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Messen und Prüfen - Prüfmittelmanagement

Prüfmittelmanagement und Kalibrierung (Teil 3)

Kalibrierung

Die Kalibrierung von Prüfmitteln dient der Ermittlung der maximalen Messabweichung von Prüfmitteln. Die Kenntnis der maximalen Messabweichung ist die Voraussetzung, um den Einsatz von Prüfmitteln sinnvoll planen zu können. Das heißt, dass das jeweilige Prüfmittel geeignet ist, die Einhaltung von Forderungen an Produkten oder Prozessen zu ermitteln, dass also die maximale Abweichung des Prüfmittels ein angemessenes Verhältnis zu den Grenzwerten bzw. Toleranzen des Produktmerkmals hat.

Die effiziente Durchführung von Kalibrierungen erfordert umfangreiche Kenntnisse über:

  • Relevante Normen für Prüfmittel
  • Konstruktive Eigenschaften und Funktionen von Prüfmitteln
  • Möglicherweise auftretende Messabweichungen sowie deren Ursachen (die sich unter anderem aus den konstruktiven Eigenschaften und dem Funktionsprinzip ergeben)
  • Sinnvolle Festlegung von Grenzwerten für Messabweichungen von Prüfmitteln
  • Vorgehensweise bei der Kalibrierung (die sich aus möglicherweise auftretenden Messabweichungen ergibt)
  • Erstellung von Stammdaten und Kalibrieranweisungen
  • Auswertung der Kalibrierergebnisse und Berechnung der Messabweichungen
  • Aufzeichnung der Kalibrierergebnisse
  • Festlegung des Kalibrierumfangs bei Eingangs- und Überwachungsprüfung
  • Bestimmung von Kalibrierintervallen mit gutem Verhältnis von Aufwand und Nutzen

Die Vorgehensweise bei Kalibrierungen

Die Grundlage für Kalibrierungen bilden gültige Kalibrieranweisungen, welche die einzelnen zu kalibrierenden Merkmale sowie deren Grenzwerte (Annahmekriterien) enthalten.

Darüber hinaus ist ein System zur Terminüberwachung erforderlich. Dieses muss Auskunft darüber geben, wann welches Prüfmittel der nächsten Kalibrierung unterzogen werden muss.

Für die eigentliche Kalibrierung sind neben einer geeigneten Umgebung die benötigten Normale bzw. Referenzmessmittel erforderlich, die ihrerseits der Prüfmittelüberwachung unterliegen und auf nationale oder internationale Normale rückführbar sein müssen.

Bei der Kalibrierung ist zunächst der Zustand des Prüfmittels festzustellen und aufzuzeichnen. Dazu gehören etwaige Beschädigungen, die Lesbarkeit der Anzeige/ Skalen sowie die Funktionsfähigkeit des Prüfmittels über den vollen Messbereich. Anschließend wird die Kalibrierung vorbereitet. Dazu wird das Prüfmittel gereinigt und ggf. der Messaufbau für die Kalibrierung vorbereitet.

Die bei jeder Kalibrierung auftretende Kalibrierunsicherheit ist zu ermitteln und im Kalibrierbericht aufzuzeichnen.

Die Kalibrierergebnisse sind dann auszuwerten und unter Berücksichtigung der Unsicherheit mit den zuvor festgelegten Annahmekriterien (dem MPE) zu vergleichen. Daraus wird der Kalibrierentscheid abgeleitet (i.O./n. i.O.) sowie das nächste Kalibrierintervall festgelegt (auf Basis der Bewertung aktueller und vorausgegangener Kalibrierergebnisse). Das Prüfmittel wird entsprechend mit dem nächsten Kalibriertermin gekennzeichnet.

Das Überwachungssystem sollte regelmäßigen Audits unterzogen werden, um möglichst frühzeitig Schwächen bzw. Abweichungen feststellen zu können.

Lesen Sie auf der folgenden Seite, wie Sie Kalibriervorgänge planen und Kalibrieranweisungen erstellen.


Inhaltsverzeichnis
DIN EN ISO 9001:2015

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Serie zum Thema Prozesse, veröffentlicht von QM-Experten deutscher Unternehmen gemeinsam mit der N5 GmbH und der Fachzeitschrift QZ

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