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Maßnahmen - Risikomanagement

Das Zusammenspiel zwischen Qualitäts- und Risikomanagement

Synergien nutzen - Redundanzen vermeiden

Integration Risikomanagement im Qualitätsmanagement

Das Risikomanagement ist im Qualitätsmanagement, respektive der Norm DIN ISO 9001:2008 nur in Ansätzen erkennbar. Nach der Normenrevision kommt dem Risikomanagement in der DIN EN ISO 9001:2015 eine deutlich größere Rolle zu.

Tabelle 1: Normen für Qualitätsmanagement und Risikomanagement im Überblick

Das Qualitätsmanagement fokussiert sich vorwiegend auf die Abweichungen Soll/Ist der übergeordneten Anforderungen und Prozesse. Daher braucht es in jeder Unternehmung nebst einem funktionierenden Qualitätsmanagement auch ein adäquates (angepasstes) Risikomanagement, das auf allen Stufen verankert ist.

Qualitätsmanagement als Teil des Risikomanagements

Der Qualitätsmanager (QM) und der Risikomanager (RM) bearbeiten je ein anderes Spektrum in der Unternehmung.

Wo der Qualitätsmanager in erster Linie in der Unternehmung führt und steuert, damit die geforderte Qualität erreicht wird, setzt sich der Risikomanager mit den Chancen und Gefahren einer Unternehmung auseinander. Der RM hilft, Chancen und Gefahren aufzuzeigen, zu bewerten, priorisieren, Maßnahmen zur Reduktion der Risiken festzulegen, die Risiken in einer Risikolandschaft darzustellen und zu dokumentieren.

Diese Risikolandschaft dient dann dem Top Management als Grundlage für Entscheidungen, inwieweit Risiken als Chance eingegangen werden sollen, oder auch um weitergehende Maßnahmen zur Reduktion der Risiken festzulegen. Es ist Aufgabe des Top Managements, den Risikomanagementprozess eng zu begleiten und die Umsetzung von Maßnahmen zu überwachen, damit einzelne Risiken die Unternehmung nicht als Ganzes gefährden können.

Fazit

Es ist essentiell, dass im Unternehmen das Qualitätsmanagement, das interne Kontrollsystem (IKS) und das Risikomanagementsystem optimal aufeinander abgestimmt und miteinander vernetzt werden. Nur durch die Nutzung der Synergien lassen sich Doppelspurigkeiten vermeiden sowie allfällige neue Risiken rasch erkennen und durch geeignete Maßnahmen minimieren. Das Qualitätsmanagement wie auch die Kennzahlen aus dem „gelebten“ EFQM liefern wichtige Hinweise, wo allenfalls Prozesse etc. aus dem Ruder laufen. Diese Hinweise müssen mit der notwendigen Sensibilität im Rahmen des Risikomanagements eingeordnet und bei Bedarf eskaliert werden. Wichtig ist daher, dass der Informationsfluss vom Qualitätsmanagement inklusive allfälliger EFQM-Trends und des IKS zum Risikomanagement durchgängig sichergestellt sind.

Als Ergebnis sind die wesentlichen Risiken identifiziert, lassen sich einem Risikoeigner zuordnen, die Maßnahmen zur Risikoreduktion können periodisch auf ihre Wirksamkeit überprüft, und allfällige neue Risiken identifiziert werden. Die Risiken und die Veränderungen können in einer Risikolandschaft visualisiert werden (Bild 3).

Bild 3: Risikolandschaft (Autor: Urs Richiger)

Bild 3: Risikolandschaft (Autor: Urs Richiger)

Bislang ist die Vernetzung des QM und IKS mit dem RM in vielen Fällen noch zu wenig durchgängig. Beide Systeme existieren oftmals parallel nebeneinander und Synergieeffekte zB aus dem internen Meldewesen (CIRS oder Occurance Reporting) werden zu wenig systematisch analysiert und auch im Rahmen des RM (in der ganzen Unternehmung und/oder des Konzerns) genutzt.

Das Top Management hat mit diesen Grundlagen in Qualitäts- und Risikomanagement gute Leitfäden zum Verbessern des Unternehmenserfolges. Das Top Management ist gefordert, die Weichen zu stellen, die Ausgestaltung festzulegen und die Prozesse laufend zu begleiten sowie zu optimieren. Der „Tone at the Top“ ist entscheidend, wenn ein funktionierendes Risikomanagementsystem etabliert werden soll, das dann auch in der Unternehmung gelebt wird.


Inhaltsverzeichnis

Autoren:

Urs Richiger, Dipl. Ing HTL (FH), Diplom SAQ Qualitätstechnik III, EFQM Assessor, Qualitätsmanager RUAG Aviation, Master of Advanced Studies, Hochschule Luzern/FHZ in Risk Management,

Martin Müllener, M. Sc. Economics Universität Bern, Master of Advanced Studies, Hochschule Luzern/FHZ in Risk Management

Literaturhinweis

Brühwiler, B. (2011). Risikomanagement als Führungsaufgabe: ISO 31000 mit
ONR 49000 wirksam umsetzen (3., überarb. und aktualisierte Aufl.). Risikomanagement.
Bern [u.a.]: Haupt.

zusätzliche Links

Weitergehende Informationen zu den Grundkonzepten der Excellence sowie des Quality-Managements:

http://www.saq.ch/

http://www.emsc.ch/Deutsch/pdf/EFQM_Grundkonzepte_2003.pdf

http://www.swiss-excellence-forum.ch/

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