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Maßnahmen - Scrum

Scrum in der Hardware-Entwicklung: So wird der Produktentstehungsprozess (PEP) agil

Dass agile Techniken nicht mehr nur in der reinen Software-Entwicklung zu Erfolgsgeschichten führen ist mittlerweile bekannt. Studien belegen, dass viele Unternehmen mit dem Management Framework Scrum arbeiten und dadurch Zufriedenheit bei den Anwendern sowie eine hohe Erfolgsquote für ihre Projekte erreichen. Dabei stellt sich die Frage: Mithilfe welcher Methodik können Unternehmen ihren Produktentstehungsprozess (PEP) mit agilen Techniken anreichern, um langfristig agile Prozesse und ein agiles Mindset zu verbreiten? Der folgende Ansatz beschreibt, wie es gehen kann.

7 agile Leitfragen: Ist ein agiles Modell möglich?

Die eigentliche Methodik für den Entwurf eines agilen Hardware-Entwicklungsprozesses beginnt mit sieben agilen Leitfragen, anhand denen ermittelt werden soll, ob ein Prozess für ein agiles Vorgehensmodell geeignet ist.

Diese agilen Leitfragen berücksichtigen nur die Abhängigkeiten und Vorfälle auf Projektebene. Insgesamt beeinflussen auch individuelle Merkmale der Branche, des Unternehmens, der Abteilung, der betrachteten Prozessphase, der Unternehmenskultur und der Organisationsstruktur die Eignung für Agilität. Diese Faktoren werden hier jedoch nicht berücksichtigt.

Agile Leitfragen zur Identifikation der agilen Eignung auf Projektebene:

1. Weist das Projekt eine hohe Komplexität auf?
2. Wird das Projekt durch eine zeitliche Dringlichkeit bestimmt?
3. Können sich während des Projektes die Anforderungen ändern?
4. Beinhaltet das Projekt neuartige Inhalte?
5. Besteht ein gleichbleibendes Team mit gleichbleibenden Verantwortlichkeiten?
6. Können Teilprodukte/Inkremente iterativ ausgeliefert werden?
7. Besteht das Entwicklungsteam aus drei bis neun Mitgliedern?
(COHN, 2010; SCHWABER, et al., 2016; BECK, et al., 2001)

Wenn ein Großteil der Leitfragen mit "Ja" beantwortet werden kann, bietet das betrachtete Projekt die geeignete Grundlage für die Implementierung von agilen Techniken (BECK, et al., 2001.)


Inhaltsverzeichnis

Marco Cartarius, Alexander Lang, Thomas Münster, Lukas Reinhardt

Literaturhinweis

Abrahamsson, P. (2002). Agile software development methods. Review and analysis. Technical Research Centre of Finland: VTT.
Beck, K., Beedle, M., van Beenekum, A., Cockburn, A., Cunningham, W., Fowler, M., . . . Thomas, D. (2001). Manifest für Agile Softwareentwicklung.
Cohn, M. (2010). Succeeding with Agile: Software Development Using Scrum. Boston: Addison-Wesley.
Gausemeier, J., Dumitrescu, R., Steffen, D., Czaja, A., Wiederkehr, O., & Tschirner, C. (2013). it's owl.
Gloger, B. (2015). Scrum in der Hardwareentwicklung. Baden-Baden: Boris Gloger Consulting GmbH.
Gloger, B., & Häusling, A. (2011). Erfolgreich mit Scrum. Einflussfaktor Personalmanagement. Finden und Binden von Mitarbeitern in agilen Unternehmen. München: Hanser.
Graupner, T.-D. (2010). Vorgehensmodell zur Gestaltung internetbasierter Mehrwertdienste für den Maschinen- und Anlagenbau. Diss. Universität Stuttgart.
Hammers, C. (2012). Modell für die Identifikation kritischer Informationspfade in Entwicklungsprojekten zur projektindividuellen Umsetzung der Quality-Gate-Systematik. Diss. Technische Hochschule Aachen: Apprimus.
Heißling, T. (2006). Einführung der Integrierten Produktpolitik in kleinen und mittelstän-dischen Unternehmen. Diss. Technische Universität München.
Hensel, T. (2013). Transdisziplinäre Planung und Synchronisation mechatronischer Produktentwicklungsprozesse. Diss. Technische Universität München.
Hruschka, P., Rupp, C., & Starke, G. (2009). Agility kompakt: Tipps für erfolgreiche Systementwicklung (2. Auflage ed.). Heidelberg: Spektrum.
Kalus, G. (2013). Projektspezifische Anpassung von Vorgehensmodellen: Feature-basiertes Tailoring. Diss. Technische Universität München.
Klein, T.P. 2015. Agiles Engineering im Maschinen- und Anlagenbau. Diss. Technischen
Universität München : s.n., 2015.
Komus, A. (2012). Status Quo Agile. Verbreitung und Nutzen agiler Methoden. Ergebnisbericht (Langfassung) Studie. BPM-Labor, Hochschule Koblenz.
Komus, A. (2016). Erfolgsfaktoren im Projektmanagement - Studienergebnisse und praktische Empfehlungen. Studie. (H. Consultants, Ed.) o.O.
Lindemann, U. (2009). Methodische Entwicklung technischer Produkte. Methoden flexibel und situationsgerecht anwenden. Berlin: Springer.
Mack, O., Khare, A. (2016). Managing in a VUCA World. Heidelberg/New York: Springer.
Ponn, J. (2007). Situative Unterstützung der methodischen Konzeptentwicklung technischer Produkte. Diss. Technische Universität München.
Rubin, K. S. (2014). Essential Scrum: Umfassendes Scrum Wissen aus der Praxis. heidelberg: mitp., 2014.
Schwaber, K., & Sutherland, J. (2016). Der Scrum Guide - Der gültige Leitfaden für Scrum: Die Spielregeln. o.O.: Scrum.org.
Wirdemann, R. (2011). Scrum mit User Stories (2. Auflage ed.). München: Hanser.

Prof. Dr. Thomas Münster
thomas.muenster@th-koeln.de

Weiterführende Information
  • Maßnahmen - Agiles Projektmanagement

    Agiles Projektmanagement: Projekte flexibel steuern

    Viele Unternehmen stehen jedoch vor einer großen Frage: Welche Projekte lassen sich mit Hilfe agiler – und somit flexibler und moderner Methoden – steuern? Und wie werden agile Methoden im Projektmanagement erfolgversprechend angewandt?   mehr

DIN EN ISO 9001:2015

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Serie zum Thema Prozesse, veröffentlicht von QM-Experten deutscher Unternehmen gemeinsam mit der N5 GmbH und der Fachzeitschrift QZ

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