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Maßnahmen - Scrum

Scrum in der Hardware-Entwicklung: So wird der Produktentstehungsprozess (PEP) agil

Dass agile Techniken nicht mehr nur in der reinen Software-Entwicklung zu Erfolgsgeschichten führen ist mittlerweile bekannt. Studien belegen, dass viele Unternehmen mit dem Management Framework Scrum arbeiten und dadurch Zufriedenheit bei den Anwendern sowie eine hohe Erfolgsquote für ihre Projekte erreichen. Dabei stellt sich die Frage: Mithilfe welcher Methodik können Unternehmen ihren Produktentstehungsprozess (PEP) mit agilen Techniken anreichern, um langfristig agile Prozesse und ein agiles Mindset zu verbreiten? Der folgende Ansatz beschreibt, wie es gehen kann.

Bestandteile der Methodik

Für die anwendungsspezifische Adaption standardisierter Vorgehensmodelle, tritt in diesem Zusammenhang der Begriff "Tailoring" auf. "Tailoring" beschreibt die Anpassung eines gegebenen Vorgehensmodells zu Beginn des Projekts auf der Grundlage der Projektmerkmale, wodurch ein individuelles Projektmodell für das Projekt erstellt wird (KALUS, 2013).

Scrum-Elemente anpassen

Mit Hilfe sogenannter "Tailoring-Operatoren" können Elemente eines Vorgehensmodells hinzugefügt, reduziert, entfernt, detailliert, neu definiert oder ersetzt werden, um das Ziel-Vorgehensmodell an die spezifischen Projektbegebenheiten anzupassen (KALUS, 2013).

Da die agilen Techniken von Scrum keinen direkten Bezug zu konkreten Faktoren haben, muss dieser Zusammenhang hergestellt werden, um eine anwendungsspezifische Formalisierung oder Anpassung des Scrum-Prozesses zu ermöglichen (KALUS, 2013; WIRDEMANN, 2011).

Da es derzeit keine offizielle Systematik gibt, die Kriterien für eine anwendungsspezifische Anpassung vorsieht, wird der Ansatz von Tailoring in die Ausarbeitung der Methodik aufgenommen, um agile Vorgehensmodelle anwendungsspezifisch anpassen und projektspezifisch anwenden zu können (KALUS, 2013).

Unabhängig von Branche und Aufgaben

Die Methodik ist inhaltlich unabhängig von Branchen, Gegebenheiten, Aufgaben oder Aktivitäten von Entwicklungsprojekten formuliert, um Allgemeingültigkeit und Aktualität zu gewährleisten. Zudem müssen die Operatoren allgemein für Entwicklungsprojekte definiert werden.


Inhaltsverzeichnis

Marco Cartarius, Alexander Lang, Thomas Münster, Lukas Reinhardt

Literaturhinweis

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Beck, K., Beedle, M., van Beenekum, A., Cockburn, A., Cunningham, W., Fowler, M., . . . Thomas, D. (2001). Manifest für Agile Softwareentwicklung.
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Gausemeier, J., Dumitrescu, R., Steffen, D., Czaja, A., Wiederkehr, O., & Tschirner, C. (2013). it's owl.
Gloger, B. (2015). Scrum in der Hardwareentwicklung. Baden-Baden: Boris Gloger Consulting GmbH.
Gloger, B., & Häusling, A. (2011). Erfolgreich mit Scrum. Einflussfaktor Personalmanagement. Finden und Binden von Mitarbeitern in agilen Unternehmen. München: Hanser.
Graupner, T.-D. (2010). Vorgehensmodell zur Gestaltung internetbasierter Mehrwertdienste für den Maschinen- und Anlagenbau. Diss. Universität Stuttgart.
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Heißling, T. (2006). Einführung der Integrierten Produktpolitik in kleinen und mittelstän-dischen Unternehmen. Diss. Technische Universität München.
Hensel, T. (2013). Transdisziplinäre Planung und Synchronisation mechatronischer Produktentwicklungsprozesse. Diss. Technische Universität München.
Hruschka, P., Rupp, C., & Starke, G. (2009). Agility kompakt: Tipps für erfolgreiche Systementwicklung (2. Auflage ed.). Heidelberg: Spektrum.
Kalus, G. (2013). Projektspezifische Anpassung von Vorgehensmodellen: Feature-basiertes Tailoring. Diss. Technische Universität München.
Klein, T.P. 2015. Agiles Engineering im Maschinen- und Anlagenbau. Diss. Technischen
Universität München : s.n., 2015.
Komus, A. (2012). Status Quo Agile. Verbreitung und Nutzen agiler Methoden. Ergebnisbericht (Langfassung) Studie. BPM-Labor, Hochschule Koblenz.
Komus, A. (2016). Erfolgsfaktoren im Projektmanagement - Studienergebnisse und praktische Empfehlungen. Studie. (H. Consultants, Ed.) o.O.
Lindemann, U. (2009). Methodische Entwicklung technischer Produkte. Methoden flexibel und situationsgerecht anwenden. Berlin: Springer.
Mack, O., Khare, A. (2016). Managing in a VUCA World. Heidelberg/New York: Springer.
Ponn, J. (2007). Situative Unterstützung der methodischen Konzeptentwicklung technischer Produkte. Diss. Technische Universität München.
Rubin, K. S. (2014). Essential Scrum: Umfassendes Scrum Wissen aus der Praxis. heidelberg: mitp., 2014.
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Wirdemann, R. (2011). Scrum mit User Stories (2. Auflage ed.). München: Hanser.

Prof. Dr. Thomas Münster
thomas.muenster@th-koeln.de

Weiterführende Information
  • Maßnahmen - Agiles Projektmanagement

    Agiles Projektmanagement: Projekte flexibel steuern

    Viele Unternehmen stehen jedoch vor einer großen Frage: Welche Projekte lassen sich mit Hilfe agiler – und somit flexibler und moderner Methoden – steuern? Und wie werden agile Methoden im Projektmanagement erfolgversprechend angewandt?   mehr

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Serie zum Thema Prozesse, veröffentlicht von QM-Experten deutscher Unternehmen gemeinsam mit der N5 GmbH und der Fachzeitschrift QZ

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