saubere Prozesse

QZ 05/2011: Unter einem Dach - Einfache Weiterentwicklung eines Integrierten Managementsystems

QZ 03/2009: Auf Nummer sicher - Mit Integriertem Managementsystem zu Rechtssicherheit

QM-Basic zu Dokumentation - Integrierte Managementsysteme (IMS) : PQM - Grundlage für ein Integriertes Managementsystem

Prof. Dr.-Ing. Jan Uwe Lieback
Umweltgutachter
GUT Certifizierungsgesellschaft für Managementsysteme mbH
Email: info <AT> gut-cert.de

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