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Methoden - Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse (FMEA)

Automobile Produktionsplanung mit System-FMEA

System FMEA bei der Produktionslinie der T5-Transportergeneration bei VW

Schon in der Planungsphase neuer Autos müssen die systematische Erfassung und Bearbeitung von Schwachstellen, die Einhaltung von Terminen und Qualitätsniveaus sichergestellt werden. Hierfür bietet sich die Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse an – nicht nur, weil sie mittlerweile von allen QM-Standards verlangt wird.

Risikobewertung, um alternative Maßnahmen abzuwägen

Der weitere Verlauf orientiert sich an den Vorgaben des VDA. Nach der Einschätzung von Auftritts- und Entdeckungswahrscheinlichkeiten unter Berücksichtigung bereits vorgesehener Prüf- und Vermeidungsmaßnahmen ergibt sich die erste Risikoprioritätszahl (RPZ) 1, deren Höhe entscheidend für die Notwendigkeit zu ergreifender Maßnahmen ist. Der Vorgabe, Maßnahmen grundsätzlich bei RPZnbsp;≥ 125 zu entwickeln, ist nicht unbedingt zu folgen. Vielmehr hängt die Entscheidung über die Notwendigkeit bzw. Dringlichkeit von Maßnahmen vom Gesamtniveau der Risikobewertungen ab. Effektiver als die 125-Vorgabe ist es zum Beispiel, die höchsten 20 Prozent abzuarbeiten, nachdem alle Fehlerursachen einer RPZ1-Bewertung unterzogen wurden.

Der Festlegung von Maßnahmen folgt die Bestimmung eines Verantwortlichen, das heißt eines anwesenden Teammitglieds, und einer Terminvorgabe. Die Prognose der Risikominderung durch die vorgeschlagenen Maßnahmen kann gleich durch das Expertenteam durchgeführt werden, um so die weiteren Schritte zu beschleunigen. Kommen zwei oder mehrere Maßnahmen in Betracht, kann die zweite Risikobewertung erfolgen, um die wirksamste Variante auswählen zu können. Werden zahlreiche Vorschläge genannt, empfiehlt sich die Bearbeitung in einem gesonderten Bewertungsblatt, in dem neben der RPZ2 weitere Pro- und Contra-Argumente dokumentiert werden können und somit eine fundierte, nachvollziehbare Entscheidungsunterstützung bereitgestellt wird. Mit der Vervollständigung des FMEA-Formblatts und der zusätzlichen Bewertungsblätter endet die zweite Teamphase.

Die FMEA schließt mit der Dokumentation durch den Moderator ab. Die Verfolgung der zu ergreifenden Maßnahmen und die entsprechende Pflege der FMEA-Dokumentation obliegen nun dem zuständigen Planer.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie ein FMEA-Prozess beim Lernen hilft.


Inhaltsverzeichnis

Prof. em. Dr.-Ing. Georg Redeker, geb. 1936, studierte Maschinenbau und promovierte an der Universität Hannover. Nach industrieller Tätigkeit im In- und Ausland wurde er 1972 zum Professor für das Fachgebiet Anlagenplanung und -erhaltung an die Universität Hannover berufen. Von 1991 bis 2001 war er Geschäftsführender Leiter des Instituts für Qualitätssicherung (IQ) der Universität Hannover. Er ist Mitglied der Gesellschaft für Qualitätswissenschaft (GQW).
Dr.-Ing. Betriebswirt (VWA) Roy Sauer, geb. 1969, studierte Maschinenbau an der Universität Hannover und der University of Edinburgh und promovierte 2002 am Institut für Qualitätssicherung. Seit 2002 ist er im Bereich Geschäftsprozessorganisation der Volkswagen AG, Wolfsburg, tätig.
Dipl.-Ing. Lars Keunecke, geb. 1971, studierte Maschinenbau an der Universität Hannover und der University of Edinburgh. Seit 1998 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Qualitätssicherung. Sein Arbeitsschwerpunkt ist das Qualitätsmanagement in flexiblen Produktionssystemen.
Dipl. Ing. (FH) Christoph Meyer, geb. 1970, studierte parallel zur Ausbildung zum Industriemechaniker an der FH Hannover Maschinenbau mit Schwerpunkt Produktionstechnik. Nach diversen Praxiseinsätzen in den Bereichen Produktion, Logistik, Qualitätssicherung und Vertrieb war er seit 1994 in der Produktionsplanung Lackiererei und Montagen bei Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover tätig. Seit Mai 2002 ist er Leiter der Unterabteilung Produktionsplanung Karosseriebau.

Literaturhinweis

[1] Redeker, G.; Keunecke, L.: Qualität ist menschlich – Qualitätsmanagement für mengen- und variantenflexible Produktionsendstufen. QZ 47 (2002) 3 , S. 219-220

Georg Redeker, Roy Sauer, Lars Keunecke, Christoph Meyer. Keine Fehler – kaum Kosten. In: QZ 10/2002 , S. 1029-1032.

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