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Maßnahmen - Self-Assessment

Selbstbewertung / Self-Assessment

Bewertung von Geschäftsprozessen

Auszug aus
Gerd F. Kamiske, Jörg-Peter Brauer

Qualitätsmanagement von A - Z

09/2011, 404 Seiten, € 31,99
ISBN: 978-3-446-42812-6
S. 280-283

Die regelmäßige und systematische Analyse der Stärken und Schwächen eines Unternehmens im Sinne einer Standortbestimmung oder Selbstdiagnose - das ist Self Assessment. Sie ist eine Grundvoraussetzung für eine kontinuierliche Verbesserung.

Entwickelt hat sich die Selbstbewertung ursprünglich aus dem Audit, das allgemein die Einhaltung festgelegter Regeln bzw. Kriterien überprüft und sich meist auf materielle oder mit einer gewissen Objektivität messbare Eigenschaften bezieht ( Audit ). Damit lässt sich ein (System-)Audit eher als Konformitätsbewertung charakterisieren, dessen Ergebnis positiv ist, wenn es mit dem referenzierten Standard übereinstimmt.

Eine Selbstbewertung geht noch darüber hinaus, indem sie nicht nur das gesamte Unternehmen, sondern auch viele immaterielle Eigenschaften einbezieht, die nur schwer zu messen oder zu bewerten sind. Der Inhalt einer solchen Bewertung ist vergleichsweise diagnostischer und betont insbesondere die Prozesse, welche die untersuchten Ergebnisse erzielen. Auf diese Weise wird es dem sich selbst bewertenden Unternehmen möglich, zu lernen, wo korrigierende Eingriffe denkbar und ggf. notwendig sind. Auch der Vergleich mit den Ergebnissen anderer Unternehmen wird unterstützt.

Selbstbewertung für KVP

Somit steht die Selbstbewertung am Anfang eines regelmäßigen Planungsprozesses im Unternehmen, um eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung sicherzustellen (Bild 1).

Bild 1. Selbstbewertung im Unternehmen

Hier wird auch der enge Zusammenhang mit dem Deming-Zyklus der Ständigen Verbesserung (Plan-Do-Check-Act-Zyklus) sichtbar, denn die Selbstbewertung entspricht der Phase der Überprüfung (Check), in der die Erreichung der Verbesserungsziele der vorangegangenen Planung betrachtet wird.

Ziel: Business Excellence im TQM

Dieser Verbesserungsprozess mit dem Ziel, hervorragende Geschäftsergebnisse (Business Excellence) zu erreichen, ist ein wesentliches Element des Total Quality Management und wird auch im Rahmen der Modelle für Qualitätsauszeichnungen, z.B. im EFQM-Modell für den EFQM Excellence Award (EEA), gefordert. Diese Modelle bieten in der Regel auch Hilfestellungen in Form von mehr oder weniger detaillierten Checklisten zu Selbstbewertung, die jeweils an die unternehmensspezifischen Ziele anzupassen sind.

Selbstbewertung in QM-Normen

Der Gedanke der Selbstbewertung findet sich auch durchgängig in der Normenreihe ISO 9000 zum Aufbau von Qualitätsmanagementsystemen. In der DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagementsysteme - Anforderungen) ist die Selbstbewertung der Organisation durch das Management als fester Bestandteil in den strategischen Planungszyklus integriert. Die Einzelnorm DIN EN ISO 9004:2000 (Qualitätsmanagementsysteme - Leitfaden zur Leistungsverbesserung) versteht sich sogar insgesamt ausdrücklich als Hilfsmittel für die Unternehmensleitung, um auf der Basis von Selbstbewertungen die Wirksamkeit und auch die Wirtschaftlichkeit ständig zu verbessern.

Bewertung von Geschäftsprozessen

Eine Selbstbewertung sollte sich jedoch nicht ausschließlich auf Aspekte der Qualität beziehen, auch wenn die Qualitätswerkzeuge in diesem Zusammenhang angewendet werden können ( Qualitätswerkzeuge ). Von besonderer Bedeutung für die erfolgreiche Durchführung einer Selbstbewertung ist vielmehr, dass die Initiative von der obersten Unternehmensleitung ausgeht und die Bewertung sich auch auf die Geschäftsprozesse im gesamten Unternehmen erstreckt.

Auszug aus
Gerd F. Kamiske, Jörg-Peter Brauer

Qualitätsmanagement von A - Z

09/2011, 404 Seiten, € 31,99
ISBN: 978-3-446-42812-6
S. 280-283
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